Homöopathie Praxistipps

Akute Nahrungsmittelunverträglichkeit behandeln: Magen, Darm und Hautausschläge

Akute Nahrungsmittelunverträglichkeit behandeln: Magen, Darm und Hautausschläge
geschrieben von Burkhard Strack

Im Normalfall wird man eine Nahrungsmittelunverträglichkeit immer mit konstitutionellen homöopathischen Mitteln begleiten. Im Laufe der Konstitutionsbehandlung nehmen die Beschwerden ab. Im Akut-Fall ist aber oft schnelle Hilfe nötig. Die hier beschriebenen homöopathischen Mittel können bei Magen-Darm Problemen und Hautausschlägen helfen

Eines der häufigsten Mittel bei Magen-Darm Problemen durch Nahrungsmittel ist Pulsatilla. Fettes, Eis, Obst und Gebäck werden schlecht vertragen. Es kommt zu Übelkeit, Aufstoßen und Erbrechen. Der Bauch ist gebläht und tut weh. Durchfall kann grün-gelb und schleimig sein. Oftmals wechseln die Symptome schnell. Bewegung an der frischen Luft hilft.

Ipecacuanha ist typisch für eine andauernde Übelkeit mit Brechreiz und/oder Erbrechen. Das Erbrechen und der Durchfall können bis zur Ohnmacht oder zum Schock führen. Dazu kann ein heftiger Juckreiz kommen. Vor allem Kinder kratzen sich, bis sie erbrechen müssen. Sie können keine Hitze ertragen und haben eine (für Magen-Darm Probleme) erstaunlich rote und saubere Zunge.

Arsenicum Album ist ein Mittel bei Gastroenteritis mit Bauchschmerzen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall alles im Wechsel oder sogar gleichzeitig. Dadurch werden die Patienten sehr schwach und bekommen (zurecht) Angst. Sie fühlen sich hoffnungslos, wollen nicht alleine sein und sind gleichzeitig unruhig und rastlos. Dazu kommt ein starkes Kälte-Gefühl. Arsenicum ist typisch auch für akute Probleme nach verdorbenem Essen.

Homöopathie bei Hautausschlag durch Nahrungsmittelunverträglichkeit

Wenn sich durch Nahrungsmittel die Hautausschläge verschlimmern oder überhaupt erst dadurch entstehen, kann Sulfur ein gutes erstes Mittel sein. Vor allem wenn Ausschläge lange Zeit mit Cortison-Salben behandelt wurden, und dann ein Durchfall durch Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgelöst wird, kann Sulfur oftmals hilfreich sein.

Grundsätzlich müssen Hautausschläge aber individuell und konstitutionell behandelt werden. Wenn Sulfur nicht genau passt, wird es höchstens eine zeitweise Verbesserung bewirken.

Fazit: Auch bei akuten Nahrungsmittel-Reaktionen sollte man den Homöopathen konsultieren, dieser kann oft am Telefon beraten. Nur wenn man bereits ein gutes Mittel hat, das bei akuten Reaktionen hilft, kann man dies selbstständig einnehmen. So haben z. B. einige Patienten Apis oder Urtica urens immer in der Handtasche, um im Notfall schnell reagieren zu können. Wenn dann der Notarzt eintrifft, ist das Schlimmste vielleicht schon vorüber.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.