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Akelei – wie Sie die schöne Wilde im heimischen Garten ansiedeln

Lesezeit: 2 Minuten Akelei gilt als problemlose Gartenpflanze, wenn sie sich selbst überlassen ist. Eine Aufzucht aus Samen gelingt nicht immer. Hier erfahren Sie, wie man sie erfolgreich domestiziert, aber auch ihrem Drang zur fast unbegrenzten Vervielfältigung begegnet.

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Akelei – wie Sie die schöne Wilde im heimischen Garten ansiedeln

Akelei – wie Sie die schöne Wilde im heimischen Garten ansiedeln

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Akelei ist eine graziöse Wildstaude der heimischen Flora. Aquilegia vulgaris wurde sie von Botanikern tituliert. Vulgär im üblichen Sprachgebrauch ist sie hingegen nicht.

Lange Tradition

Von heimischen Wiesen und lichten Waldrändern kam die Akelei seit dem Mittelalter in die Klöster- und Hausgärten, wo sie in naturnahen Anlagen in unendlicher Vielfalt blüht. In freier Natur ist Akelei nur noch selten zu finden und steht deshalb unter strengem Naturschutz.

Heilige Blume

In Italien heißt die Akelei „amor nascosto“, übersetzt: versteckte oder heimliche Liebe. Tatsächlich galt die Akelei als Liebeszauber- und Heilpflanze. Von diesem Verwendungszweck ist jedoch wegen ihrer Giftigkeit dringend abzuraten.

In der Gotik galt die Akelei als heilige Blume und wurde neben Rosen und Lilien der Jungfrau Maria zugeordnet. Einzelne Blütenblätter erinnern an Tauben, welche den Heiligen Geist und das dreigeteilte Blattwerk die Dreifaltigkeit versinnbildlichen. Auf Kirchenwänden, Altarbildern und im Bildschmuck des 14. und 15. Jahrhunderts ist die Akelei häufig dargestellt, im Jugendstil erlebte sie eine Renaissance, jedoch nur zu dekorativem Zweck.

Im Garten

Akeleien lieben einen feuchten Standort und stellen keine besonderen Bodenansprüche. Einmal gepflanzt verbleiben sie bis zu drei Jahren am Platz. Ein zeitiger Rückschnitt nach dem Flor verlängert die Lebensdauer.

Ihre relative Kurzlebigkeit macht die Akelei durch eifrige Selbstaussaat wett. Nicht nur, dass an gänzlich unerwarteten Orten plötzlich Akeleien gedeihen, tauchen zudem allmählich auch ganz andere als die bisherigen Sorten auf.

Die einstige Liebeszauberpflanze nimmt es mit der Treue nicht allzu genau. Vielmehr mischt sie sich mit den unterschiedlichsten Blütentypen, sodass die durch reichliche Selbstaussaat gebildeten Nachkommen diverse neue Sorten zeigen. Dieser Ausdehnungsdrang kann mitunter lästig werden, wenn Akeleien weniger robusten Stauden den Standort streitig machen, sodass sie nur durch rigoroses Ausgraben einzudämmen sind.

Sorten

Rund fünfzig Sorten gehören zur Gattung Aquilegia. Die Farbpalette reicht von reinem Weiß bis zu einem fast schwarzen Violettton mit vielen Farbnuancen dazwischen. Die Formenvielfalt reicht von ungefüllt bis dicht gefüllt, von kugelig rund bis langspornig. Will man eine Sorte rein erhalten, sollte man sie von ihren Artgenossen fernhalten.

Eine Vermehrung durch Teilung einer Mutterpflanze gelingt nicht immer, weil die fleischigen Pfahlwurzeln auf Störungen empfindlich reagieren. Saatgut wird im Handel angeboten. Eine Aufzucht gelingt nicht immer, weil Akeleien zu den Kaltkeimern gehören, d. h. eine Temperatur von 10 bis 15 Grad nicht überschritten werden darf.

Gute Gärtnereien bieten eine reichliche Auswahl an Topfpflanzen an. Einige wenige Sorten reichen aus, um allmählich eine große Variation zu erlangen, wenn man die Akeleien sich selbst überlässt.

Bildnachweis: Bernd S. / stock.adobe.com

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