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Akelei: So fühlt sich Ihre Pflanze wohl

Lesezeit: 2 Minuten Mit ihrem Wildblumencharakter hat die Akelei viele Liebhaber. Besonders in naturnahe Gärten passt die schöne Staude. Wo sie sich wohlfühlt, sorgen ihre Samen selbst für Nachwuchs. Hier finden Sie Tipps, was die Akelei dazu braucht.

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Akelei: So fühlt sich Ihre Pflanze wohl

Akelei: So fühlt sich Ihre Pflanze wohl

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Akelei ist eine alte Bauerngartenpflanze mit schönem Laub und noch schöneren Blüten. Über dunkelgrünem, dem Hahnenfuß ähnlichem, aber zierlicherem Laub erscheinen auf einem bis zu 90 Zentimeter hohen Blütenstiel exquisite Schönheiten. Sie bestehen aus fünf Kelchblättern, die in einen Sporn auslaufen und oft zweifarbig erscheinen.

Reinweiß, Hellgelb, Orange, Rot, Rosa, Hell- und Dunkelblau sowie Violett sind möglich. Die mehrjährige Pflanze wächst als Staude und kann über Teilung oder Aussaat vermehrt werden. Meistens wird sie jedoch nur zwei oder drei Jahre alt. Da sie sich gerne selbst aussät, bleibt sie Ihnen im Garten trotzdem treu.

Der richtige Standort

Akelei mag einen feuchten, humusreichen aber durchlässigen Boden, der auch etwas Kalk enthalten darf. Heller Halbschatten am Gehölzrand ist ideal, da auch die wilden Schwestern gerne am Waldrand gedeihen. Ein naturnahes Grundstück mit Waldcharakter ist ein schöner Ort für die wildblumenartigen Pflanzen. Manche Hybriden kommen auch mit voller Sonne zurecht. Dann brauchen sie jedoch viel Wasser, sonst geht das Laub ein.

Bei Wind knicken die hohen Blütenstängel leicht um, daher ist etwas Windschutz oder eine Stütze nützlich. Sie können Ihre Akelei selbst aussäen. Als Kaltkeimer brauchen die Samen für mindestens drei Wochen tiefe Temperaturen. Danach wird normal ausgesät. Das kann im Frühjahr aber auch im Herbst sein. Die Saat darf nur schwach abgedeckt werden, damit sie aufgeht.

Im Herbst lassen sich die kleinen Pflänzchen noch einmal versetzen, so dass Sie nicht gleich an den endgültigen Platz aussäen müssen.

So pflegen Sie Ihre Akelei

Um Nachwuchs der Pflanzen brauchen Sie sich meistens nicht extra kümmern. Wo sie sich wohl fühlen, erscheinen die Sämlinge von selbst. Das sich diese kreuzen, haben Sie schnell einen Mix aus verschiedenen Sorten. Wer das nicht will, muss reine Akeleisorten getrennt voneinander pflanzen oder die Samenstände rechtzeitig abschneiden. Dadurch entwickelt sich auch das Laub kräftiger.

Es treibt bereits ab März aus, im Mai bis in den Sommer hinein kommen die Blüten. Ist der Sommer trocken, neigen die Pflanzen zu Mehltau. Dann hilft ein Fungizid. Sie können bereits vorbeugend mit einem Knoblauchtee spritzen. Auch Blattläuse und Schnecken finden sich ein. Das feine Laub ist für Schnecken ein Leckerbissen. Auf diese müssen Sie besonders achten.

Im Sommer braucht Akelei immer etwas Wasser zusätzlich. Weitere Pflege ist jedoch nicht nötig.

Wissenswertes über Akelchen

Es gibt viele Namen für das zarte Gewächs. In Thüringen heißen die Blumen Akelchen, anderswo Zigeunerglocke, Elfenhandschuh, Narrenkappe oder Venuswagen. Alle Teile der Akelei sind leicht giftig und erzeugen Übelkeit und Erbrechen. Bei manchen Menschen führt der Kontakt zu Hautreizungen. Starke Vergiftungen sind jedoch selten.

Neben zahlreichen Züchtungen sind auch immer noch die Wildarten verbreitet. In freier Wildbahn in Deutschland gedeihen die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) und die Alpen-Akelei (Aquilegia alpina). Beide Arten sind geschützt.

Ihre Samen und auch die zahlreicher Hybriden werden im Fachhandel und über das Internet angeboten. Sie können sich also durchaus auf weiße Arten für eine weißen Garten beschränken oder auf blaue, beziehungsweise gelbe Varianten. Aquilegia fragans duftet sogar. Es ist eine historische Sorte in Cremeweiß mit Apfelduft.

Bildnachweis: Sven Knie / stock.adobe.com

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