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Aggressiv und unkonzentriert – Wenn Kinder unter Stress stehen

Lesezeit: 2 Minuten Erzieher, Lehrer und Ärzte sind alarmiert. Immer mehr Kinder zeigen sich in der Schule und im Kindergarten verhaltensauffällig. Viele Kinder sind besonders unruhig, reagieren sehr aggressiv und haben Probleme damit, stillzusitzen und zuzuhören. Gehäuft treten Kopfschmerzen, Schlafstörungen und auch Magen-Darm-Beschwerden schon bei kleinen Kindern auf.

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Aggressiv und unkonzentriert – Wenn Kinder unter Stress stehen

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Die Ursachen

Zwar können die beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten verschiedenste Ursachen haben, jedoch ist gerade die Lebensumwelt für die Entwicklung von Kindern entscheidend. Und diese ist mehr denn je geprägt von Leistungsdruck. Eine aktuelle Studie belegt, dass schon Kinder im Grundschulalter gestresst sind und daher auch die entsprechenden Symptome zeigen.

Neben dem Kampf um gute Noten und vollen Stundenplänen sind aber auch andere Faktoren für den Stress verantwortlich. Mobbing wird zuweilen schon in den Kitas beobachtet. In der Schule nehmen Streit und Ärger mit den Klassenkameraden noch zu und schaffen eine Atmosphäre, die viele Kinder krank macht.

Auch Probleme innerhalb der Familie wirken sich negativ auf die Psyche der Kinder aus. Die steigende Zahl der Scheidungen und das nicht immer einfache Zusammenleben in Patchwork-Familien gehen nicht spurlos an den Kindern vorbei.

Folgen von Stress bei Kindern

In der Schule zeigt sich der Stress bei Kindern häufig durch Konzentrationsschwierigkeiten und abnehmende Leistungen. Je jünger die Kinder, desto mehr körperliche Beschwerden sind zu beobachten. Bei vielen gestressten Kindern zeigen sich gehäuft Allergien, Kopfschmerzen, Bronchitis und sogar Asthma.

Stress kann auch zu Appetitlosigkeit und Essstörungen führen, die durchaus ernstzunehmen sind. Schließlich ist dadurch der Grundstein für Folgeerkrankungen gelegt, die tief in der Psyche der Kinder verwurzelt und damit schwer behandelbar sind.

Zeichen richtig deuten

Wenn Sie auch bei Ihrem Kind einige der genannten Symptome beobachten, dann sollten Sie dem auf den Grund gehen. Gerade ältere Kinder haben manchmal einfach keine Lust, schlechte Leistungen oder aggressives Verhalten müssen da nicht gleich auf Stress hindeuteten, sondern können schlicht auf die Pubertät zurückgeführt werden. Wenn Sie sich unsicher sind, wäre es auf jeden Fall richtig, auch den Rat von Fachleuten einzuholen.

Dauerstress sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Gerade wenn die Antriebslosigkeit sich auch auf die Freizeit auswirkt und Ihr Kind sich dauerhaft gestresst fühlt, ist es vielleicht nicht an der richtigen Schule. Viele Eltern wollen zwar nur das Beste für ihr Kind und wählen daher das Gymnasium als Schulform. Jedoch müssen Sie in erster Linie auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse Ihres Kindes achten und erkennen, wenn es überfordert ist.

Stress abbauen

Kindern fällt es schwer, sich bewusst zu entspannen. Gerade kleine Kinder sitzen oft nicht gern still und verstehen nicht, wie sie Ruhe genießen sollen. Wenn Sie Ihr Kind an Ruhe und Entspannung heranführen möchten, dann versuchen Sie es nach und nach an ruhige Situationen zu gewöhnen.

Hierzu gibt es spezielle Massage- und Körperwahrnehmungsübungen, die leicht in den Alltag integriert werden können. Die Freizeit sollte einen gesunden Ausgleich für die Schule schaffen. Gerade Sport und Bewegung im Freien wirken stressabbauend.

Leider verbringen Kinder mittlerweile sehr viel Zeit vor PC, Fernseher und Spielkonsole. Hier müssen Sie als Eltern aktiv werden und Ihrem Kind Alternativen bieten. Egal ob die Mitgliedschaft im Verein oder schlicht viele gemeinsame Aktivitäten können wahre Wunder bewirken.

Bildnachweis: tunedin / stock.adobe.com

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