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ADHS-Diagnose: Gefahren und Nutzen für das Kind

Lesezeit: 2 Minuten Wenn ein Kind die ADHS-Diagnose erhält, ist das für viele Eltern zunächst ein Schock. Wieso unser Kind? Was können wir jetzt tun? Was bedeutet das für das weitere Leben des Kindes? Ist diese Diagnose eine Hilfestellung oder eher ein Stigma? Welche Vorteile bringt eine ADHS-Diagnose für das Kind mit sich?

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ADHS-Diagnose: Gefahren und Nutzen für das Kind

ADHS-Diagnose: Gefahren und Nutzen für das Kind

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ADHS-Diagnose – Suche nach Unterstützung und Therapie

Wenn das eigene Kind eine ADHS-Diagnose erhält, geht für viele Eltern die Suche nach der geeigneten Therapie los. Wo können Sie Hilfe finden? Welche Beratungsstellen haben Erfahrung mit Kindern, die unter ADHS leiden? Sollte man die Diagnose geheim halten, oder informiert man am besten alle Bekannten und Verwandten darüber? Mit welcher Unterstützung können betroffene Eltern seitens der Schule ihres Kindes rechnen?

ADHS-Diagnose kann Klarheit schaffen

Es gibt aber auch Eltern, denen eine ADHS-Diagnose endlich Gewissheit verschafft. Eltern, die sich schon lange Gedanken und Sorgen über die Verhaltensauffälligkeiten ihres Kindes gemacht haben, denen die motorische Unruhe, die Impulsivität und die geringe Aufmerksamkeitsspanne ihres Kindes zu denken gegeben hat.

Diesen Eltern hilft es manchmal, wenn von einem Fachmann die Diagnose ADHS (oder auch ADS) ausgesprochen worden ist. Nun wissen sie endlich, was mit ihrem Kind los ist. Nun gibt es wenigstens zum Teil Erklärungsmodelle und empfohlene Therapie-Schritte.

Die ADHS-Diagnose allein hilft nicht weiter

Werden Eltern allerdings mit der ADHS-Diagnose für ihr Kind allein gelassen und folgt der Diagnose keine ausführliche Beratung oder wenigstens eine Aufklärung darüber, wo sie sich denn nun hinwenden können, um Unterstützung für sich und ihr Kind zu bekommen, bringt die ADHS-Diagnose keine Erleichterung.

Sie führt dann entweder zur Verunsicherung der betroffenen Eltern oder Eltern gebrauchen sie (aus Unwissenheit und dem Gefühl der Hilflosigkeit), um jedes unpassende und unverständliche Verhalten ihres Kindes zu rechtfertigen und es vor den Konsequenzen seitens der Schule oder von Verwandten und Bekannten zu schützen.

ADHS-Diagnose mit ausführlicher Beratung

Wenn Eltern allerdings in einem intensiven und individuell auf die Probleme der jeweiligen Familie zugeschnittenen Gespräch über die ADHS-Diagnose ihres Kindes informiert werden, kann diese durchaus als hilfreich erlebt werden. Die Eltern wenden sich dann häufig den angebotenen Hilfeinstrumenten zu und suchen für sich und das Kind die beste Therapie.

Dies kann bei einigen Eltern ein ADHS-Elterntraining sein oder für das Kind eine Lerntherapie oder eine Psychotherapie. Häufig hilft den betroffenen Eltern auch eine systemische Beratung oder eine systemische Familientherapie. Hier wird das betroffene Kind als Symptomträger innerhalb des Systems Familie gesehen und seine Verhaltensauffälligkeit wird als Ausdruck von gestörten Beziehungen der Familienmitglieder untereinander verstanden.

Zusammen mit einer individuellen Förderung des Kindes (Konzentrationstraining, Strategietraining, Psychotherapie oder/und Homöopathie) ist dieser Therapieansatz als einer derjenigen zu sehen, der zu einer deutlichen Linderung der ADHS-Symptomatik führt.

Bildnachweis: Natallia Vintsik / stock.adobe.com

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