Gesundheit Praxistipps

Achten Sie bei der Tattooentfernung unbedingt auf diese Dinge

Lesezeit: 2 Minuten Schätzungen zufolge gibt es rund zehn Millionen Tätowierte in Deutschland, wobei sich die meisten im Alter zwischen 16 und 20 Jahren ihre erste Tätowierung stechen lassen. Die Begeisterung für ein Tattoo ist groß und entspringt einem persönlichen Wunsch oder einem Trend. Doch die Lebensumstände und die persönlichen Vorlieben ändern sich, sodass mancher sein Tattoo wieder loswerden möchte.

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Achten Sie bei der Tattooentfernung unbedingt auf diese Dinge

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Doch bevor Sie unüberlegt los eilen, sollten Sie folgenden Dinge beachten, um ein möglichst geringes Risiko bei der Tattooentfernung zu haben.

Wer bietet die Tattooentfernung an?

Es sind nicht nur Ärzte, die die Tattooentfernung anbieten. Häufig sind es die Anbieter, also die Betreiber von Tattoo-Studios, ebenso wie Kosmetikerinnen, die Tattoos entfernen. Da die Behandlung mit Risiken verbunden ist, sollten Sie sich einem Mediziner anvertrauen.

Wichtig ist, dass Sie den Aufwand und die Risiken, die mit der Tattooentfernung verbunden sind, vor dem Eingriff kennen. Wer einen sachkundigen Dermatologen sucht, kann sich an die Deutsche Gesellschaft für Lasermedizin (DGLM) oder an die Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft (DDL) wenden.

Das Problem bei der Tattooentfernung

Es gibt verschiedene Methoden, ein Tattoo zu entfernen, wobei die gängigste die Lasertherapie ist. Allerdings hat das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) erstmals bei der Entfernung von blauen Tattoos krebserregende und giftige Stoffe gefunden, die als Spaltprodukte bei der Laserbehandlung entstanden sind. Die möglichen Risiken bei der Tattooentfernungsind abhängig von der Größe der Tätowierung, von der Körperstelle, der Beschaffenheit und Konzentration der eintätowierten Pigmente, von der Strahlendosis und von der verwendeten Wellenlänge des Lasers.

Nicht wirklich geklärt ist, welche Inhaltsstoffe in den in einer Tiefe von bis zu vier Millimetern unter der Hautoberfläche tätowierten Farben enthalten sind und was mit Ihnen im Zusammenhang mit der Laserbehandlung geschieht, wohin sie im Körper gelangen und was sie dort bewirken.

Das bedeutet, dass nicht klar ist, welche Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen die Tattooentfernung auslösen kann. Das sollte jedoch niemanden dazu veranlassen, Tattoos mit Milchsäure oder einer Blitzlampe entfernen zu lassen, da beide Methoden die Haut schwer schädigen und bleibende Narben bilden.

Wie funktioniert die Tattooentfernung durch Laserbehandlung?

Der Laserstrahl dringt einige Millimeter in die Haut ein und erwärmt die Pigmente in der Haut. Die mit der Tätowiernadel in die Haut verbrachten Kristalle aus den Farbpigmenten absorbieren das Licht, wodurch die Pigmente zerplatzen. Diese Partikel werden über die Lymphe oder die Blutbahn abtransportiert und über die Niere und den Darm ausgeschieden.

Dabei bleibt allerdings ein Teil der Pigmente im Körper hängen, wobei diese Spaltprodukte nicht nur bei der Tattooentfernung entstehen. Auch UV-Strahlen können tätowierte Pigmentierungen zerstören, ebenso wie im Körper vorhandene Enzyme, die Farben zersetzen können. Das bedeutet, dass Träger von Tattoos grundsätzlich gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, unabhängig davon, ob sie Träger eines Tattoos sind oder dieses entfernen lassen möchten.

Die Folgen der Behandlung und die Zeit danach

Generell lassen sich bunte Tattoos schwerer entfernen als schwarze, die sich am leichtesten weglasern lassen. Bei einem bunten Tattoo kann es passieren, dass nur manche Farben auf die Tattooentfernung ansprechen, während andere verblassen oder überhaupt nicht reagieren, was insbesondere für die Farbe Gelb gilt. Muss die Haut mehrfach behandelt werden, kann das einen bleibenden Pigmentverlust der Haut zur Folge haben, sodass die Haut dort dauerhaft heller ist.

In den ersten Tagen nach einer Laserbehandlung ähnelt die behandelte Stelle einer Schürfwunde, die desinfizierend behandelt und vor Licht und Kleidung durch Abkleben geschützt werden muss. Intensiver Sport oder Schwimmen sind in den darauffolgenden Tagen tabu. Außerdem muss die Haut mehrere Wochen vor Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Größe der Tattoofläche, von den verwendeten Farben sowie von der Hautdicke der betreffenden Person. Durchaus üblich sind sechs bis zehn Laserbehandlungen in einem Abstand von jeweils vier bis sechs Wochen, deren Kosten zwischen 50 und 300 Euro pro Sitzung liegen.

Bildnachweis: mkrberlin / stock.adobe.com

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