Gesundheit Praxistipps

Abnehmen ist das falsche Motiv beim Fasten

Jedes Jahr nach Karneval beginnt die Fastenzeit. Eine gute Gelegenheit, die überschüssigen Karnevalspfunde wieder loszuwerden. Schließlich nimmt man ja ab, wenn man weniger isst. Doch wer dauerhaft abnehmen will, ist mit Fasten falsch beraten.

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Abnehmen ist das falsche Motiv beim Fasten

Fasten bedeutet für jeden etwas anderes. Viele schränken einfach nur ihre Laster ein, hören mit dem Rauchen auf, verzichten auf Alkohol oder Süßigkeiten. Manche fasten aus religiösen Gründen oder suchen eine Selbsterfahrung und für andere ist Abnehmen das vorrangige Motiv.

Fasten kann zum Jojo-Effekt führen
Aber was einen auch immer zum Fasten motiviert, man sollte sich darüber im Klaren sein, was tatsächlich im Körper abläuft. Verzichtet man beispielsweise eine Woche lang auf feste Nahrung, geht der Körper an seine Substanz, um die fehlende Energie auszugleichen. Mit anderen Worten, er beginnt körpereigene Proteine etwa aus der Muskulatur zu verbrennen.

Dieser ungewünschte Nebeneffekt führt genau wie bei den meisten Diäten zum so genannten Jojo-Effekt. Denn nach der Fastenwoche zeigt die Waage zwar ein niedrigeres Gewicht an, aber die so verlorenen Kilos kommen ganz schnell wieder auf die Rippen.

Die bessere Strategie zum Abnehmen
Der messbare Gewichtsverlust resultiert nämlich nicht daraus, dass vermehrt Fett verbrannt wird, sondern aus verlorener Muskelmasse. Und weniger Muskeln heißt weniger Grundumsatz. D. h. unser Körper braucht nach der Fastenwoche weniger Kalorien als vorher. Isst man dennoch wieder genauso wie vorher, werden die nun überschüssigen Kalorien als Fett gespeichert. Eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung sind bessere Strategien zum Abnehmen.

Nachhaltig Abnehmen durch gesunde Ernährung und Sport
Dennoch hat Fasten auch positive Seiten. Obwohl der Gewichtsverlust nicht dauerhaft ist, kann man Fasten als Auftakt nutzen, um ungesunde Gewohnheiten zu ändern; also nach der Fastenkur die Ernährung umstellen und mehr Sport in den Alltag integrieren. Damit fährt man langfristig besser.

Zudem schwärmen Fasten-Anhänger von einem Zustand glücklicher Zufriedenheit, der sich nach etwa drei Tagen einstellt. Das liegt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen daran, dass bei einem freiwilligen Nahrungsentzug mehr Serotonin ausgeschüttet wird. Das sorgt für mehr innere Harmonie und Zufriedenheit.

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