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Abnehmen: Den BMI nicht überbewerten

Lesezeit: 2 Minuten BMI ist zum einen die Abkürzung für das Bundesministerium des Inneren. Zum anderen verbirgt sich hinter diesem Kürzel eine weit verbreitete Formel, mittels der man errechnen kann, ob das eigene Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße "stimmig" ist. Allerdings hat der BMI (Body-Mass-Index) auch Schwächen.

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Abnehmen: Den BMI nicht überbewerten

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Die griffige englische Abkürzung BMI erweckt den Anschein, als wäre sie die Erfindung eines Fitnessgurus. Weit gefehlt! Der Body-Mass-Index wurde bereits im 19. Jahrhundert von einem belgischen Mathematiker entwickelt. Populär wurde er im US-amerikanischen Versicherungswesen: Anhand des BMI wurden die Prämienklassen für Lebensversicherungen festgelegt.

Berechnung des BMI
Der Body-Mass-Index wird nach folgender Formel berechnet:

Körpergewicht in Kilogramm : (Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter) = BMI.

Dementsprechend hätte z. B. ein 75 Kilogramm schwerer Mann bei einer Körpergröße von 1,80 m einen BMI von 23,1. Er wäre somit gemäß der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) normalgewichtig. Wer dagegen auf einen BMI von über 25 kommt, ist laut WHO bereits leicht übergewichtig. Bei einem BMI von unter 19 gilt man als untergewichtig, und bei einem Quotienten von über 30 als behandlungsbedürftig.

BMI ist nicht als objektive Messgröße beim Abnehmen geeignet
Da bei der Berechnung des BMI lediglich die Faktoren Größe und Gewicht berücksichtigt werden, ist das Ergebnis nicht immer aussagekräftig. Denn folgende Punkte müssten eigentlich ebenfalls beachtet werden:

  1. Geschlecht: Der Anteil der Muskelmasse am Gesamtgewicht ist bei Männern von Natur aus höher als bei Frauen. Anders ausgedrückt: Frauen haben genetisch bedingt mehr Fettreserven als Männer. Und Fett wiegt weniger als Muskeln. Daher haben Frauen in der Regel einen niedrigeren BMI, obwohl für sie die gleiche Formel gilt wie für die Männer. 
  2. Alter: Menschen nehmen im Verlauf ihres Lebens auch bei gesunder Lebensweise kontinuierlich zu. Insofern kann beispielsweise ein 60-jähriger Mann mit einem BMI von 27 noch als normalgewichtig angesehen werden.
  3. Sportliche Aktivität: Wie bereits erwähnt, sind Muskeln schwerer als Fett. Daher haben Profi- aber auch ambitionierte Hobbysportler (z. B. Fußball oder Handball) häufig einen BMI im Bereich von 25. Im Boxen oder American Football kann er sogar weit darüber liegen. Niemand würde diese Menschen als übergewichtig bezeichnen. Aber auch sportlich aktive Normalbürger sollten sich durch einen von BMI 25 und mehr nicht beeindrucken lassen. Maßgeblich für Übergewicht ist nämlich der Fettanteil am Gesamtkörpergewicht, und über den trifft der BMI keine Aussage.

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