Familie Praxistipps

9 wichtige Hygiene-Tipps für Kinder im Umgang mit Haustieren

Lesezeit: 2 Minuten Ob Hund, Kaninchen oder Katze - Kinder haben Tiere zum Knuddeln gern. Vor lauter Begeisterung ist allerdings die Hygiene schnell vergessen. Aber auch die niedlichsten Haustiere können Krankheiten übertragen. Bringen Sie Ihrem Kind deshalb die wichtigsten Regeln im Umgang mit Tieren bei.

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9 wichtige Hygiene-Tipps für Kinder im Umgang mit Haustieren

9 wichtige Hygiene-Tipps für Kinder im Umgang mit Haustieren

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Krankheitserreger bei Haustieren

Selbst gepflegte Kleintiere wie Kaninchen, Katzen oder Meerschweinchen können Krankheitserreger in sich tragen. Diese tummeln sich im Fell, im Mundbereich und vor allem im Darm. Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, heißen Zoonosen.

Eine der gefährlichsten und bekanntesten Krankheiten ist die Tollwut. Weitere typische Erreger bei den kleinen Schmusetieren sind Salmonellen oder Pilzinfektionen. Auch ein gesundes Tier kann Krankheitserreger in sich tragen. Diese sind vor allem für kleine Kinder gefährlich, weil deren Immunsystem sich erst im Laufe der Jahre entwickelt.

Gesunde Haustiere

Wer sich ein Tier anschafft, übernimmt eine große Verantwortung. Der erste Gang mit dem neuen Familienmitglied gehört unbedingt zum Tierarzt. Er checkt den Gesundheitszustand des Tieres und verordnet die erforderlichen Maßnahmen.

Katzen und Hunde werden auf jeden Fall gegen Tollwut geimpft. Außerdem ist es ratsam, Kleintiere regelmäßig zu entwurmen. So verringern Sie die Gefahr einer Übertragung mit Bandwürmern. Halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen des Tierarztes, auch wenn dadurch einige Kosten entstehen.

Vorsicht Reptilien

Ein neuer Trend ist die Haltung von Reptilien. Da diese Tiere immer auf dem Boden kriechen, kommen sie zwangsläufig mit ihrem Kot in Berührung. Laut dem Robert-Koch-Institut sind rund 90 Prozent der Reptilien Träger und Ausscheider von Salmonellen.

Diese schaden nicht dem Tier, sind aber besonders für Babys und Kleinkinder gefährlich. Eine Erkrankung kann unter anderem zu lebensbedrohlichem Fieber, Durchfall und Erbrechen führen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), dass Eltern von Kindern unter fünf Jahren auf die Haltung von Reptilien verzichten sollten.

Hygiene-Regeln beachten

Stellen Sie im Umgang mit Tieren verbindliche Regeln auf, an die sich alle Familienmitglieder halten. Erklären Sie Ihrem Kind, dass das kuschelige Kaninchen und die süße Katze auf dem Boden laufen, und ihre Nase in Unrat, Schmutz und anderen unschönen Dingen stecken. Deshalb ist ein bisschen Zurückhaltung angebracht.

  • Es wäre übertrieben, wenn Ihr Kind nach jeder Berührung mit einem Tier panisch die Hände wäscht. Aber vor dem Essen sollte es die Hände gründlich mit Seife reinigen.
  • Nach dem Füttern und der Fellpflege des Tieres immer sofort die Hände waschen.
  • Den Futternapf täglich reinigen und das Trinkwasser für das Tier täglich frisch erneuern.
  • Es ist besser, wenn Erwachsene die Reinigung des Käfigs oder der Katzentoilette erledigen. Tragen Sie am besten Einweghandschuhe. Wenn Sie den Kot von Mäusen oder Ratten beseitigen, atmen Sie nicht den Staub ein. Darin sind die gefährlichen Hantaviren enthalten, die unter anderem Lungenerkrankungen und Nierenversagen auslösen können.
  • Leider wird in Kinderfilmen immer wieder ein falscher Umgang mit Tieren gezeigt. Aber auf keinen Fall sollte sich Ihr Kind von einem Hund das Gesicht abschlecken lassen. Auch Küsse mit Katzen, Meerschweinchen und co. sind zum Wohl der Gesundheit zu unterlassen.
  • Tiere verlieren immer etwas Fell. Deshalb gehören sie auch nicht ins Bett.
  • Baden Sie Ihr Tier möglichst nicht in der Badewanne bzw. desinfizieren Sie diese nach Gebrauch.
  • Die Decken von Katzen und Hunden regelmäßig bei 60 Grad waschen.
  • Lassen Sie Reptilien nicht in der Wohnung und vor allem nicht in der Küche herumkriechen.

Bildnachweis: Aliaksei Lasevich / stock.adobe.com

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