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8 Anwendungsgebiete des Schopftintlings

Lesezeit: 3 Minuten Der Vitalpilz Schopftintling wird lateinisch Coprinus comatus oder im Volksmund Spargelpilz wegen seines unverwechselbaren Aromas als Speisepilz genannt. Er ist sehr gut erforscht und die Inhaltsstoffe auch im Wesentlichen bekannt. Er besitzt einen hohen Vitamin C-Anteil und weitere wichtige Bioaktivsubstanzen, die der Gesundheit des Menschen sehr zuträglich sind.

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8 Anwendungsgebiete des Schopftintlings

8 Anwendungsgebiete des Schopftintlings

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Dieser Schopftintling ist im mitteleuropäischen Bereich beheimatet und wächst in der Zeit von April, Mai bis in den November hinein. In früheren Zeiten wurde seine produzierte Flüssigkeit auch als Tinte benutzt, was ihm auch den Beinamen Tintenschopfling oder einfach nur Tintenpilz eingebracht hat. Die schwarze, tintenähnliche Flüssigkeit entsteht im Selbstauflösungsprozess, welches man Autolyse nennt, an warmen oder heißen Tagen.  Dies geschieht im späten Entwicklungsstadium.

Als Speisepilz hat er ein weißes und festes Fleisch und ein spargelähnliches Aroma, welches sich beim Kochen oder auch Braten voll entfaltet. Geerntet wird dieser Speisepilz in der jungen Entwicklungsphase solange der Pilzhut noch geschlossen und weißlich ist.

Er besitzt neben der wichtigen Ascorbinsäure (Vitamin C) auch Polysaccharide (Fucogalactan) L-Ergothionin und Lektine. Seine ausgewogenen Biovitalsubstanzen an Vitaminen, Spurenelementen und auch Mineralstoffe machen ihn therapeutisch sehr wertvoll.

Durch Laboranalysen wurden unter anderem diese Bioaktivsubstanzen im Schopftintling gefunden:

  • ca. 25 – 38 % Proteine in der Trockenmasse (hoher Eiweißanteil, für Vegetarier und auch Veganer sehr interessant)
  • im Rohprotein wurden 20 Aminosäuren analysiert, von denen die 8 wichtigsten vom menschlichen Organismus gut aufgenommen und essentiell gebraucht werden
  • der Kohlenhydratanteil der Trockenmasse liegt bei ca. 50 %
  • hoher Anteil Vitamin C für ein gut funktionierendes Immunsystem und wichtig für viele weitere Funktionen im menschlichen Organismus
  • viel Kalium und wenig Natrium (Laboranalysen haben ein Verhältnis von 130:1 feststellen können)
  • Vitamin B1, das Thiamin für die Verbesserung des zellulären Kohlenhydrat-Metabolismus
  • Vitamin B2, das Riboflavin
  • Vitamin B3, das Niacin
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Mangan
  • Zink
  • Kupfer
  • Eisen
  • Vanadium

Des Weiteren wurde ein Ballaststoffanteil von bis zu 40 %, ein Fettanteil von bis zu 11 % und auch Rohasche laboranalytisch nachgewiesen werden.

Positive Effekte des Schopftintlings:

Anhand der gut nachgewiesenen Bioaktivsubstanzen kann man sich leicht vorstellen, dass dieser Vital- oder auch Medizinalpilz zur Prophylaxe oder auch Behandlung diverser Erkrankungen eingesetzt werden kann. Durch die ausgewogenen Bioaktivstoffe konnten antibakterielle (hauptsächlich gegen Staphylokokken) und auch antimykotische (gegen  Pilzerkrankungen) Wirkungen wissenschaftlich bewiesen werden.

In der ostasiatischen Medizin, wie z. B. in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), wird dieser Vitalpilz bei Verdauungsbeschwerden jeglicher Art bis hin zu Bindegewebsschwäche, die bei Hämorrhoiden vorliegen, eingesetzt.

Des Weiteren findet er in dieser Region Anwendung bei Tumoren des Stütz- und Bindegewebes, wo er herausragende Heilwirkungen beweisen konnte. Beim bösartigen Bindegewebstumor Sarkoma 180 konnte eine 100-prozentige Zellhemmung festgestellt werden.

Zudem haben die oben aufgeführten Bioaktivsubstanzen des Schopftintlings eine blutzuckersenkende Eigenschaft, sodass dieser Pilz in Kombination mit anderen Vitalpilzen hervorragend bei Diabetes-Patienten eingesetzt werden kann. Die Kombination der Wirkstoffe erhöht die Schutzwirkung und auch die positive Regulation der Insulinproduktion. Es konnte nachgewiesen werden, dass er neben der blutzuckersenkenden Eigenschaft, die Glukosetoleranz (Sensibilisierung und verbesserte Aufnahme der Glukose direkt in die Zellen, um die notwendige Energie für den Körper herzustellen) positiv beeinflusst.

Hierdurch können Spätfolgen beim regelmäßigen Verzehr oder auch Einnahme als Pulver-Kapsel abgeschwächt oder gar verhindert werden.

Anwendungsgebiete des Schopftintlings:

Neben diesen positiven gesundheitlichen Effekten kann der Vitalpilz in Kombination mit anderen Vitalpilzen hervorragend eingesetzt werden bei:

  1. Diabetes mellitus (Typ 2 und auch Typ 1) und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  2. Schutz auf die insulinherstellenden Zellen der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und zwar speziell auf die Zellen der Langerhans-Inseln (Teil der Bauchspeicheldrüse für die Produktion des Insulins)
  3. Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung und Darmflorastörungen
  4. Hämorrhoiden
  5. maligne (bösartige) Tumore des Binde- und Stützgewebes
  6. Reduzierung der Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose
  7. Entzündungen im Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Bereich)
  8. Förderung der Verdauungsfunktionen allgemein

Um diesen positiven Effekt zu erhalten, setzen die Mykotherapeuten bzw. die Ärzte oder Heilpraktiker mit der speziellen Ausbildung zum Mykotherapeuten eine Kombination aus verschiedenen Vitalpilzen als Pulver-Kapseln ein. Neben diesen wichtigen Vitalpilzen sollte man auch auf verschiedene orthomolekulare Substanzen einsetzen. Setzen Sie sich zwecks Ihrer Gesundheitsvorsorge oder auch diversen Erkrankungen mit einem entsprechenden Spezialisten mit der Fachrichtung Naturheil- oder Pilzheilkunde einfach in Verbindung und lassen Sie sich fundiert beraten.

Bildnachweis: Tarabalu / stock.adobe.com

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