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6 PayPal Tipps für mehr Komfort und Sicherheit beim Online-Bezahldienst

Lesezeit: 4 Minuten Der Online-Bezahldienst PayPal gehört für die meisten Windows-PC- und Smartphone-Anwender zu den praktischen Dingen im Internet. Das belegt die Zahl, dass dieses einfache und schnelle Online-Bezahlsystem allein in Deutschland über 15 Millionen Kundenkonten hat. Mit diesen Tipps wird Ihre PayPal-Nutzung noch ein bisschen komfortabler und sicherer.

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6 PayPal Tipps für mehr Komfort und Sicherheit beim Online-Bezahldienst

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Der richtige Umgang mit dem „Bezahlfreund“

Elektronische Bezahlverfahren sind unaufhaltsam im Vormarsch. Unter allen Anbietern ist in Deutschland „PayPal“ (wörtlich „Bezahlfreund“) der Marktführer, das Unternehmen verwaltet inzwischen über 15 Millionen Kundenkonten. Doch warum hat PayPal so großen Erfolg, obgleich dem Unternehmen wegen mancher Geschäftspraktiken speziell außerhalb der USA oft heftig Gegenwind bekommt? Der PayPal-Erfolg gründete zu Anfang im Wesentlichen auf dem Micropayment, mit dem es möglich war, ganz einfach kleine Beträge für die Dienstleistung auf einer Webseite zu entrichten, auch Spendensammlungen nutzen PayPal.

Ein großer Coup gelang dem führenden Auktionshaus eBay, das PayPal 2002 gekauft hat und mit der Verknüpfung von Online-Auktionen mit dem Bezahldienst das System endgültig etablierte. Denn im Umfeld von Kaufen und Verkaufen bringt PayPal einen ganz besonderen Vorteil ins Spiel – die konkurrenzlos hohe Geschwindigkeit der Abwicklung des Geschäftsvorfalls. Allerdings: Wer sich ein PayPal-Konto zulegt, muss sich in vielen Punkten von den hergebrachten Banken-Geschäftsmethoden und -Verfahren verabschieden und mit den PayPal-Besonderheiten arrangieren. Dabei helfen Ihnen ganz sicher die folgenden Praxistipps.

1. eBay und PayPal

PayPal ist inzwischen nicht nur der erfolgreichste Online-Payment-Dienst, darüber hinaus ist er in eBay fest eingebunden. Das geht soweit, dass manche Käufe nur noch möglich sind, wenn über ein PayPal-Konto gezahlt werden kann. Das betrifft speziell viele Käufe aus Fernost. Zwar unterstützten die meisten Verkaufsangebote nach wie vor auch andere Zahlungswege wie die klassische Überweisung, aber eBay bietet den hauseigenen Käuferschutz nur in Kombination mit PayPal an, angeblich, um Betrug durch „schwarze Schafe“ zu erschweren. Dagegen gab es zwar Beschwerden, die wurden aber vom Bundeskartellamt zurückgewiesen.

Wenig bekannt unter eBay-Verkäufern ist, dass das Anbieten der PayPal-Bezahlmethode tatsächlich Einfluss auf die Suchergebnisliste hat. Wer PayPal als Bezahlmethode anbietet, wird in den Suchergebnislisten höher gerankt und somit geschäftsbeschleunigend schneller gefunden.

2. PayPal-Integration für Webseitenbetreiber

Für viele Webseitenbetreiber wie gemeinnützige Vereine oder Stiftungen ist PayPal eine einfache Möglichkeit, eine Spendenmöglichkeit anzubieten. Natürlich können auch Blog-Betreiber und Software-Anbieter PayPal ohne großen Aufwand als Bezahlverfahren oder Donation-Möglichkeit anbieten. Der Vorteil für die Spender oder Käufer: Es fallen keine Gebühren an, auch eine monatliche Grundgebühr kennt PayPal nicht. Allerdings fallen für den Zahlungsempfänger geringe Gebühren an, genaue Auskünfte hierzu finden Sie hier.

Wer PayPal in seine Webseite integrieren möchte, der findet hier alle Informationen dazu.

3. Vorsicht Falle: PayPal-Konto und E-Mail-Adresse

Vom klassischen Banking her sind Sie es gewohnt, Geld an eine bestimmte Bank (Bankleitzahl) und ein bestimmtes Konto zu senden. PayPal ist anders. Hier senden Sie Geld sozusagen an eine E-Mail-Adresse. Die hinterlegte E-Mail-Adresse ist daher von zentraler Bedeutung für die Zuordnung einer Überweisung auf das Konto.

Wer also beispielsweise einer häufig zu lesenden Sicherheitsempfehlung folgt und regelmäßig E-Mail-Adresse und Passwort ändert, der schießt bei PayPal schnell ein Eigentor. Denn wer Zahlungen an die nicht mehr verknüpfte E-Mail-Adresse sendet, der erhält nur eine Allerweltsmeldung, aus der schnell geschlossen wird, das PayPal-Konto sei gesperrt oder aufgelöst.

Es ist also tatsächlich bei PayPal empfehlenswert, ein hochwertiges und sicheres Passwort zu verwenden und in unregelmäßigen Abständen zu wechseln, der Wechsel der verknüpften Mailadresse ist jedoch gut zu überlegen. Denn zwangsläufig müssen Sie alle Geschäftspartner oder Kunden über die neue „PayPal-Mailadresse“ informieren. Sonst gibt es kein Geld und garantiert unliebsame Nachfragen.

4. PayPal, Datenschutz und Betrügereien

Geht es um Geldgeschäfte, geht es auch um das Maximum an Sicherheit. Dazu ist als deutscher Nutzer von PayPal zunächst zu wissen, dass das US-Unternehmen wie schon erwähnt eine 100%-Tochter von eBay ist. Der Hauptsitz des Unternehmens ist San José, das europäische Tochterunternehmen ist PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A. und hat seinen Sitz in Luxemburg.

Es gelten also keine deutschen, sondern luxemburgische Rechte des Bankwesens. Hinzu kommt, dass PayPal (Europe) sich bislang bei allen Rechtsstreitigkeiten darauf berufen hat, keine Bank zu sein, sondern ein Internet-Bezahldienst. Bei der Nutzung von PayPal im betrieblichen Umfeld ist das ein durchaus zu berücksichtigender Umstand.

Weiterhin ist es ein offenes „Geheimnis“, dass PayPal der US-amerikanischen Heimatschutzbehörde alle Kundendaten für den Abgleich mit Listen von Terror- oder Drogenhandel-Verdächtigen zur Verfügung stellt. Es ist angesichts der aktuellen Sicherheitsdiskussion davon auszugehen, dass mindestens auch die NSA, direkt oder indirekt aber wahrscheinlich noch weitere Geheimdienste, über alle PayPal-Konten und auffällige Kontenbewegungen bestens informiert sind.

Tatsache ist: Auch unschuldige Personen sind schon ins Fahndungsraster geraten und von PayPal plötzlich vom Zugriff auf ihr Guthaben ausgeschlossen worden. Welches Fazit Sie aus diesen Informationen ziehen, überlasse ich jetzt mal Ihnen.

5. PayPal und Android-Smartphones

Wer ein Smartphone, speziell mit Android-Betriebssystem betreibt, hat ein besonderes Verhältnis zu PayPal. Denn besonders viele Apps zu diesem Mobile-Betriebssystem sind „kostenlos“, aber werbefinanziert. Sie erkennen solche Apps meist an Werbebannern, die entweder zeitweise oder während der kompletten Anwendungszeit der App eingeblendet werden.

Zwar ist diese Finanzierungsart insofern von Vorteil, als dass sie in aller Regel im Gegensatz zu „Demo-Versionen“ keine funktionalen Beschränkungen mitbringen, die Werbung kann aber trotzdem gehörig nerven und nimmt ja auch einen Teil der Displayfläche weg. Meist können Sie aber mit einer geringen PayPal-Überweisung oder einer „Spende via PayPal“ auf Wunsch die Werbebanner schnell loswerden.

Und selbstverständlich gibt es für die mobile PayPal-Nutzung per Android auch die passende App. Viele Anwender nutzen die PayPal-App im Wesentlichen, um vorhandene PayPal-Gutschriften unkompliziert auf das verknüpfte Bankkonto zu übertragen. Aber darüber hinaus können Sie mit der App auch unterwegs Ihre Transaktionen einsehen, Ihr Guthaben prüfen und Geld senden und anfordern. Sie finden weitere Informationen und die Installation der Android PayPal-App an diesem Direktlink in den Google Play Store.

6. Nur zur Sicherheit: Der PayPal-Sicherheitsschlüssel

Sicherheit spielt beim Online-Banking eine zentrale Rolle. Wer PayPal also sehr häufig oder mit größeren Geldbeträgen nutzt, sollte ganz besonders an einem Maximum an Sicherheit interessiert sein. Dies ist am ehesten zu gewährleisten mit dem speziellen PayPal-Sicherheitsschlüssel.

Dieser Sicherheitsschlüssel ist ein kleines Gerät, das sich auch für das Mitführen am Schlüsselbund eignet. Der Schlüssel erzeugt alle 30 Sekunden einen sechsstelligen Sicherheitscode, den Sie beim Einloggen in Ihr PayPal-Konto zusammen mit dem Mitgliedsnamen und Passwort eingeben. Ist der Sicherheitsschlüssel also aktiviert, haben Sie alles Machbare gegen die Gefahr des Identitätsdiebstahls für Ihre PayPal-Nutzung getan.

Ein wenig unverständlich ist unter diesem Gesichtspunkt, dass sich PayPal den Sicherheitsschlüssel mit einmaligen 23 Euro bezahlen lässt und diese Kosten zur Sicherheitsmaximierung vollständig auf die Kunden abwälzt. Immerhin: Wer Online-Auktionen tätigt, hat einen Doppelnutzen aus dem Sicherheitsschlüssel. Denn neben der reinen Nutzung für PayPal-Transaktionen kann der Sicherheitsschlüssel auch für Ihr eBay-Konto aktiviert werden.

Weitere Tipps zu Banking und Sicherheit finden Sie in diesen Artikeln

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