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6 Maßnahmen zur Optimierung des Raumklimas

Lesezeit: 3 Minuten Ein gutes Raumklima im Büro und in den eigenen vier Wände ist sehr wichtig. Denn die Belastung durch Schadstoffe wie Feinstaub, durch Pollen oder gar Bakterien kann in Innenräumen stärker sein als im Freien. Doch wie lässt sich das Raumklima optimieren? Die folgenden Tipps zeigen es genauer auf.

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6 Maßnahmen zur Optimierung des Raumklimas

6 Maßnahmen zur Optimierung des Raumklimas

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  • Richtig Lüften

Stoßlüften ist besser als Dauer-Kipplüften – im Sommer ist es natürlich auch möglich, das Fenster mal länger groß offenstehen zu lassen. Ansonsten heißt es, zwei bis vier Mal täglich den Raum bzw. die komplette Wohnung für fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Sind tagsüber alle außer Haus, genügt auch ein einmaliges gründliches Stoßlüften. Besonders effektiv ist das Lüften per Durchzug. Hierzu werden alle Fenster und Türen im Haus, der Wohnung oder im Bürokomplex für einige Minuten geöffnet.

Beim Lüften im Winter immer daran denken, die Heizung vor dem Öffnen der Fenster auszuschalten.

Hinweis: Bad und Küche sollten besonders häufig gelüftet werden, denn hier kommt es durch Baden, Duschen oder Kochen zu einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit.

Die optimale Luftfeuchtigkeit

Entscheidend für eine gutes Raumklima ist vor allem die Luftfeuchtigkeit. Idealerweise liegt diese zwischen 40 und 60 Prozent. Bei einer höheren Luftfeuchtigkeit ist das Risiko einer Schimmelbildung verstärkt. Eine niedrigere Luftfeuchtigkeit belastet die Schleimhäute. Über ein Hygrometer kann die Luftfeuchtigkeit gemessen und dann bei Bedarf durch geeignete Maßnahmen verbessert werden.

  • Luftwäscher nutzen

Sogenannte Luftwäscher – auch als Luftreiniger bezeichnet – helfen dabei, Staub, Pollen, Tierhaare und Bakterien aus der Luft zu filtern und sind damit nicht nur, aber vor allem für Allergiker optimal. Beim Kauf eines Luftwäschers gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. Wie effizient ein Luftwäscher ist, hängt vor allem davon ab, ob man ein Gerät wählt, das zur Größe des Raums passt. Des Weiteren spielt das Fassungsvermögen des Wassertanks eine Rolle und es lohnt sich, auf die Anzahl der Leistungsstufen zu achten. Und auch die Bauart des Geräts sollte beachtet werden.

Für Allergiker ist es darüber hinaus wichtig, welches Filtersystem verwendet wird. Das Filtersystem ist entscheidend dafür, welche Partikel genau aus der Luft gewaschen werden. Einen Vorfilter, der die Luft von gröberen Teilchen wie Tierhaaren befreit, besitzen alle Luftwäscher. Luftwäscher mit HEPA Filter können auch sehr kleine Teilchen wie Hausstaub und Pollen aufnehmen. Aktivkohlefilter können selbst Gerüche beseitigen, da sie gasförmige Stoffe absorbieren. Zusätzlich gibt es noch elektrostatische Filter, die zur Staubbeseitigung besonders geeignet sind. Mit diesem Luftwäscher Test können Verbraucher vorher genau checken, welches Gerätwelche Funktionen hat und somit eine informierte Entscheidung treffen.

Übrigens: In der Regel funktionieren Luftwäscher zugleich auch als Luftbefeuchter. Denn sie saugen Luft an und leiten sie durch ein Wasserbad. Dort wird die Luft mit Wasser angereichert und die Luftfeuchtigkeit im Raum verändert sich. Es gibt sogar Modelle, die mit Duftessenzen befüllt werden können und so nicht nur das Raumklima verbessern, sondern auch einen angenehmen Geruch in den Räumlichkeiten verteilen.

  • Luftbefeuchter verwenden

Nicht zu verwechseln mit den Luftwäschern sind die Luftbefeuchter. Diese reinigen die Luft nicht, sie sorgen lediglich dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht wird, was bereits zu einem deutlich verbesserten Raumklima beitragen kann. Besonders in den Wintermonaten und der trockenen Heizungsluft kann der Einsatz eines Luftbefeuchters sehr angenehm sein. Luftbefeuchter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Dazu gehören:

  • Verdunster: Diese werden einfach mit Wasser befüllt, das von alleine verdunstet.
  • Verdampfer: Im Unterschied zu einem Verdunster benötigt ein Verdampfer Strom. Im Verdampfer wird das Wasser aktiv erhitzt, Wasserdampf verteilt sich im Raum. Der Vorteil ist, dass eventuell im Wasser enthaltene Keime auf diese Weise vernichtet werden und nicht in die Raumluft gelangen.
  • Zerstäuber: Bei einem Zerstäuber wird das Wasser über eine kleine Düse in den Raum abgegeben und die kleinen Wassertropfen werden über einen Ventilator zerstäubt.
  • Dekorativ und praktisch: Pflanzen für eine gute Raumluft

Auch mithilfe von Pflanzen lässt sich das Klima in Innenräumen verbessern. Denn die Pflanzen nehmen Schadstoffe auf und geben Sauerstoff ab. Besonders geeignet sind zur Verbesserung des Raumklimas Pflanzen mit großen Blättern wie die aktuell sehr beliebte Monstera. Diese Pflanzen haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie meist relativ pflegeleicht sind. Zudem neigen sie nicht wie manch eine blühende Pflanze dazu, einen Duft zu verströmen, der nicht jedem liegt.

  • Von Anfang an das Raumklima im Sinn

Wer neu baut oder sein Haus saniert, ist gut beraten, wenn er von Anfang an auch das Raumklima im Blick hat. Denn schon die Auswahl von Baustoffen entscheidet darüber, wie das Raumklima ausfällt. Für ein angenehmes Klima eignen sich vor allem natürliche Baustoffe wie Holz und Kork als Fußbodenbelag und mineralischer Kalkputz an den Wänden. Diese Materialien können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und wirken so regulierend auf die Luftfeuchtigkeit.

Des Weiteren ist es ratsam für ein gesundes Raumklima bei der Auswahl von Möbeln und Wandfarben auf Schadstofffreiheit zu achten.

  • Auf die Reinigung kommt es an

Besonders wenn mehrere Personen und gegebenenfalls noch Haustiere sich Räumlichkeiten teilen, wird die Raumluft schnell „verbraucht“, das Raumklima belastet. Eine regelmäßige Reinigung der Räume ist damit für ein gutes Klima nicht zu unterschätzen. Dabei können auch spezielle Reinigungsgeräte wie Staubsauger mit Allergiefilter zum Einsatz kommen. Und es sollte bei der Wahl der Reinigungsmittel auf mögliche Schadstofffreiheit geachtet werden.

Fazit: Mit den richtigen Maßnahmen zu einem schönen Raumklima

Um ein gutes Raumklima zu wahren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die sich auch gut kombiniert einsetzen lassen. Die positive Wirkung des richtigen Raumklimas macht sich in vielfacher Hinsicht bemerkbar. In einem Raum mit guter Luft fällt die Konzentration leichter und unsere Leistungsfähigkeit steigt. Das Immunsystem wird geschont und der Schlaf ist erholsamer. Außerdem sind gut klimatisierte Räume seltener von Schimmelbefall betroffen. Wer diese Vorteile nutzen möchte, kann mit den obigen Maßnahmen einen guten Startpunkt setzen.

Bildnachweis: metamorworks / stock.adobe.com

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