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5 wirkungsvolle Tipps gegen Verstopfung in der Schwangerschaft

Lesezeit: 3 Minuten Verstopfung in der Schwangerschaft gehört zu den am häufigsten auftretenden Nebenerscheinungen in den Wochen und Monaten vor der Geburt. Gründe dafür sind vor allem der Druck des heranwachsenden Ungeborenen und der veränderte Flüssigkeitshaushalt der werdenden Mutter.

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5 wirkungsvolle Tipps gegen Verstopfung in der Schwangerschaft

5 wirkungsvolle Tipps gegen Verstopfung in der Schwangerschaft

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Hier kommen fünf wertvolle Tipps, wie Sie diesem lästigen Übel effektiv begegnen können.

1. Ernähren Sie sich ballaststoffreich

Das effektivste Mittel gegen Verstopfung in der Schwangerschaft ist eine möglichst ballaststoffreiche Ernährung. Essen Sie viel Obst und Gemüse, bestellen Sie sich im Restaurant zum Hauptgericht immer auch einen Salat und setzen Sie bevorzugt auf Vollkornprodukte. Wenn Sie es mögen, können Sie auch Müsli oder Trockenpflaumen zu sich nehmen. Im Gegenzug sollten Sie vor allem Weißmehl meiden. Gewöhnliche Frühstücksbrötchen sind daher besser tabu.

Wählen Sie stattdessen lieber Varianten mit Sonnenblumenkernen oder ähnlichem. Reduzieren Sie zudem auch den Genuss von Schokolade, um Verstopfung in der Schwangerschaft zu vermeiden. Anzuraten ist es ferner, jeden Tag einen Naturjoghurt mit ein oder zwei Esslöffeln geschrotetem Leinsamen zu sich zu nehmen. Denken Sie hier allerdings daran, unbedingt ein Glas Wasser oder eine große Tasse Tee dazu zu trinken, da Leinsamen anderenfalls verstopfend wirken können. Gegebenenfalls können Sie auch Obst (z. B. Pfirsichstückchen) in den Joghurt rühren.

2. Trinken Sie viel

Ein weiteres probates Mittel gegen Verstopfung in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Versuchen Sie, bis zu zwei Liter am Tag zu trinken. Um Blähungen und damit Bauchschmerzen zu vermeiden, empfiehlt es sich, keine Getränke zu konsumieren, die Kohlensäure enthalten. Verzichten Sie also auf sprudelndes Mineralwasser, Limonade sowie Cola und greifen Sie stattdessen zu stillem Wasser.

Übrigens: Auch Leitungswasser können Sie in fast allen Regionen Deutschlands bedenkenlos zu sich nehmen. Da für Trinkwasser strengere Vorschriften gelten als für Mineral- oder Tafelwasser, sind Sie hier so gut wie immer auf der sicheren Seite und sparen unterm Strich auch eine Menge Geld.

3. Bewegung tut gut

Bewegung regt die Darmtätigkeit an und hilft effektiv gegen Verstopfung in der Schwangerschaft. Nehmen Sie sich daher täglich Zeit für einen möglichst ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft. Dies tut Ihrem Körper und ihrer Seele auch in anderer Hinsicht gut, da die erhöhte Sauerstoffzufuhr eine wichtige Kraftquelle für Mutter und Kind ist.

Vor allem in den ersten Schwangerschaftsmonaten können auch Radfahren und Schwimmen – in Maßen – wirkungsvoll sein. Sprechen Sie bei diesen und ähnlichen Sportarten aber vorher sicherheitshalber mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen sagen, was in Ihrem konkreten Fall zu empfehlen ist und was Sie lieber lassen sollten.

4. Nehmen Sie sich Zeit für den Toilettengang

Ein wichtiger Rat ist es, sich insbesondere bei bereits bestehender Verstopfung in der Schwangerschaft ausreichend Zeit für den morgendlichen Toilettengang zu nehmen. Lassen Sie sich nicht drängen und setzen Sie sich auch nicht selbst unter Druck. Achten Sie auch darauf, wie Sie auf der Toilette sitzen. Wenn möglich, sollten Sie die Füße auf eine leicht erhöhte Ebene bringen. Hierfür können Sie eine kleinere Fußbank oder auch einen speziellen Toilettenhocker verwenden.

Durch die bei einer derartigen Sitzposition veränderte Körperhaltung wird der Enddarm weniger abgeknickt und eine Stuhlentleerung einfacher. Auch Hämorrhoiden lassen sich auf diese Weise oftmals vermeiden. Stellen Sie aber in jedem Falle sicher, dass Bank oder Hocker nicht wegrutschen können!

5. Beseitigen Sie eine bestehende Verstopfung auf natürliche Weise

Wenn Sie bereits an einer Verstopfung in der Schwangerschaft leiden, können Sie mit relativ einfachen und natürlichen Maßnahmen effektiv dagegen vorgehen. Trinken Sie am besten gleich morgens nach dem Aufstehen ein kaltes Glas Wasser oder nehmen Sie 200 ml Orangensaft oder Buttermilch zu sich. So regen Sie die Verdauung an und erreichen in den meisten Fällen schon nach kurzer Zeit eine Stuhlentleerung.

Möglich ist es ferner, über Nacht eine getrocknete Feige oder eine Backpflaume in warmem Wasser einzuweichen und diese am Morgen auf nüchternen Magen zu sich zu nehmen. Trinken Sie dazu auch einige Schlucke von der Flüssigkeit, in welcher das Obst eingeweicht war. Auch ein tägliches Glas Sauerkrautsaft kann bei Verstopfungen in der Schwangerschaft Wunder wirken. Ganz grundsätzlich sind pharmazeutische Abführmittel nicht zu empfehlen. Nur in sehr schwierigen Fällen kann es sinnvoll sein, Medikamente einzusetzen. Dies sollten Sie aber immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Bildnachweis: Tomsickova / stock.adobe.com

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