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5 Fakten über Wirbelgleiten

Lesezeit: 2 Minuten Wirbelgleiten, im Fachjargon als "Spondylolisthesis" bezeichnet, ist eine Verschiebung von zwei Wirbeln gegeneinander. Bei dieser Instabilität der Wirbelsäule arbeiten gewissermaßen zwei Wirbel gegeneinander und üben gegenseitigen Druck aus, was bei Betroffenen zu Beschwerden führen kann, aber nicht zwingend muss.

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5 Fakten über Wirbelgleiten

Lesezeit: 2 Minuten

  1. Sport und Verschleiß
  2. Nicht immer Schmerzen
  3. Auswirkungen auf andere Körperteile
  4. Die Behandlung
  5. Letzter Ausweg OP

Diese fünf Fakten über Spondylolisthesis sind besonders wissenswert!

1.Oftmals sind zu viel Sport und Verschleiß der Grund

Das Wirbelgleiten resultiert aus einer Instabilität der Wirbelsäule, welche wiederum aus einer Abnutzung der entsprechenden Wirbel und Zwischenwirbel resultiert.

Häufig kommt das vor allem bei Kindern und Jugendlichen vor, die regelmäßig einem fordernden Leistungssport nachgehen. Besonders Leichtathleten und Turner sind häufig von einer Spondylolisthesis betroffen. Auch ein angeborener Effekt als Ursache ist denkbar, welcher durch intensiven Sport erst zu merklichen Beschwerden führt. Bei dem angeborenen Defekt erlaubt eine Unterbrechung der Wirbelstruktur das Verrutschen beziehungsweise Gleiten der Wirbel nach vorne.

2. Ein Wirbelgleiten ist nicht immer mit Schmerzen verbunden

Die Spondylolisthesis ist für Betroffene nicht unbedingt mit Schmerzen oder gar akuten und starken Schmerzerscheinungen verbunden. Ganz im Gegenteil, oftmals ist eine Spondylolisthesis sogar ein sogenannter Zufallsbefund, der bei einer Routineuntersuchung oder einem anderen Krankheitsbefund entdeckt wird.

Dennoch ist der schmerzfreie Zustand keinesfalls eine allgemeine Faustregel. So sind akute Schmerzen durchaus möglich, sobald die gegeneinander geschobenen Wirbel für eingeklemmte Nerven beziehungsweise Nervenenden sorgen. In diesem Fall kann es im schlimmsten Fall sogar zu einem kompletten Ausfall des Nervs führen, da die zwei Wirbel dauerhafte Schäden an ihm verursachten. Sofern ein Wirbelgleiten diagnostiziert wurde, egal ob per Zufall oder mit zielgerichteten Untersuchungen, sollte mit medizinischer Hilfe auch entsprechend gehandelt werden.

3. Die Spondylolisthesis kann negative Auswirkungen auf andere Körperteile besitzen

Das Gleiten zweier Wirbel aufeinander ist nicht nur für in der Nähe befindliche Nervenenden gefährlich, sondern wirkt sich auch negativ auf andere Apparate des Körpers aus. So ist beispielsweise erwiesen, dass bei einem Wirbelgleiten auch die Bandscheibe stark verschleißt, was wiederum die Chance auf einen Bandscheibenvorfall signifikant erhöht. Auch Wirbelgelenke werden durch das Gleiten stark abgenutzt, was wiederum zu einer Spondylarthrose, einem anderen Krankheitsbild, führen könnte.

Beide Vorfälle, also die Spondylarthrose und der Bandscheibenvorfall, sind mit starken Schmerzen und weiteren Gefahren verbunden. Auch aus diesem Grund werden diagnostizierte Wirbelgleiten möglichst frühzeitig angegangen.

4. Das Wirbelgleiten kann auch ohne chirurgische Eingriffe behandelt werden

Zum aktuellen Zeitpunkt existiert keine Allround-Lösung oder allgemeine Leitlinie, um eine Spondylolisthese behandeln zu können. Stattdessen wird in erster Linie nach der Erfahrung und den Standards des Mediziners vorgegangen, was auch eine Behandlung komplett ohne operativen Eingriff erlaubt.

So wird als Therapie eine langfristig angelegte Rückengymnastik genutzt, die den Rücken und damit auch die Wirbelsäule nachhaltig stärken und gesund formen soll. Auch Schmerzbehandlungen über PRT sind denkbar, ebenso wie Massagen bei Patienten üblicherweise als schmerzlindernd empfunden werden. Auch klassische Physiotherapie oder Rumpforthesen sind als Behandlungsvariante einzeln oder in Kombination zu anderen Methoden denkbar.

5. Mitunter ist eine OP unumgänglich

Nicht immer lässt sich die Spondylolisthese tatsächlich ohne operativen Eingriff behandeln. Eine OP wird dann erwogen, wenn es zu nicht länger beherrschbaren Schmerzen kommt, das Wirbelgleiten signifikant zunimmt oder es zu muskulären Ausfällen kommt. Auch bei Inkontinenz als Folge des Gleitens wird eine OP notwendig.

Bei der Operation wird der Versuch unternommen, den entglittenen Wirbel wieder in seine ursprüngliche, gesunde Position zu verschieben und anschließend ein weiteres Gleiten durch Schrauben verhindert. Die OP gilt durchaus als Eingriff der größeren Art und wird daher nur dann unternommen, wenn andere Behandlungsmethoden gescheitert sind.

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