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5 erweiterte Linux Versionen, die Ihren PC noch individueller machen

Lesezeit: 2 Minuten Betriebssysteme gibt es viele - doch welche Optionen haben Sie, Ihren Computer wirklich individuell zu konfigurieren? Verschiedene erweiterte Linux Versionen bieten diese Möglichkeit: Sie installieren genau das, was Sie benötigen, auf überflüssigen Ballast verzichten Sie.

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5 erweiterte Linux Versionen, die Ihren PC noch individueller machen

Lesezeit: 2 Minuten

So bestimmen Sie selbst, was Ihr PC kann. Diese 5 erweiterten Linux-Versionen machen es Ihnen möglich:

  1. Arch Linux
  2. Slackware
  3. Gentoo Linux
  4. Scratch
  5. Kali Linux

1. Arch Linux

KISS – Keep it simple (and) stupid – lautet das Motto von Arch Linux. Das bedeutet, dass das Grundsystem sehr schlank gehalten ist. Deshalb wird auch auf eine grafische Installationsroutine mit automatischer Konfiguration verzichtet. Beides erfolgt mittels Kommandozeilenbefehlen – auch die Festplattenpartitionierung, Hardwarekonfiguration und Netzwerkeinrichtung.

Wie andere erweiterte Linux Versionen ist Arch daher eher für Fortgeschrittene geeignet, beziehungsweise erfordert eine entsprechende Einarbeitung. Ist das Grundsystem installiert, haben Sie die Freiheit, eine grafische Oberfläche und Software Ihrer Wahl zu ergänzen. Dabei können Sie auf offizielle oder auch selbst erstellte Pakete zurückgreifen, wobei Sie die systemeigene Paketverwaltung Pacman nutzen. Sie gestalten also Ihr System völlig frei.

2. Slackware

Slackware als eine der ältesten Linux-Distributionen, folgt ebenfalls dem KISS-Prinzip und ähnelt noch stark dem zugrunde liegenden Unix. Daher eignet sich Slackware ausgezeichnet als Grundsystem für andere, bekanntere Distributionen. Die Pakete für die Grundinstallation sind minimalistisch gehalten und auch hier wird auf eine Installationsroutine verzichtet. Allerdings können Sie auf verschiedene unterstützende Skripte zurückgreifen, welche die Erstkonfiguration erleichtern.

Nach der Grundinstallation haben Sie wiederum jegliche Freiheit, Systemdateien anzupassen und das Betriebssystem um beliebige Anwendungen zu ergänzen. Dazu ist die Kompilierung von Quellcodes erforderlich und Paketabhängigkeiten werden nicht vom System geprüft. Die Entscheidung, was installiert wird, liegt also ganz bei Ihnen.

3. Gentoo Linux

Eine alternative quellcodebasierte Distribution ist Gentoo – auch hier ist eine hohe Kontrolle über das eigene System möglich. Wie obige erweiterte Linux Versionen verfügt Gentoo nicht über eine Installationsroutine: Der Quellcode der Distribution muss zur Installation kompiliert werden, was einerseits aufwendig ist, andererseits jedoch jegliche Konfigurationsfreiheiten bietet. Der Paketverwaltung dient Portage – hier wird ebenfalls mit Quelltexten gearbeitet, die zu individuellen Paketen zusammengestellt werden können. Ein wesentlicher Vorteil liegt neben der freien Auswahl und Konfiguration der Anwendungen darin, dass Sie Gentoo auf nahezu jeder Hardware-Architektur installieren können.

4. Scratch

Scratch – genauer "Linux from Scratch" (LFS) – ist keine Distribution im eigentlichen Sinne, sondern bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Betriebssystem zu kreieren. Sie können es als Distributionsbaukasten verstehen, bei welchem Sie zunächst ein minimales Grundsystem aus heruntergeladenen Quelltexten generieren, welches anschließend um beliebige Komponenten ergänzt wird. Auch deren Übersetzung und Anpassung erfolgt über einzelne Quellcodes.

Scratch erfordert also mehr Einarbeitung und Zeitaufwand als andere erweiterte Linux Versionen, bietet dafür aber jegliche erdenkliche Freiheiten, den PC individuell einzurichten. Zudem lernen Sie das Prinzip von Linux von Grund auf und verfügen nach der Installation über ein völlig transparentes, flexibel erweiterbares System.

5. Kali Linux

Das auf Debian basierende Kali Linux verfügt, anders als andere vorgestellte erweiterte Linux Versionen, über eine grafische Installationsroutine und kann alternativ als Live-System oder in einer virtuellen Maschine gestartet werden. Die Distribution wurde konzipiert, um Schwachstellen in Systemen und Netzwerken aufzudecken. Kali ist zu diesem Zweck von Haus aus mit Testing- und Hacking-Tools ausgestattet.

Diese dürfen Sie selbstverständlich nur zum Analysieren der eigenen Arbeitsumgebung beziehungsweise Netzwerkumgebung einsetzen oder mit ausdrücklicher Genehmigung zum Testen eines fremden Systems. Dabei können Sie auch Virenattacken, Hackerangriffe und mehr simulieren. Das gibt Ihnen Gelegenheit, Ihr System entsprechend zu konfigurieren, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen.

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