Gesundheit Praxistipps

4 Tipps, was Sie bei verdächtigen Muttermalen tun können

Lesezeit: 2 Minuten Ein Muttermal ist oftmals tatsächlich nur das: ein unschöner, sichtbarer Fleck auf der Haut. Muttermale haben aber auch das Potential, sich zu gefährlichem Hautkrebs zu entwickeln. Deshalb ist es für Männer und Frauen gleichermaßen wichtig, frühzeitig bei verdächtigen Muttermalen zu reagieren. Die folgenden vier Tipps helfen Ihnen dabei.

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4 Tipps, was Sie bei verdächtigen Muttermalen tun können

4 Tipps, was Sie bei verdächtigen Muttermalen tun können

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Lesen Sie die folgenden Tipps, um ein Muttermal frühzeitig zu erkennen und Hautkrebs vorzubeugen.

1. Die ABCDE-Regel anwenden

Die ABCDE-Regel hilft Ihnen bei der ersten Diagnose eines Muttermals. Sie ersetzt besonders langfristig keinen medizinischen Rat, stellt aber sicher, dass Sie einen ersten Eindruck über das Muttermal gewinnen können. ABCDE deshalb, weil sich diese Regel in ihrem Vorgehen aus insgesamt 5 Schritten/Punkten zusammensetzt. Diese bauen sich wie folgt auf:

A für Asymmetrie: Ein rundes oder oval geformtes Muttermal gilt als unauffällig, auffällig werden sie dann, wenn deutliche Abweichungen in der Symmetrie sichtbar werden.

B für Begrenzung: Sie sollten bei dem Muttermal untersuchen, ob dieses scharfe, deutlich gezogene Grenzen aufweist. Sehen die Grenzen verwaschen aus, ist hingegen Vorsicht geboten.

C für Color: Untersuchen Sie nun die Farbe des Muttermals. Ein einheitlicher Ton ist weniger beunruhigend als mehrere verschiedene Farbnuancen.

D für Durchmesser: Muttermale mit einem Durchmesser von fünf Millimeter oder mehr sollten immer von einem Mediziner untersucht werden.

E für Entwicklung: Verfolgen Sie die langfristige Entwicklung des Muttermals und versuchen Sie gegebenenfalls Veränderungen festzustellen. Dabei können unter anderem Fotos helfen.

Die Methode gibt Ihnen einen ersten Überblick über das Muttermal und empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie nur wenige Muttermale besitzen. Bei einer größeren Menge oder wenn sich Auffälligkeiten bei der ABCDE-Regel ergaben, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

2. Nutzen Sie die Möglichkeit von Vorsorgeuntersuchungen

Die meisten Krankenkassen (die gesetzlichen Versicherer immer) zahlen sogenannte Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen. Bei diesen gehen Sie im Takt von zwei oder drei Jahren zum Hautarzt, welcher dann die Veränderungen Ihrer Haut gründlich unter die Lupe nimmt. Die Regelmäßigkeit der Vorsorge empfiehlt sich deshalb, weil sich die Haut mit dem Alter kontinuierlich verändert. Wer hingegen die Option der Vorsorge nutzt, erhält nicht nur Gewissheit, sondern kann verdächtige Muttermale auch frühzeitig erkennen und behandeln lassen. Ab einem Alter von 35 Jahren oder bei einer Hautkrebshistorie in der Familie empfehlen sich die Untersuchungen aller zwei Jahre oder sogar auf jährlicher Basis.

3. Bei Unregelmäßigkeiten unmittelbar zum Hautarzt gehen

Haben Sie Unregelmäßigkeiten bei einem Muttermal festgestellt, zum Beispiel über die ABCDE-Methode, sollten Sie sofort einen Termin beim Hautarzt Ihres Vertrauens vereinbaren. Dieser schaut sich dann mindestens das jeweilige Muttermal genauer an, nimmt das normalerweise aber auch zum Anlass, eine ganzheitliche Untersuchung zu vollziehen. Gehen Sie also nicht aller ein bis drei Jahre zur Routine, sollten Sie mindestens Auffälligkeiten sofort untersuchen lassen.

Je nachdem, was bei der Untersuchung herauskam, können mit dem Arzt dann weitere Schritte zur Behandlung abgesprochen werden. Stellen Sie häufiger Unregelmäßigkeiten fest, sollten Sie außerdem die pralle Sonne meiden und/oder auf einen guten Sonnenschutz vertrauen. Gleiches gilt für die Risikogruppe, die zum Beispiel schon Hautkrebs in der Familie hatte.

4. Ein Muttermal herausschneiden/stanzen lassen

Sofern Muttermale im Verdacht stehen bösartig zu sein, können diese durch einen Hausarzt entfernt werden. Dafür existieren verschiedene Verfahren, die größeren Muttermale werden meist mit einem Skalpell entfernt, kleinere werden herausgestanzt. Die Wunde wird im Anschluss vernäht.

Die Behandlung mit dem Laser empfiehlt sich bei verdächtigen Malen nicht immer, da das Gewebe dabei so verbrannt wird, das es später nicht erneut untersucht werden kann. Klären Sie die Vorgehensweise daher entsprechend mit Ihrem Hausarzt ab.

Bildnachweis: Damian Gretka / stock.adobe.com

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