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4 Beautytipps aus anderen Kulturen: Das können Sie lernen

Lesezeit: 3 Minuten Dass man von anderen Kulturen viel lernen kann, sollte jedem bewusst sein. Das gilt auch im Beautybereich. Fast jeder Teil der Welt hat seine eigenen Schönheitsrituale, seine eigene Perspektive auf Schönheit. Was andere Kulturen uns lehren können, erfahren Sie hier.

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4 Beautytipps aus anderen Kulturen: Das können Sie lernen

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Andere Kulturen zu entdecken ist immer interessant. Fast immer gibt es etwas zu lernen und Neues zu entdecken. Das gilt zum Beispiel für Essen, aber genauso für Kosmetik. Je nach Klima und Schönheitsideal haben sich verschiedenste Rituale herausgebildet, von denen viele auch eine spirituelle Komponente haben. Perfekt also, sich einmal fallen zu lassen, zu entspannen und den Alltag zu vergessen. Aber auch ganz praktische Ansätze haben sich gebildet.

Asien: Blasser Teint schützt vor Hautkrebs

Asien, vor allem Japan, ist bekannt für sein Schönheitsideal eines möglichst blassen, ebenmäßigen Teints. Um einen solchen Porzellanteint zu erreichen, schützen sich die Frauen sorgfältig vor Sonne. Sogar bei wenigen Schritten vor die Tür wird gerne ein Sonnenschirm aufgespannt. Ansonsten ist ein hoher Lichtschutzfaktor Pflicht. Manche greifen auch zu bleichenden Cremes, das kann der Haut aber schnell schaden.

Ein hoher Lichtschutzfaktor und vornehme Blässe sind – von Schönheitsidealen abgesehen – jedoch der beste Schutz gegen Hautkrebs. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko dafür enorm. Und auch Falten, Pigment- und Altersflecken tauchen auf oft der Sonne ausgesetzter Haut viel häufiger auf. Von mitteleuropäischen Schönheitsidealen abgesehen, kann man also besser Mut zur Blässe haben oder aber Selbstbräuner nutzen, anstatt seine Haut der Sonne auszusetzen. Dennoch braucht der Körper Sonne zur Bildung von Vitamin D, nur übertreiben sollte man es nicht.

Asien: Tuchmasken für zwischendurch

Ein Trend, der in Deutschland deutlich weiter verbreitet ist, als ein blasser Teint, sind Tuchmasken. Dennoch gibt es in Asien, wo Tuchmasken ihren Ursprung haben, doch noch deutlich mehr Auswahl.

Tuchmasken sind getränkte Vliesstücke, die auf das Gesicht gelegt werden. Augen und Mund sind ausgespart. Sitzt die Maske gut und ist nicht zu feucht, kann sie zwischendurch aufgelegt werden, ohne dass man eine Pause in dem einlegen muss, was man gerade tut.

Gerade für zwischendurch sind Tuchmasken perfekt geeignet. Die meisten spenden vor allem Feuchtigkeit, oft mit Zusatzfunktionen wie dem Beruhigen oder Erfrischen der Haut. Die Masken werden einfach auf das gereinigte Gesicht aufgetragen. Nach zehn bis fünfzehn Minuten wird die Maske abgenommen und der Rest des Wirkstoffs kann in die Haut einmassiert werden.

Besonders gut funktionieren die Masken, weil sich die Haut darunter erwärmt. So können Wirkstoffe durch die erweiterten Poren gut aufgenommen werden. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Tuchmasken von verschiedenen Firmen.

Orient: Entspannung total im Hamam

Wer absolute Entspannung mit Körperpflege und einem exotischen Element kombinieren möchte, ist im Hamam genau richtig. Das türkische Dampfbad vereint körperliche und seelische Entspannung. Dazu gibt es einen Schwitzraum und einen Ruheraum. Nach dem Dampfbad wird man vom Tellak (BademeisterIn) mit dichtem Schaum eingerieben. Auch Peelings mit einem Ziegenhaar- oder Wildseidenhandschuh werden angeboten.

Besonders gut ist die Kombination aus ungefähr vierzig Grad warmer, feuchter Luft und dem Peeling. So werden die Poren geöffnet, Hautschüppchen entfernt und die Haut zur Erneuerung angeregt. Viele Frauen nutzen abschließend gerne Halawa zur Haarentfernung. Mit dieser Paste aus Zucker und Zitronensaft werden die Härchen mit der Wuchsrichtung ausgerissen. Das tut weniger weh als Heißwachs und lässt die Haare erst nach mehreren Wochen wieder nachwachsen.

Nach Abschluss der Pflege gibt es in dem kühleren Ruheraum die Möglichkeit, sich zu entspannen. Die Wärme wirkt Verspannungen entgegen, fördert die Durchblutung und steigert allgemein das Wohlbefinden. Hamams gibt es inzwischen in vielen deutschen Großstädten und auch viele Wellnesshotels bieten entsprechende Schwitzräume an.

Skandinavien: Warum saunieren so gesund ist

Wer an Skandinavien und Wellness denkt, wird als erstes bei der Sauna landen. Tatsächlich holt Deutschland beim saunieren auf, aber Skandinavien ist nach wie vor die Nummer Eins wenn es um ritualisiertes Schwitzen geht.

Bei sechzig bis neunzig Grad und nur zehn Prozent Luftfeuchtigkeit verliert man bis zu einen halben Liter Flüssigkeit, die danach wieder aufgetankt werden sollte. Das Schwitzen reinigt jedoch geleichzeitig die Haut, vor allem die Gesichtshaut wird durch regelmäßige Sauna-Gänge weich und ebenmäßig. Traditionell wird in der Sauna die Haut noch mit Birkenzweigen abgeklatscht. Das fördert die Durchblutung und der würzige Duft stimuliert die Sinne.

Nicht nur kosmetisch bewirken regelmäßige Saunagänge viel. Der Körper produziert verstärkt Zellen, die Viren und Bakterien bekämpfen, die Muskeln entspannen sich durch die Hitze, der Blutdruck sinkt. Zudem trainiert der Körper die Wärmeregulation, Schadstoffe in der Haut werden schneller abtransportiert und die Feuchtigkeitsbindung verbessert sich. Dadurch kann regelmäßiges saunieren der Faltenbildung entgegenwirken.

Um diese und weitere Effekte voll zu nutzen, muss man allerdings einen wöchentlichen Saunabesuch einplanen. Alternativ sind mindestens zehn Saunagänge vor der Erkältungssaison empfohlen, um das Risiko einer Infektion zu senken.

Nach der Saune ist übrigens auch der richtige Zeitpunkt für eine Gesichtsmaske oder eine pflegende Gesichts- und Körpercreme, denn die gut durchblutete Haut nimmt Wirkstoffe jetzt besonders gut auf.

Bildnachweis: Rolf Richter / Adobe Stock

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