Krankheiten Praxistipps

3 wertvolle Tipps bei Extrasystolen

Sie sind weit verbreitet, mitunter unangenehm, oft aber völlig harmlos: Zusätzliche Herzschläge – die sogenannten Extrasystolen. Aufgrund verschiedener Ursachen gerät das Herz kurzzeitig aus dem Takt und verhält sich arrhythmisch.

3 wertvolle Tipps bei Extrasystolen

Wer dieses Phänomen bei sich beobachtet, sollte auf einige Details achten. Zumeist ist eine Behandlung aber nicht erforderlich. Diese 3 Tipps sollten Sie dennoch beherzigen.

1. Achten Sie auf Ihren Körper

Die gute Nachricht zu Beginn: Zumeist liegt Extrasystolen keine ernst zu nehmende Erkrankung zugrunde. Auch sind die zusätzlichen Schläge des menschlichen Herzens kein Zeichen für ein erhöhtes Infarkt-Risiko oder sonstige schwere Herz-Kreislauf-Vorfälle. Im Normalfall ist daher ein Arztbesuch nicht notwendig. Vor allem, wenn die Beschwerden im Zusammenhang mit besonderen Stresssituationen auftreten, eher gering ausgeprägt sind und sich nicht innerhalb eines kürzeren Zeitabschnitts massiv verstärkt haben, ist eine außerplanmäßige medizinische Untersuchung zunächst nicht angezeigt.

Ohne Frage sollte der Hausarzt jedoch beim nächsten Check-up über die bestehenden Extrasystolen informiert werden. Gemeinsam kann dann überlegt werden, ob eine gezielte fachärztliche Zusatzbegutachtung sinnvoll ist oder unterbleiben kann.

Betroffene, bei denen das Herzstolpern hingegen immer wieder über viele Minuten oder gar Stunden besteht, sich merklich verstärkt hat oder mit weiteren Symptomen wie Atemnot, Schwindel, Sehstörungen oder einer Veränderung des Bewusstseinszustandes einhergeht, ist eine ärztliche Abklärung dringend anzuraten.

Auch in Fällen, in denen bereits eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems bekannt ist und die Extrasystolen nun neu hinzukommen, macht sich die Vorsprache bei einem Arzt erforderlich. Ganz grundsätzlich gilt: Achten Sie auf Ihren Körper und dessen Signale. Oftmals spüren aufmerksame Patienten ganz von selbst, wann die Zeit für einen Arztbesuch reif ist.

2. Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck

Wie medizinische Studien gezeigt haben, kann ein permanent erhöhter Blutdruck das Auftreten von Extrasystolen begünstigen oder ein bereits bestehendes Herzstolpern in Häufigkeit und Intensität verstärken. Daher ist es ein wichtiger Ratschlag, den eigenen Blutdruck in regelmäßigen Abständen zu messen und die Ergebnisse zu protokollieren. Moderne Messgeräte der mittleren Preisklasse verfügen nicht selten über ein integriertes Prüfsystem, welches auftretende Extrasystolen anzeigt. Nutzen Sie diese Möglichkeit!

Denken Sie im Zusammenhang mit auftretenden Extrasystolen immer auch daran, dass bestimmte Lebenssituationen wie Angst, Nervosität, Aufregung oder Freude zu derartigen Erscheinungen führen können und sich dann oft auch in einem erhöhten Blutdruck widerspiegeln. Überdies können – vor allem bei älteren Patienten – bestimme Nahrungs- und Genussmittel wie Alkohol und Nikotin, Kaffee und schwarzer Tee einen negativen Einfluss auf Herzschlag und Blutdruck ausüben.

Sofern Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht ist oder stark schwankt, sollten Sie bei Ihrem Hausarzt oder Kardiologen vorstellig werden und um eine eingehende Untersuchung bitten. Zumeist kann dann nach einem Belastungs- und Langzeit-EKG, einer Herzecho-Untersuchung sowie gegebenenfalls einer 24-Stunden-Blutdruckmessung eine aussagekräftige Diagnose gestellt werden.

3. Körperliches Training kann helfen

Hat sich herausgestellt, dass bei den auftretenden Extrasystolen keine Behandlung erforderlich ist, gibt es trotzdem einige Maßnahmen, mit denen sich die Beschwerden lindern lassen oder sogar ganz verschwinden. So kann die vegetative Empfindlichkeit in vielen Fällen durch ein gezieltes körperliches Training verbessert werden. Ob Sie dabei Schwimmen oder Joggen bevorzugen, lieber Fahrrad fahren oder längere Spaziergänge unternehmen – wichtig ist stets eine ansteigende und zu Beginn niedrig dosierte Belastung.

Erhöhen Sie Ihr tägliches Pensum langsam und muten Sie sich zu Beginn nicht zu viel zu. Empfehlenswert vor der Aufnahme sportlicher Aktivitäten ist insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen eine Rücksprache mit dem Hausarzt. Gemeinsam kann dann festgelegt werden, welches Training im vorliegenden Fall den meisten Erfolg verspricht.

Neben Bewegungsmaßnahmen als Therapie kommt gegebenenfalls auch die Zufuhr des Minerals Kalium infrage. Dies kann entweder regelmäßig oder im Bedarfsfall geschehen. Wie sich gezeigt hat, hilft Kalium vielen Betroffenen sehr gut gegen Herzstolpern. Unter Umständen kann vor allem bei stressbedingten Extrasystolen auch ein niedrigdosierter Betablocker eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt aber bei jeder medikamentösen Behandlung: Fragen Sie zunächst Ihren Arzt und gehen Sie hier niemals eigenmächtig vor.

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