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3 häufige Gründe warum Ihr Baby schreit und was Sie tun können

Lesezeit: 3 Minuten Wenn ein Säugling schreit, gibt es dafür immer einen Grund. Erziehungsmaßnahmen sind im ersten Lebensjahr unangebracht. Finden Sie lieber die Ursache heraus und helfen Sie Ihrem Baby, sich wohler zu fühlen.

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3 häufige Gründe warum Ihr Baby schreit und was Sie tun können

3 häufige Gründe warum Ihr Baby schreit und was Sie tun können

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Sie hatten sich das erste Jahr mit Ihrem Baby so schön vorgestellt. Die meiste Zeit schlummert der Säugling friedlich in seinem Bettchen, Sie können in Ruhe den Haushalt fertigmachen und während der Ausfahrten mit dem Kinderwagen immer mal ein paar Dinge nebenbei erledigen. Doch stattdessen kommt Ihr Kind nicht zur Ruhe. Unentwegt müssen Sie sich um Ihr schreiendes Baby kümmern, tragen es stundenlang durch die Wohnung und vernachlässigen alle Reinigungs- und Aufräumarbeiten.

Wenn der Partner dann von der Arbeit heimkommt, haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil es zu Hause wie auf dem Schlachtfeld aussieht. Doch das brauchen Sie nicht. Wenn Sie für das Wohlbefinden Ihres Säuglings alles stehen und liegen lassen, handeln Sie genau richtig.

Einen Säugling kann man nicht verwöhnen

Wenn die Schwiegermutter Ihnen nahelegt, das Kind doch einfach mal schreien zu lassen, weil Sie es sonst verhätscheln, brauchen Sie darauf nicht zu hören. Folgen Sie Ihrem eigenen Instinkt und kümmern Sie sich um das Wohlbefinden Ihres Kindes. Im ersten Lebensjahr weint ein Baby niemals aus Berechnung, es gibt immer eine Ursache, wegen der es sich lautstark bemerkbar macht. Weinen ist in diesem Alter nun einmal die einzige Möglichkeit, auf Unwohlsein aufmerksam zu machen. Im Laufe der Zeit werden Sie lernen, wie Sie am besten mit Schreiattacken umgehen.

Warum Ihr Kind schreit

Davon abgesehen, dass sich das Baby weinend meldet, wenn es Hunger verspürt oder eine volle Windel hat, wird das meiste Geschrei in den ersten drei Lebensmonaten tatsächlich durch einen Blähbauch verursacht. Hier ist es Ihre Aufgaben, dem Säugling diese Schmerzen so gut es geht zu erleichtern. Nehmen Sie es tröstend auf, tragen Sie es herum oder massieren Sie den Bauch in kreisenden Bewegungen.

Lassen Sie das Kind auf keinen Fall hilflos in seinem Bettchen liegen. Im ersten Lebensjahr baut sich zwischen Ihnen und Ihrem Kind ein Urvertrauen auf. Auch wenn das Baby noch nicht bewusst mitbekommt, dass Sie es stundenlang trösten, so speichert es doch im Unterbewusstsein, dass es sich auf Sie verlassen kann, wenn es Hilfe braucht. Neben Verdauungsproblemen gibt es aber noch andere Ursachen für das Schreien:

  1. Das Kind ist übermüdet. Manchmal weint ein Baby auch, wenn es von der Umgebung so viele Reize empfängt, dass es nicht zum Schlafen kommt. Dem Kind fallen zwar fast die Augen zu, aber es versucht immer wieder, wach zu bleiben. Legen Sie es in einem solchen Fall einfach mal in sein Bettchen oder den Kinderwagen und versuchen es in den Schlaf zu schaukeln. Eine Spazierfahrt mit dem Kinderwagen wirkt hier manchmal Wunder. Oder gehen Sie mit dem Baby in einen ruhigen abgedunkelten Raum und wiegen es dort in den Schlaf.
  2. Dem Kind ist zu warm oder zu kalt. Kleiden Sie das Kind immer so, wie Sie sich selbst bei der bestehenden Temperatur kleiden würden. Wenn draußen über 30 Grad herrschen, braucht es im Kinderwagen nur eine ganz leichte Decke, um die Sonne abzuhalten. Oder umgekehrt sollten Sie ihm bei herbstlichen Temperaturen eine dickere Decke geben. Fühlen Sie am besten die Hände und Füße des Babys. Dort merken Sie zuerst, ob diese zu warm oder zu kalt sind.
  3. Das Kind bekommt Zähne. Ist das Kind etwa ein halbes Jahr alt, sollten Sie daran denken, dass es nun bald Zähne bekommt und dadurch Schmerzen hat. Aber schon deutlich früher kann es sich deshalb unwohl fühlen. Geben Sie ihm einen Beißring und schmieren Sie ein schmerzstillendes Gel auf das Zahnfleisch. Zuerst kommen die unteren vorderen Zähne, dann die oberen. Durch Abtasten im Mund können Sie herausfinden, ob das Zahnfleisch an den entsprechenden Stellen hart wird.

Sie halten das Geschrei nicht mehr aus?

Auch wenn Sie sehr fürsorglich sind, kann es passieren, dass Sie irgendwann an Ihre körperlichen Grenzen kommen. Lassen Sie sich dann in jedem Fall von Ihrem Partner oder einer anderen Vertrauensperson helfen. Ein schreiendes Baby spürt, wenn Sie selbst unruhig sind. Überlassen Sie das Baby dann jemandem, der ausgeglichener ist. Planen Sie Auszeiten für sich selbst oder als gemeinsame Zweisamkeit mit dem Partner.

Organisieren Sie sich einen Babysitter, der Sie regelmäßig unterstützt, so dass Sie mal zur Ruhe kommen. An den Wochenenden kann Ihr Partner die Nachtdienste übernehmen. Gehen Sie so oft wie möglich an die frische Luft. Durch das Schaukeln im Kinderwagen werden die meisten Babys schläfrig. Gönnen Sie sich dann eine Ruhepause auf der Parkbank. Sorgen Sie sich nicht darum, wenn Ihr Haushalt vernachlässigt wird.

Sollten sich Besucher ankündigen, muss nicht alles blitzeblank sein. Wen die Unordnung stört, der kann sich gern nützlich machen. Für Sie persönlich zählt in erster Linie das Wohlbefinden Ihres Babys.

Bildnachweis: S.Kobold / Adobe Stock

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