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2 wichtige Inhaltsstoffe von Anti-Aging-Produkten [Teil 2/2]

Lesezeit: 3 Minuten Anti-Aging ist bereits seit Jahren das Schlagwort für alle Frauen über 30. Im Grunde kann frau von Anti-Pickel-Cremes direkt zu Anti-Aging wechseln. Der Markt überrascht dabei mit immer neuen, tollen Wirkstoffen. Warum das problematisch ist und welche Wirkstoffe sich wirklich lohnen, erfahren Sie hier.

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2 wichtige Inhaltsstoffe von Anti-Aging-Produkten [Teil 2/2]

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Das Wichtigste am Anti-Aging steckt schon in dem Wort: Es heißt schließlich Anti-Aging und nicht Reverse-Aging. Dem Altern der Haut soll also vorgebeugt werden. Tatsächlich ist es um ein Vielfaches leichter, Falten vorzubeugen, als sie nachträglich verschwinden zu lassen.

Anti-Aging ist daher nicht nur etwas für alte Leute, ganz im Gegenteil: Es lohnt sich, ab Mitte bis Ende Zwanzig damit anzufangen. Das muss nicht direkt das volle Programm sein und nicht jedes verwendete Produkt muss gleich vor Q10 strotzen, ein gutes Serum reicht für den Anfang. Damit werden beginnende Schäden durch UV-Strahlung und natürliche Alterungsprozesse verhindert bis verlangsamt.

Im Laufe des Lebens stellt sich die Haut zudem mehrfach um. Im Alter wird sie generell trockener, weshalb die Hautpflege immer reichhaltiger werden darf. Manche Wirkstoffe wie Retinol müssen ohnehin eingeschlichen werden, weshalb es sich anbietet, die Dosierung im Laufe der Zeit anzupassen. Generell gilt, dass Versäumnisse sich erst später zeigen und deshalb oft erst zu spät bemerkt werden.

1. Hyaluronsäure – Bewährter Klassiker für pralle Haut

Hyaluronsäure ist keine Unbekannte beim Thema Anti-Aging. Aber erst seit einiger Zeit wird langsam bekannt, wie gut Hyaluronsäure wirkt. Der Schlüssel ist, dass sie Feuchtigkeit enorm gut bindet. Ein Gramm kann bis zu sechs Liter Wasser binden. Da die Haut im Alter immer mehr an Feuchtigkeit verliert und vor allem frühe Falten auch durch Trockenheit verursacht werden, ist klar, warum Hyaluronsäure in so vielen Anti-Falten-Cremes enthalten ist.

Trotz des komisch klingenden Namenszusatzes "Säure" ist Hyaluron ein Stoff, der natürlicherweise im menschlichen Körper vorhanden ist. Der Großteil befindet sich in den Zellzwischenräumen in der Haut. Wie auch andere Stoffe, leeren sich auch bei Hyaluronsäure die Depots ab etwa dem 25. Lebensjahr. Da die Säure unter anderem für Kollagenverbindungen verantwortlich ist und sogar freie Radikale abfängt, wundert es nicht, dass sich das Fehlen der Hyaluronsäure bemerkbar macht.

Zum Glück ist Hyaluronsäure in sehr vielen Kosmetika enthalten und wird auch prominent beworben. Anders als Retinol kommt man daher auch in der Drogerie gut an entsprechende Produkte. Faustregel dabei: Je weiter Hyaluron in den Inhaltsstoffen vorne steht, desto mehr ist enthalten. In Kliniken kann man sich Hyaluronsäure sogar ähnlich wie Botox spritzen lassen. Das ist allerdings recht teuer. Besser ist da die tägliche Vorsorge mit einer guten Creme.

2. Lichtschutzfaktor – Basisschutz für schöne Haut

Blasse Haut galt in Europa lange deswegen als Schönheitsideal, weil sie darauf hinwies, dass man es nicht nötig hatte, sein Geld mit harter Arbeit auf dem Feld zu verdienen. Dieses Ideal hat sich verkehrt: Inzwischen gilt es als attraktiv, im Sommer mit braungebrannter Haut aufzutrumpfen. Das gilt als Zeichen eines aktiven, sportlichen Lebensstils.

Da Schönheit ohnehin im Auge des Betrachters liegt, lässt sich über solche Ideale streiten. Aus medizinischer Sicht ist die Sache allerdings klar: UV-Strahlung lässt die Haut nachweislich stark altern. Die im Sonnenlicht enthaltenen UV-Strahlen zerstören die Zellen und rauben der Haut wichtige Bestandteile wie verschiedene lichtempfindliche Vitamine.

Durch die Beschädigung der Zellen kann zudem eine Veränderung der Haut eintreten, die im schlimmsten Fall in Hautkrebs enden kann. Dass dieses Risiko tatsächlich da ist, zeigt die Altersbeschränkung für Sonnenstudios. So sollen Jugendliche davor geschützt werden, ihre Haut schon früh zu schädigen.

Sonnenschutz ist daher extrem wichtig. Wer ganz weit gehen möchte, sollte immer zu Sonnenschutz greifen, auch ohne Aufenthalt im Freien, denn auch Glasscheiben lassen UV-Strahlung durch.

De facto enthalten fast alle Tagescremes bereits einen Lichtschutzfaktor. Zumindest im Winter bei gemäßigtem Aufenthalt im Freien reicht der LSF von meistens 15 bereits aus. Wintersportler hingegen sollten eine spezielle Creme mit hohem Lichtschutzfaktor wählen. Im Winter ist die Haut nicht vorgebräunt und daher besonders empfindlich. Schnee in den Bergen reflektiert zudem sehr viel von den UV-Strahlen, während die Kälte einen nicht merken lässt, wenn die Haut gereizt reagiert.

So viel Sonnenschutz muss sein

Im Sommer ist ein guter Lichtschutzfaktor wichtig. Wer einem Bürojob nachgeht, vielleicht per Auto zum Job fährt und in der Mittagspause im Schatten bleibt, kann sich auch hier mit LSF 15 begnügen. Auch Menschen mit einem dunklen Hauttyp können Sonne besser vertragen und müssen sich weniger Sorgen machen.

Wer allerdings bei der Arbeit oder während der Freizeit lange draußen ist, besonders in der Mittagssonne, sollte lieber einen zu hohen als zu niedrigen Lichtschutzfaktor wählen. Als Faustregel gilt, dass der Lichtschutzfaktor die Eigenschutzzeit der Haut multipliziert. Wer also bereits nach fünf Minuten im Freien rote Wangen bekommt, kann mit einem Lichtschutzfaktor von 15 ungefähr 75 Minuten in der Sonne bleiben.

Dennoch sollte man sich nicht zu sehr auf diese Zahlen verlassen. Wird die Haut rot, heiß oder spannt, sollte man den Schatten aufsuchen und eine gute Feuchtigkeitscreme auftragen. Vor allem bei Sport im Freien sollte man lieber einen zu hohen Lichtschutzfaktor wählen, als nachher mit Sonnenbrand dazustehen. Wer das beherzigt, hat bereits mehr als die Hälfte des Anti-Agings abgedeckt.

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