Gesundheit Praxistipps

2 bewährte Möglichkeiten, um Lippenherpes zu behandeln

Besonders in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter Lippenherpes. In Deutschland sind von dieser Herpeserkrankung etwa 32 Millionen Menschen betroffen. Wodurch wird Lippenherpes ausgelöst? Wie ist der Ablauf einer Lippenherpes-Infektion? Wie können Sie Lippenherpes vermeiden oder behandeln?

2 bewährte Möglichkeiten, um Lippenherpes zu behandeln

2 bewährte Möglichkeiten, um Lippenherpes zu behandeln

Was ist Lippenherpes?

Die unschönen juckenden Bläschen auf den Lippen werden als Lippenherpes bezeichnet. Diese Virus-Erkrankung wird in den meisten Fällen durch den Herpes-Simplex-Virus 1 verursacht. Über die Hälfte aller Menschen trägt diesen Virus in sich, doch nur bei etwa 30% der Betroffenen ist der Virus aktiv und löst Lippenherpes aus. In den meisten Fällen wird der Virus schon vor dem 6. Lebensjahr über den Körperkontakt (zum Beispiel durch die Eltern) durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen.

Viele Betroffene leiden jährlich an Lippenherpes

Es gibt sogar Personen, die alle paar Monate immer wieder an Lippenherpes erkranken. Immer dann, wenn das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist, bricht die Herpes-Erkrankung aus. Falls Sie an Lippenherpes leiden, haben Sie sicher schon bemerkt, dass immer in bestimmten Situationen Lippenherpes bei Ihnen auftritt. Dies kann während oder nach Erkältungskrankheiten sein, aber auch Stress, Schlafmangel, zu viel Sonnenstrahlung, Urlaubs- oder Geschäftsreisen und sogar Schwangerschaften können Lippenherpes auslösen.

Die Phasen des Krankheitsverlaufs von Lippenherpes

  1. Die ersten Anzeichen von Lippenherpes sind Spannungsgefühle, Kribbeln und Jucken auf den Lippen. Es tritt auf den Lippen an bestimmten Stellen (oft sind es immer die gleichen) ein Brennen und eine Rötung auf.
  1. Nun bilden sich schmerzende Bläschen, die Virus-Vermehrung hat nun ihren Höhepunkt erreicht. Die Bläschen sind mit einer klaren, virusreichen Flüssigkeit gefüllt.
  1. Nun platzen die Bläschen auf und die hochinfektiöse Flüssigkeit tritt aus. Nun ist eine offene, schmerzhafte Wunde auf der Lippe entstanden, die nässen kann. Die Vermehrung der Viren nimmt nun langsam ab.
  1. Die offene Wunde auf der Lippe trocknet nun aus und es bildet sich eine Kruste. Die Wundheilung hat jetzt eingesetzt.
  1. Nun löst sich die Kruste und die Schwellung und Rötung auf der Lippe geht zurück.

Wie können Sie Lippenherpes behandeln?

Zwei Möglichkeiten, um Ihre Lippenherpes-Infektion zu behandeln, haben sich besonders bewährt:

1. Lippenherpes-Cremes

Diese Cremes enthalten oftmals den Wirkstoff Aciclovir, der sich in der Lippenherpes-Behandlung besonders gut bewährt hat. Wichtig dabei ist, dass Sie die Creme so früh wie möglich – also bereits nach dem ersten Kribbeln – auf Ihre Lippen auftragen. Dies sollte in den ersten 4 Tagen alle 4 Stunden geschehen. Aciclovir bekämpft die Virusvermehrung, die gesunden Hautzellen werden dabei aber nicht belastet.

Bitte beachten Sie: Tragen Sie die Lippenherpes-Creme immer mit einem Wattestäbchen auf.

2. Lippenherpes-Patch

Die kleinen Spezialpflaster haben sich gegen Lippenherpes besonders gut bewährt. Sie decken die befallene Stelle auf den Lippen ab und sind fast unsichtbar (sie können sogar überschminkt werden). Das dünne Pflaster fördert die Heilung, verhindert die Krustenbildung und dadurch die Bildung von Vernarbungen auf den Lippen oder den angrenzenden Hautbezirken. Zudem verhindert das Patch, dass die Wunde verschmutzt wird.

Darauf sollten Sie achten:

  • Wenn Sie akut an Lippenherpes leiden, sollten Sie keinen direkten Hautkontakt zu anderen Menschen haben.
  • Kratzen Sie die Lippenherpes-Bläschen niemals auf.
  • Waschen Sie Ihre Hände immer sehr gründlich, wenn Sie mit Ihrem Lippenherpes in Berührung gekommen sind.
  • Lassen Sie keine anderen Personen aus Ihrem Glas trinken.
  • Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte.
  • Pflegen Sie Ihre Lippen gründlich mit einem Lippenpflegestift.

Bildnachweis: Lydie stock / stock.adobe.com

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