Naturheilkunde Praxistipps

11 Symptome, an denen Sie eine angegriffene Leber erkennen

Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Menschen und sollte gerade in der jetzigen Zeit den richtigen Stellenwert bekommt. Durch entsprechende naturheilkundliche Behandlungsmethoden kann die Leber gereinigt und die Leberzellen sich regenerieren.

11 Symptome, an denen Sie eine angegriffene Leber erkennen

11 Symptome, an denen Sie eine angegriffene Leber erkennen

Durch die täglichen Toxine, denen wir in der Luft, in der Nahrung (auch Medikamente) und auch im Wasser ausgesetzt sind, vollbringt die Leber täglich eine Höchstleistung für den menschlichen Körper. Sie ist mit ca. 1.500 g bis 2.000 g die schwerste und auch größte exokrine Drüse des Menschen und bedarf einer natürlichen Unterstützung, damit sie auch in den nächsten Jahren und auch bis ins hohe Alter gut funktionieren kann.

Jeder der an dieses Organ denkt, denkt immer gleich an Entzündungen des Organs oder gar an Alkoholsucht und Verfettung. Dies sollte jedoch aus den Köpfen der Leute heraus gefiltert werden, denn dieses Organ braucht in regelmäßigen Abständen naturheilkundliche Unterstützung, um seine ordnungsgemäßen Funktionen erfüllen zu können. Nicht jeder, der eine Fettleber oder gar eine Leberzirrhose aufweist, hat diese durch Alkohol erworben. Es können mehrere Faktoren zu diesen Erkrankungen führen.

Form und Lage der Leber im menschlichen Organismus

Es handelt sich bei der Leber um ein keilförmiges, rotbraunes Organ, welches an ihrer Außenseite von einer groben Bindegewebskapsel überzogen und fast vom ganzen Bauchfell bedeckt ist. Sie besteht aus zwei Lappen, wobei der rechte Leberlappen größer ist als der linke Leberlappen.

Die Leber befindet sich im rechten Oberbauch des Menschen. Sie liegt direkt unter dem Diaphragma (Zwerchfell) und verdeckt weit den Magen. Sie ist mit der Unterseite des Zwerchfells verwachsen und bewegt sich somit bei jedem Atemzug mit. Der Hauptanteil der Leber liegt unter der rechten Zwerchfellkuppel. Der Linke Leberlappen geht über die Mittellinie des Oberbauches weit hinaus. Der untere Rippenbogen ist der Rand der Leber nach unten.

Hauptaufgaben der Leber

  • Entgiftungsfunktion für körpereigene Stoffe (z.B. Ammoniak wird in Harnstoff umgewandelt und über die Niere ausgeschieden) und körperfremden Substanzen wie z.B. Gifte aus der Nahrung, der Luft oder dem Trinkwasser, Alkohol (wird in Zucker umgebaut) und auch Medikamente
  • Verstoffwechselung und Abbau von Hormonen
  • Wichtige Aufgaben im Bereich des Protein-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel
  • Abbau der alten verbrauchten roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und von Bakterien
  • Speicherung von fettlöslichen Vitaminen und Ferrum (Eisen)
  • Bildung der Gallenflüssigkeit
  • Abbau und Entgiftung des Bilirubins (Abbauprodukt des Blutfarbstoffes Hämoglobin)
  • Produktion der Blutgerinnungsfaktoren
  • Abwehrfunktion durch die Kupfferschen Sternzellen
  • Speicherung von Glykogen (Stärke), Vitamin K und rote Blutkörperchen
  • Blutbildung durch die Leber beim Föten (Kind im Mutterleib bis zum 7. Schwangerschaftsmonat)
  • Um- und Abbau von Proteinen und deren Bausteine, den Aminosäuren
  • Proteinproduktion in der Leber wie Albumine (Transporteiweiße) und Akut-Phase-Proteine (CRP sind bei einer Entzündungsreaktion erhöht und spielen eine große Rolle in der unspezifischen Immunabwehr)
  • Bildung von Traubenzucker und Bausteine des Proteins (Aminosäuren)
  • Bildung des Cholesterins und hieraus produzierte Gallensäure
  • Speicherung der Glukose (Traubenzucker) in Form von Glykogen.

Versorgt wird die Leber über die Leberforte (Leberarterie, Lebergallengänge und Pfortader), die sich unterhalb der Leber befindet. Das Blut der Pfortader nimmt unter anderem die vom Dünndarm aufgenommenen Nährstoffe, Hormone der Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Abbauprodukte der Milz und Substanzen, die zum Teil bereits durch die Schleimhaut des Magens aufgenommen worden sind, auf. Hierbei handelt es sich um Alkohol und auch Medikamente, welche die Leber verstoffwechseln und entgiften muss.

Die größte Gefahr der Leber stellen die körpereigenen Giftsubstanzen, sowie die Genussgifte Alkohol, Arzneimittel, als auch Nikotin und Umweltgifte dar. Sie belasten die Leberzellen und stören sie in ihren wichtigen körperlichen Funktionen.

Wie man an den bereits beschriebenen Fakten erkennen kann, hat die Leber als Stoffwechselorgan viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Um genau diese Funktionen und Aufgaben auch erfüllen zu können, bedarf es einer regelmäßigen Reinigungs- und Entgiftungsphase.

Da durch die Leber keine Nervenfasern verlaufen, treten in der Regel auch keinerlei Schmerzen auf. Der Schmerz der Leber ist dann die Müdigkeit, Abgespanntheit und die Verdauungsbeschwerden. Erst viel später tritt ein Druck im rechten Oberbauch auf, der auf eine eventuelle Vergrößerung (in der Regel eine Fettleber) hinweist.

11 Symptome, die für eine belastete Leber sprechen

Sind die Leberzellen bereits sehr überlastet so können folgende Symptome auftreten:

  1. vermehrtes Schwitzen auch bei kleinsten Anstrengungen (v.a. am Kopf)
  2. auftretender Pruritus (Juckreiz) auf der Haut hauptsächlich im Bereich des Rückens durch Absonderung der Gallensäure über die Haut
  3. erdbeerfarbene Zunge (hochrote Zunge)
  4. rötliche Verfärbung der Hand- und Fußballen
  5. häufig auftretendes Nasebluten
  6. dunkel verfärbter Urin
  7. auftretende Petechien (punktförmige Haut- oder Schleimhauteinblutung), die an verschiedenen Stellen des Körpers erscheinen und wieder verschwinden können
  8. Ikterus (gelbliche Verfärbung der Haut und Schleimhaut) und gelbliche Verfärbung der Bindehaut am Auge
  9. Inappetenz (Appetitlosigkeit)
  10. Beeinträchtigung der Konzentration
  11. Fieberschübe mit Unwohlsein bis hin zu Übelkeit an heißen Sommertagen

So können Sie Ihre Leber wieder in Schwung bringen:

Die Leberzellen haben die großartige Eigenschaft sich wieder regenerieren zu können, bevor es zu spät ist (Leberzirrhose). Durch entsprechende Behandlungsmethoden aus der Naturheilkunde, können die Leberzellen gereinigt und zur Regeneration angeregt werden. Es sollten jedoch hierbei bedacht werden, dass die schädigenden Ursachen, also Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder leberschädigende Lebensmittel nicht mehr eingenommen werden.

Aus der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) haben sich getrocknete Mariendistelfrüchte, Artischocke und auch Taraxacum (Löwenzahn) als Lebermittel herauskristallisiert.

Des Weiteren haben sich Bitterstoffe für einen guten Fettstoffwechsel und einer Anregung der vermehrten Produktion der Gallenflüssigkeit bewährt. Zu den Bitterstoffen zählen unter anderem Wertmut, Bibernellwurzel, Wacholder, Wegwartenkraut und Löwenzahnkraut. Diese Bitterstoffe können als Kapsel oder auch als Pulver im Mund eingespeichelt und anschließend vor jeder Mahlzeit eingenommen werden.

Außerdem haben sich Kaffee-Einläufe, die zweimal wöchentlich durchgeführt werden können, für eine Stärkung der Leberfunktionen sehr bewährt. Die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe regen die Leberzellen zur Entgiftung und Regeneration an.

Wichtig ist auch die Trinkmenge. Trinken Sie bitte bei einer entsprechenden Lebertherapie mindestens 1 ½ bis 2 l reines Wasser. Hierdurch können die gelösten Schadstoffe besser durch die Nieren aus dem Organismus herausgefiltert werden.

Sie haben die Möglichkeit Ihr Stoffwechselorgan mittels Labor (Blutuntersuchung), durch Palpation (Abtasten) und auch durch eine Sonographie bei Ihrem Hausarzt oder Internisten (Gastroenterologen = Teilgebiet der inneren Medizin) untersuchen zu lassen. Diese Untersuchungen können natürlich auch einen anderen Organbefund oder eine andere Erkrankung aufzeigen. Aus diesem Grund ist es immer besser bei den oben auftretenden Symptomen eine Untersuchung bei seinem Hausarzt, Internisten oder auch Heilpraktiker durchführen zu lassen.

Für die genaue Medikation der verschiedenen Lebermittel aus der Pflanzenheilkunde, der klassischen Homöopathie oder auch der biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. H. Schüßler setzen Sie sich bitte mit Ihrenm naturheilkundlich arbeitenden Hausarzt oder Heilpraktiker in Verbindung.

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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