Pflege

Altersgerechtes Wohnen: Gesundheitsförderung

Altersgerechtes Wohnen: Gesundheitsförderung
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Altersgerechtes Wohnen ist auf die Gesundheitsförderung alternder Menschen ausgerichtet und sollte diese unterstützen. Dabei sind die Begriffe „Förderlich“, „Sicher“ und „Atmosphäre“ von zentraler Bedeutung.

Ziel altersgerechten Wohnens
Ziel altersgerechten Wohnens ist, dass Menschen in Würde leben und altern können. Dies möglichst selbstbestimmt und sicher und durch Schaffung einer förderlichen und sicheren Atmosphäre des Wohnraums und des Wohnumfelds.

In diesem Zusammenhang bedeutet:

  • Förderlich
    so viel wie vorantreibend.
  • Sicher
    meint ein "Geschützt sein" in seiner Umgebung, ein "Ungefährdet sein".
  • Atmosphäre
    beschreibt eine Stimmung, fröhlich, eisig oder auch harmonisch.

Vertrautes Wohnumfeld schaffen
Es geht nicht nur um die Vermeidung von Stolperfallen, sondern vor allem um die Schaffung von vertrauten und den Lebensbedingungen alternder Menschen angepassten Wohnbedingungen. Dies unter der Wertschätzung und Beachtung der Wünsche und Gewohnheiten dieser Personengruppe. Dabei bezieht sich diese Einschätzung sowohl auf die Wohnung und das Wohnumfeld der eigenen Wohnung als auch auf jede andere mögliche Wohnform im Alter.

Als Faktoren, die im Zusammenhang mit der Gesundheitsfördernden Gestaltung der Wohnungen und des Wohnumfelds zu beachten sind, gelten:

  • Farben
  • Licht
  • Grünanlagen
  • Klima
  • Temperatur
  • Geräusche

Älter werdende Menschen möchten am liebsten in ihrer vertrauten Umgebung bzw. in ihrem eigenen Haushalt verbleiben. Dabei gewinnt der eigene Wohnraum einen wachsenden Stellenwert, da sich die Aktivitäten durch nachlassende Mobilität, immer mehr auf den eigenen Wohnraum beschränken. Ältere Menschen verbringen ca. 90 Prozent ihrer alltäglichen Zeit in Innenräumen.

Zu Beginn der dritten Lebensphase steht vielen Senioren im Prinzip die Welt offen. Dabei ist es eine beruhigende Tatsache, dass nur etwa 5% der Menschen über 65 Jahre pflegebedürftig werden. Gleichwohl nimmt mit zunehmendem Alter das Risiko, hinfälliger zu werden, zu. Viele Senioren lehnen das herkömmliche Pflegeheim ab. Sie möchten möglichst selbstbestimmt leben – selbst wenn ihre körperlichen oder psychisch-geistigen Energien nachlassen.

Über Ihren Experten

Dr. Britta Kanacher

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