Pflege

Altersgerechtes Wohnen durch Licht: Allgemeines

Altersgerechtes Wohnen sollte dem Licht und der damit verbundenen Lebensqualität gerecht werden. Die richtige Lichtwirkung gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung.
Ein 60-Jähriger benötigt bereits zwei- bis dreimal so viel Licht wie ein 20-Jähriger. Ein durchschnittlicher 86-jähriger Heimbewohner braucht fünfmal so hohe Beleuchtungsstärken wie ein junger Mensch.

Altersgerechtes Wohnen: Wie viel Licht braucht ein alter Mensch?
Für die Sehfähigkeit in unterschiedlichsten Räumen sind unterschiedliche Beleuchtungsstärken erforderlich: Mittelmäßige Ansprüche werden an die Sehtätigkeit in Räumen wie Wohn-/Aufenthaltsraum, Essensraum, Bad gestellt; aber auch Treppenhäuser benötigen eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux. Feinere Sehleistungen, wie Lesen, brauchen eine wesentlich höhere Beleuchtungsstärke von bis 2.000 Lux.

Der Mensch nimmt seine Umgebung durch seine Sinne wahr und reagiert darauf. Sehen, hören, riechen, schmecken und tasten sind beispielsweise "Hilfsmittel", die uns Informationen über unsere Umgebung liefern. Diese werden im Gehirn verarbeitet und lösen entsprechende Reaktionen aus, welche wiederum in motorische und sensorische Steuerimpulse einfließen.

Licht dient zum Erkennen und schafft Atmosphäre
Je schlechter zum Beispiel unsere Augen sind, desto weniger Reize, mit deren Hilfe wir uns eigentlich orientieren möchten, werden an unser Gehirn weitergeleitet. Gleichzeitig ist auch der "Empfangsteil" der Reize, nämlich das Gehirn selber, in seiner Empfangsfähigkeit gemindert.

Ein dementer älterer Mensch, der schlecht sieht, ist in diesem Falle doppelt gehandicapt. Zum einen sieht das Auge oft nicht mehr gut, zum anderen werden die dadurch verminderten Reize an ein ebenfalls vermindert aufnahmefähiges Gehirn weitergeleitet.

  • Licht sollte die Orientierung und die Bestimmung des Standortes der Menschen in Raum und Zeit ermöglichen.
  • Es sollte die Kommunikation der Menschen untereinander und natürlich auch das Sehen und Erkennen der Umwelt fördern.
  • Licht sollte Stimmung und Atmosphäre erzeugen, die dem Anspruch und der Erwartung des Menschen und den speziellen Anforderungen der jeweiligen Nutzung entspricht.
  • Licht ist somit ein integraler Bestandteil der Außen- und Innenarchitektur, der insbesondere in der Altenpflege von seinem Bedarf und seiner Qualität her, speziell für Demenzkranke abzustimmen ist und deshalb von Anfang an geplant werden muss.

Bewohner-Zimmer und Flure sollen einladend, harmonisch, gegen bedrängte Stimmung und Stress wirken. Helligkeit und eine warme, blendfreie Lichtatmosphäre helfen in diesen Zonen ein freundliches Licht zu erzielen.

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Dr. Britta Kanacher