Personalplanung / -controlling

So können sich Personaler und Controller gegenseitig verstehen

Zwei Welten prallen aufeinander: die der eher personenorientierten Personaler und die der zahlenaffinen Controller. Das Verhältnis ist oft von Missverständnissen geprägt, denn ihre Blickwinkel sind grundverschieden. Ein gemeinsames Verständnis kann jedoch beiden helfen, zusammen für die Unternehmensziele zu arbeiten. Erfahren Sie hier mehr, wie sich Personaler und Controller besser verstehen können.

Je größer das Unternehmen ist, desto getrennter sind die Welten, in denen sich Personaler und Controller bewegen. Dabei sind beide aufeinander angewiesen. Im (Finanz-)Controlling wird mit Daten aus dem Personalbereich gearbeitet. Es geht um Mitarbeiterbestände und -strukturen, um Personalkosten und um personalnahe Sachkosten.

Personaler und Controller sollten Gemeinsamkeiten erkennen

Personaler und Controller haben mehr gemeinsam als auf den ersten Blick erkennbar ist. Bei allen "menschlichen" Komponenten muss auch der Personaler Zahlen und Kosten im Auge haben. Die Darstellung ist bei den Personalern eher auf Einzelpersonen bezogen; bei den Controllern geht es mehr um kumulierte Werte. Die Grundlage ist jedoch bei genauer Betrachtung bei Personaler und Controller die gleiche.

Arbeitsteilung sollte zwischen Personaler und Controller genau definiert sein

Grauzonen zwischen den Zuständigkeiten sollten möglichst vermieden werden, denn diese führen oft zu Streitigkeiten. Es besteht außerdem die Gefahr, dass wichtige Aspekte nicht beachtet werden, wenn nicht klar ist, wessen Verantwortungsbereich betroffen ist. Stellen Sie daher sicher, dass Personaler und Controller genau über ihre Aufgabenbereiche Bescheid wissen.

Personaler und Controller sollten sich gegenseitig unterstützen

Die Schwächen des einen sind die
Stärken des anderen. Ist man sich dessen bewusst, fällt es leicht, die
jeweils andere Seite zu unterstützen. So können die Personaler die
Controller darauf aufmerksam machen, wenn sie vor lauter Zahlen mal
wieder vergessen, dass sich hinter diesen Summen und Beträgen Menschen
verbergen.

Ebenso können Controller den Personalern wertvolle
Informationen darüber geben, welche Kosten die von ihnen gut gemeinten
Personalmaßnahmen verursachen.

Lernen Sie die Sprache des anderen sprechen

Es schadet auch einem Personaler nicht, zu wissen, was EBIT, ROI oder andere Finanzkennzahlen bedeuten. Ein gewisses Maß an Fachkenntnis bringt die Gesprächspartner auf Augenhöhe und fördert die gegenseitige Akzeptanz. Ebenso ist es für einen Controller wichtig, grundlegende Kenntnisse über HR-Management zu besitzen, um beispielsweise entstehende Aufwände beurteilen oder einschätzen zu können.

Gemeinsam das Ziel im Auge behalten

Regelmäßige Treffen zwischen Personaler und Controller helfen, die gemeinsamen, übergeordneten Ziele im Auge zu behalten. Diese gemeinsame Sichtweise erleichtert es auch, Zuständigkeitsschranken zu überwinden, wenn es sinnvoll ist. Durch regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Personaler und Controller wird sichergestellt, dass beide Beteiligen an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen.

An der Schnittstelle zwischen Personal und Controlling findet sich auch die in vielen Unternehmen besetzte Funktion des Personalcontrollings. Lesen Sie mehr dazu in meinem Artikel "Personalcontroller: Portrait eines Berufsbildes."

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Fred Schübbe