Mitarbeiterführung

Was Sie bei der Mitarbeitermotivation berücksichtigen sollten

Was Sie bei der Mitarbeitermotivation berücksichtigen sollten
geschrieben von Guenther Hansen

Was versteht man eigentlich unter Motivation in der Arbeitswelt? Unter Motivation verstehen wir die Bereitschaft zur Leistungsabgabe. Diese hat zum Ziel, die Gesamtleistung des Unternehmens zu steigern. Erst Motivation ermöglicht Leistungsverhalten und Arbeitsleistungen der Mitarbeiter. Fachwissen, Eignung und Arbeitsbedingungen allein reichen nicht aus.

Schauen Sie also stets darauf, dass die Unternehmensziele nicht zu kurz kommen. Erfolgreich sind Sie, wenn es Ihnen gelingt, Unternehmensziele und Mitarbeiterbedürfnisse gleichermaßen zu berücksichtigen.

Bei der Mitarbeitermotivierung geht es in erster Linie um die Beeinflussung des Verhaltens von Mitarbeitern. Sie müssen also nicht nur die Mitarbeiter dazu veranlassen, persönliche Leistungen zu erbringen, sondern diese Leistung auch noch in die der anderen Mitarbeiter integrieren. Darüber hinaus geht es darum, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

Bei der schwierigen Führungsaufgabe der Mitarbeitermotivation kann Ihnen vielleicht das sogenannte Herzberg-Modell helfen. Zu den Hygienefaktoren dieses Modells zählen insbesondere

  • Führungsstil,
  • Personalpolitik,
  • zwischenmenschliche Beziehungen zu Mitarbeitern und Vorgesetzten,
  • Entlohnung,
  • Arbeitsbedingungen.

Ziel der Führungskraft muss es sein, die Faktoren der Unzufriedenheit aus der Umwelt der Mitarbeiter „hygienisch“ zu entfernen. Unzufriedenheit bei Mitarbeitern kann immer dann auftreten, wenn z. B. die Zusammenarbeit mit Kollegen oder Abteilungen nicht funktioniert oder die Organisationsstruktur im Unternehmen „chaotisch“ erscheint.

Doch auch dann, wenn alle Voraussetzungen optimal sind, entsteht keine Zufriedenheit, sondern der Zustand der „Nicht-Unzufriedenheit“. Sind also alle Hygiene-Faktoren optimal, führen diese nicht zum Glücklichsein, sie machen nur nicht unglücklich. Damit erklärt sich auch, warum man über Lohnerhöhungen keine dauerhafte Motivation und Zufriedenheit erhalten wird.

Motivatoren beeinflussen die Motivation

Motivatoren beeinflussen nach Herzberg die Motivation zur Leistung selbst und lassen sich hauptsächlich im Arbeitsinhalt finden. Sind keine Motivatoren vorhanden, führt dies nicht zwangsläufig zu Unzufriedenheit. Denn im Mittelpunkt der Mitarbeitermotivation steht das Streben nach Wachstum und Selbstzufriedenheit. Motivatoren sind insbesondere

  • Leistung und Erfolg,
  • Anerkennung,
  • Arbeitsinhalte,
  • Verantwortung,
  • Aufstieg,
  • Wachstum.

Schaffen Sie optimale Situationen für Motivation und Hygiene

Arbeitet man mit der Kombination von Hygienefaktoren und Motivatoren, dann sind vier verschiedene betriebliche Situationen möglich:

  1. Hohe Hygiene und hohe Motivation: Die Idealsituation, in der Mitarbeiter hoch motiviert sind und wenig Beschwerden haben.
  2. Hohe Hygiene und geringe Motivation: Die Mitarbeiter haben zwar kaum Beschwerden, sind aber schlecht motiviert (z. B. Zeitarbeiter).
  3. Geringe Hygiene und hohe Motivation: Die Mitarbeiter sind motiviert, haben aber viele Beschwerden. Der Job ist herausfordernd, aber die  Arbeitsbedingungen sind schlecht.
  4. Geringe Hygiene und geringe Motivation: Die schlechteste Situation. Unmotivierte Mitarbeiter mit vielen Beschwerden.

Und wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus?

Bildnachweis: Flamingo Images / stock.adobe.com

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Guenther Hansen