Teamentwicklung

So wird Ihr Team arbeitsfähig

So wird Ihr Team arbeitsfähig
geschrieben von Dr. Annette Eckes

Ein neues Team ist nicht von heute auf morgen arbeitsfähig. Nach einem vorsichtigen Beschnuppern der Teammitglieder folgt eine Phase, in der es stürmisch hergeht, weil jeder seinen Platz und seine Rolle im Team erkämpfen muss. Wenn Teams, dank der guten Steuerung ihrer Führungskraft, diese Phase überstanden haben, steht der Arbeitsfähigkeit und Produktivität des Teams (fast) nichts mehr im Weg.

So langsam kennt man einander, weiß, was man voneinander erwarten kann und was nicht. Die Rollen im Team sind klar geworden. Die Beziehungen harmonisieren sich, eine Vertrautheit im Team entsteht. Umgangsformen und Regeln festigen sich. Wenn sich z.B. unausgesprochen die Regel herausgebildet hat, dass das Team morgens zum Gedankenaustausch zusammenkommt und dazu Kaffee trinkt, dann spüren alle den „Regelverstoß“, wenn plötzlich ein Teammitglied unabgemeldet oder „ohne triftigen Grund“ fehlt.

Regeln bilden sich durch das Tun der Teammitglieder. Ein Wir-Gefühl entsteht. Unterschiedliche Meinungen und Standpunkte können nun produktiv miteinander diskutiert werden, ohne dass Machtkämpfe daraus abgeleitet werden. Gegenseitiges Feedback mit einem guten Grundvertrauen ineinander ist möglich. Die Führungskraft kann nun aufatmen: Die Beziehungsebene ist geklärt. Jetzt können alle Teammitglieder ihre Energie und Kreativität in die Sachaufgaben stecken.

Die Führungskraft bekommt nun allmählich eine andere Rolle im Team: Nicht mehr die direktive Leitung ist gefragt. Das Team braucht mehr und mehr eine Führungskraft, die sich als Moderator und Berater des Teams versteht, die Eigenverantwortung und Selbstorganisation fördert sowie Rahmenbedingungen für die Arbeit des Teams herstellt.

Tipps für Teamleitungen

  • Jeder Mensch hat andere Stärken und Fähigkeiten. Fördern Sie die einzelnen Teammitglieder in ihren jeweiligen fachlichen (und menschlichen) Kompetenzen.
  • Definieren Sie Arbeitsziele für das Team.
  • Delegieren Sie als Führungskraft zunehmend Aufgaben, die Sie nicht selber erledigen müssen. Verteilen Sie mehr Verantwortung und Kompetenzen auf die Teammitglieder.
  • Sorgen Sie nicht nur für die fachliche Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter, sondern auch dafür, dass im Team Kompetenzen zur Konflikt- und Problemlösung erlernt und angewendet werden.

Ihr Team ist nun „erwachsen“. Ein Klima des gegenseitigen Gebens und Nehmens ist entstanden. Ein konstruktives Arbeiten im Team ist der Normalfall geworden.

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Bildnachweis: nd3000 / stock.adobe.com

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Dr. Annette Eckes