Arbeitsschutz

Sanieren von Gebäuden: Gefahr und Risiko vermeiden

Immer wieder müssen ältere Gebäude saniert werden. Während der Sanierungsarbeiten kommt es zu erheblichen Belastungen von Umwelt, Bewohnern und Mitarbeitern. Oft sind in Gebäuden noch gefährliche Substanzen und gesundheitsgefährdende Baustoffe versteckt. Denken Sie an Asbest, PCB und andere Materialien. Wie Sie Ihr Gebäude ohne Gefahr und Risiko sanieren, erfahren Sie hier.

Vielfach sind in unseren Gebäuden noch sogenannte Altlasten enthalten. Wird ein älteres Gebäude saniert, müssen diese Altlasten auch mit entsorgt und durch neue ungefährliche Werkstoffe ersetzt werden. Altlasten sind Materialien und Substanzen, die früher zum Bau oder Ausstattung von Gebäuden verwendet worden sind, ohne Kenntnis der gesundheits- und umweltgefährdenden Eigenschaften.

Diese Altlasten könnten auch in Ihrem Gebäude stecken:

Schimmelpilze: Diese kommen vor allem in Außenwänden oder in Kellern vor. Oft sind Schimmelpilze nicht sichtbar. Die Ursachen liegen in schlechter Isolierung, Bauschäden, fehlende Entlüftung oder Wassereintritt.

Formaldehyd in alten Gebäuden

Formaldehyd kommt in Pressspanplatten, Parkettboden und in Möbeln oder Fertigteilhäusern aus den Siebzigerjahren vor. Zwar kann man Formaldehyd nicht riechen, jedoch entstehen beim Menschen typische Symptome wie Kopfschmerzen, Erkrankungen der Atemwege oder Allergien.

Pestizide sind ein Risiko bei der Gebäudesanierung

Vor allem sind Pestizide
in Holzschutzmittel, Teppichböden, Schädlingsbekämpfungsmitteln und
Lederimprägnierungen enthalten. Schädigungen des Immunsystems und Krebs
sind die Folgen.

Asbest kommt in Bauten die vor 1991 gebaut worden sind vor. Meistens ist Asbest
in Isolierungen, Dach- und Fassadenplatten, Nachtspeicheröfen und
Bodenbelägen enthalten. Spätschäden von 20 bis 60 Jahren sind weit
verbreitet.

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe,
auch PCB genannt, kommen in Lacke, Trafos, Linoleumböden,
Brandschutzmassen und Fugenmasse vor. Besonders kritisch sind Produkte
aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren.

Wie Sie beim Sanieren Gefahren und Risiken für Mensch und Umwelt vermeiden:

Oberste Priorität ist der Gesundheitsschutz. Treffen Sie geeignete Schutzmaßnahmen, um Ihre Mitarbeiter gegen die Gefährdung von Gebäude- Altlasten zu schützen. Führen Sie zunächst eine Gefährdungsbeurteilung durch! Wenn Sie die potentiellen Gefahren ermittelt haben, so werden die Schutzmaßnahmen organisiert. Das sind die persönliche Schutzausrüstung und die technische Schutzausrüstung.

Persönliche Schutzausrüstung:

  • Atemschutz
  • Hautschutz
  • Arbeitshandschuhe
  • Sicherheitskleidung
  • Arbeitsschuhe
  • Kopfschutz

Technische Schutzausrüstung:

  • Absauganlage
  • Entstaubungsanlage
  • Punktabsaugung an Werkzeugen
  • Baustaubsauger
  • Luftreiniger
  • Hebezeuge
  • Sturzsicherungen

Sichern des Gebäudes gegen Staubaustritt

Die meisten Umweltbelastungen entstehen durch Austritt von Staub und Schutt aus den Gebäuden. Deshalb ist es notwendig, das zu sanierende Gebäude mit einem Staubschutz oder Schutzfolie an der Fassade zu sichern. Beachten Sie, dass auch Ihre Baustellenfahrzeuge den Staub von Gebäude in die Umgebung mitschleppen können und dort die Umwelt kontaminieren können. Sorgen Sie dafür, dass die Entsorgung des gesundheitsgefährdenden Materials so staubfrei wie möglich durchgeführt wird.

Lärm auf der Baustelle stellt eine besondere Belastung der Mitarbeiter und der Umgebung dar. Achten Sie darauf, dass Ihre Maschinen, Werkzeuge und Fahrzeuge auf der Baustelle so wenig Lärm wie möglich verursachen. Optimal sind schalldämmende Maßnahmen.

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Thomas Pfister