Arbeitsschutz

Raumklima im Winter: Bessere Luft am Arbeitsplatz

Raumklima im Winter: Bessere Luft am Arbeitsplatz
geschrieben von Thomas Pfister

Besonders in den Wintermonaten kann das Raumklima im Büro oder in der Produktion relativ schlecht sein. Die Gründe liegen meistens in wenig belüfteten Räumen und einer stark eingestellten Heizung. Auch Zugluft oder Kälte kann ein Problem sein. Wie Sie Ihren Arbeitsplatz richtig lüften, lesen Sie im folgenden Artikel.

Stickige Luft im Büro macht müde und die Konzentration lässt nach. Viele Menschen sind zugempfindlich und wollen daher nicht das Fenster oder die Türe öffnen. Aber auch in den Werkstätten und der Produktion kann die Luft schlecht sein. Besonders wenn geschweißt oder mit Lösungsmitteln gearbeitet wird. In manchen Produktionsbetrieben kann die Luft aufgrund von Bearbeitungsmaschinen mit Ausdünstungen belastet sein.

Je nachdem, wo sich Ihr Arbeitsplatz befindet, hängt Ihr subjektives Behaglichkeitsempfinden im Wesentlichen von folgenden Einflussgrößen ab:

  • Individueller Einfluss
    Körperliche Beanspruchung und Bekleidung
  • Physikalischer Einfluss des Gebäudes
    zum Beispiel die Wärmestrahlung und der Schallpegel am Arbeitsplatz
  • Raumlufttechnischer Einfluss
    Dieser wird durch die Temperatur, die Luftbewegung, Luftfeuchtigkeit und durch das Vorhandensein von Luftschadstoffen bestimmt.

Welches Raumklima ist für Sie geeignet?

Je nachdem, welche Tätigkeiten Sie verrichten, sind verschiedene Luftgeschwindigkeiten und Temperaturen bei der Arbeit geeignet. Hier unterscheiden wir folgende Klimazonen:

  • Geringe körperliche Beanspruchung
    Zum Beispiel sind dies Tätigkeiten im Sitzen im Büro. Hier sollte die optimale Raumtemperatur zwischen 19 und maximal 25 Grad Celsius liegen. Die Geschwindigkeit der Luft darf 0,10 Meter pro Sekunde nicht übersteigen.
  • Normale körperliche Beanspruchung
    Das sind Tätigkeiten, die Sie im Stehen verrichten. Das kann zum Beispiel beim Beruf des Friseurs oder in einem Geschäft sein. Da Sie sich dabei ein wenig bewegen, kann die Temperatur mit 18 bis 24 Grad Celsius ein bisschen darunter sein. Die maximale Luftgeschwindigkeit ist dabei mit 0,2 Meter pro Sekunde begrenzt.
  • Starke körperliche Beanspruchung
    Wenn Sie in anstrengenden handwerklichen Berufen tätig sind, wie zum Beispiel auf einer Baustelle, muss die Mindesttemperatur 12 Grad Celsius betragen. Die Raumtemperatur darf 25 Grad Celsius nicht überschreiten. An heißen Arbeitsplätzen, zum Beispiel in einem Stahlwerk muss nach Möglichkeit versucht werden, dieser Temperatur so nahe wie möglich zu kommen. Die maximale Luftgeschwindigkeit darf nur soweit erhöht sein, dass sie nicht als unangenehm empfunden wird.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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Thomas Pfister