Arbeitsschutz

PCB: Das Gift lauert in unseren Gebäuden

PCB: Das Gift lauert in unseren Gebäuden
geschrieben von Thomas Pfister

PCB – Polychlorierte Biphenyle – sind in unseren Gebäuden, Gewässern und im Boden. Es hat sich schon auf der ganzen Erde ausgebreitet! Die chronische Auswirkung auf unsere Gesundheit ist fatal: Leberschäden, Haarausfall, Chlorakne, Schädigungen unseres Immunsystems, Impotenz und viele Schädigungen mehr. Wo PCB bei uns vorkommt, und was man dagegen tun kann, das lesen Sie hier.

Unlängst musste eine ganze Schule in Deutschland das Gebäude wechseln. Es wurde ein erhöhter PCB-Wert im Gebäude gemessen. Auch bei der Lehrerschaft wurde eine erhöhte Krebsrate von über zehn Prozent festegestellt. Aber nicht nur Krebs, sondern auch Schilddrüsenerkrankungen und Bronchialerkrankungen sind vermehrt aufgetreten.

Wie giftig ist PCB?
Die chemische Bezeichnung von PCB ist Polychlorierte Biphenyle. Diese schwer abbaubaren Chlorverbindungen zählen zu den zwölf weltweit giftigsten organischen Stoffen, die durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 als "dreckiges Dutzend" weltweit verboten wurden.

Einmal vom Menschen im Körper aufgenommen, lagern sie sich im Fettgewebe ab. PBC kann auch direkt durch bloßen Hautkontakt aufgenommen werden.

Wo kommt PCB überall vor?
PCB kommt in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln, Dichtungsmassen, Kunststoffen, Transformatoren und Hydraulikflüssigkeit vor. In unseren Gebäuden sind diese Giftstoffe also in Verfugungen von Fliesen, Bodenbelägen und Innenräumen vor. Besondere Vorsicht ist bei alten Leuchtstoffröhren, Waschmaschinen und alten Geräten mit alten Kondensatoren geboten. 

Mittlerweile ist die Herstellung und Verwendung von PCB seit 1989 verboten. Es kommt jedoch immer noch in vielen Geräten, Materialien und Gebäuden, die vor 1989 hergestellt beziehungsweise errichtet worden sind, vor. 

Beängstigend ist, dass sich, infolge unsachgemäßer Handhabung zum Beispiel in Müllentsorgungsstätten, PCB in der Umwelt verteilt hat. Inzwischen ist es schon in die Nahrungskette gelangt und wird sogar in Fischen, Muttermilch und im menschlichen Fettgewebe nachgewiesen. 

Wie schützen Sie sich vor PCB?

  • Als sehr wirkungsvolle Sofortmaßnahme in PCB- belasteten Gebäuden hat sich ausgiebiges und regelmäßiges Lüften erwiesen.
  • Staubsaugen mit Staubsaugern, die mit Mikrofilter (HEPA-H13) ausgestattet sind, feuchtes Wischen und Reinigung von Gegenständen tragen zur Reduzierung der Belastung bei. 
  • Die sogenannte PCB-Richtlinie regelt die Vorsorge- und Grenzwerte von PCB, sowie die Höchstmengen in Lebensmitteln. So sagt die Richtlinie zum Beispiel aus, dass Räume mit über 3000 Nanogramm pro Kubikmeter Raumluft, sofort saniert werden müssen. Nanogramm sind 0,000000001 Gramm!
  • Materialien die über 50 Milligramm pro Kilogramm enthalten sind in einer eigens dafür zugelassenen Anlage zu entsorgen.

Weiterführende Links zu PCB:

  • Umweltbundesamt
  • Bayerisches Bundesamt für Umwelt

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Thomas Pfister

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