Arbeitsschutz

Latexallergie: Vorbeugung und Schutz bei Arbeitshandschuhen

Latexallergie: Vorbeugung und Schutz bei Arbeitshandschuhen
geschrieben von Thomas Pfister

Latex wird in vielen Bereichen zum Schutz gegen Infektionen, Verunreinigung und in der Verhütung eingesetzt. Latex schützt nicht nur, sondern kann bei bestimmten Menschen auch zu allergischen Reaktionen führen. Im beruflichen Bereich wird Latex vor allem bei Arbeitshandschuhen verwendet. Was Sie bei einer Latexallergie unternehmen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Verursacher einer Latexallergie sind die Proteine aus der Milch des tropischen Gummibaumes. Diese dringen vom Handschuh direkt in die Haut bis hin zu den Atemwegen. Je mehr Latexproteine im Handschuh enthalten sind, desto höher ist das Risiko einer Latexallergie. Gepuderte Latexhandschuhe sind besonders gefährlich, da sie eine höhere Proteinkonzentration aufweisen.

So erkennen Sie eine Latexallergie

Wenn Sie bis zu dreißig Minuten nach dem Anziehen von Latexhandschuhen einen starken Juckreiz an den Händen verspüren oder Ihre Nase zu rinnen anfängt, haben Sie wahrscheinlich eine Latexallergie. Diese Unverträglichkeit sollen Sie ernst nehmen, denn neben einer allergischen Reaktion können im Extremfall sogar lebensbedrohliche Schockzustände auftreten. Achten Sie bei Verdacht auf Latexallergie besonders auf folgende Symptome:

  • Nesselausschlag oder Rötung im Kontaktbereich mit Latex auf der Haut
  • Der Juckreiz und der Nesselausschlag breiten sich über den ganzen Körper aus
  • Augenlider und Lippen schwellen an
  • Tränen der Augen, Bindehautentzündung, Husten, Niesen, Asthma und Atemnot.

Besonders anfällig für eine Latexallergie sind Personen, welche auch auf Kiwis, Walnüsse, Bananen oder Pfirsiche allergisch reagieren.

Was Sie bei einer Latexallergie tun können

  • Wenn Sie an einer Latexallergie leiden, so muss Ihr Arbeitgeber Ihnen latexfreie Arbeitshandschuhe zur Verfügung stellen. Geeignete Alternativen sind Arbeitshandschuhe aus Polyethylen oder Vinyl.
  • Beschränken Sie den Einsatz von Latexhandschuhen. Verwenden Sie Einweg-Handschuhe aus Latex nur für den gezielten Infektionsschutz.
  • Verwenden Sie als Alternative auch Handschuhe aus Kunstgummi oder Kunststoff. Besonders thiuramfreie Handschuhe reduzieren das Risiko von Kontaktekzemen.
  • Falle es in bestimmten Fällen keine Alternative zu Latex gibt, so verwenden Sie puderfreie Handschuhe oder Handschuhe mit weniger als 30 Mikrogramm Latexprotein pro Gramm Handschuh.
  • Hautpflege ist dabei besonders wichtig. Nach jedem Waschen sollten Sie Ihre Hände gut abtrocknen und eincremen.

Fazit: Eine Latexallergie kann sehr unangenehm und sogar gefährlich sein. Deshalb ist es Wichtig, dass Sie auf die körperlichen Reaktionen achten, wenn Sie eine Latexallergie vermuten. Deuten die Symptome auf eine Allergie hin, sollten Sie sofort die entsprechenden Vorkehrungen treffen, die hier beschrieben wurden und verwenden Sie künftig entsprechende Ersatzmaterialien.

Bildnachweis: photoniko / stock.adobe.com

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Thomas Pfister