Zeitmanagement

Zeitmanagement: Zeitreserven im Alltag finden

Zeitmanagement: Zeitreserven im Alltag finden
geschrieben von Burkhard Krupa

Sie glauben keine Zeit zu haben? Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einer nicht unwichtigen Aufgabe. Plötzlich fällt Ihnen ein, dass Sie ja nur mal schnell etwas googeln wollten. Gesagt getan. Als Sie nach einiger Zeit auf die Uhr schauen, ist fast eine halbe Stunde vergangen. Deshalb sollten Sie sich Gedanken machen, wo Ihre Zeit bleibt und wie Sie Zeitreserven für sich finden.

Erfahren Sie hier mehr über das richtige Zeitmanagement.

1. Schritt: Schreiben Sie auf, wofür Sie Ihre Zeit verwenden

Solange Sie das nämlich nicht wissen, nützen alle Maßnahmen, die Sie ergreifen, recht wenig. Ein Zeitprotokoll ist eine sehr effiziente Methode, um herauszufinden, wofür genau Sie Ihre Zeit einsetzen. Und glauben Sie nicht, Sie wüssten es. Ein Trugschluss, dem viele Zeitgenossen (leider) unterliegen. In meinen Seminaren kommt immer wieder der Widerspruch zwischen gedachtem und tatsächlichem Zeitverbrauch zum Vorschein.

Deshalb gibt es keinen besseren Weg, um Ihre eigenen Vorstellungen in Sachen Zeit sichtbar zu machen. So gelingt es Ihnen, besser als bisher, festzulegen, wofür Sie Ihre Zeit ab sofort einsetzen und wofür nicht. Die Folge: Sie bekommen ein ganz neues Zeitbewusstsein und können Zeitreserven finden.

Notieren Sie beispielsweise eine Woche lang sehr genau, was Sie wann und wie lange gemacht haben (Stichpunkte reichen). Schummeln Sie dabei nicht, denn es geht um Ihre Zeit und das Aufdecken Ihrer Zeitreserven – und da hilft nur Ehrlichkeit. Sie werden belohnt mit neuen Einsichten und mehr verfügbarer Zeit.

2. Schritt: Führen Sie eine Analyse Ihrer Zeitverwendung durch

Haben Sie Ihr Zeitprotokoll erstellt, geht es an die Analyse, um Zeitreserven zu finden. Dabei helfen Fragen wie:

  • Welche Ihrer Tätigkeiten beanspruchen sehr viel Zeit? Welche Dinge kommen zu kurz, obwohl sie Ihnen wichtig sind?
  • Welche Aufgaben machen Ihnen das Leben schwer, weil sie mit viel Mühe verbunden sind und daher besonders gerne von Ihnen aufgeschoben werden?

Zugegeben, ein Zeitprotokoll zu führen ist anfangs ungewohnt und auch lästig, hat aber auch jede Menge Vorteile. Einer davon hängt damit zusammen, dass Sie schon beim Verfassen des Protokolls einen Eindruck davon bekommen, bei welchen Gelegenheiten Sie Ihre Zeit sinnvoll einsetzen und bei welchen nicht. Und das wird Ihnen die Augen für eine ganze Reihe von Zeitreserven öffnen.

3. Schritt: Leiten Sie Veränderungen ein

Nach der Analyse folgt die Überlegung, was Sie wie verändern möchten. Viel Zeit für den Beruf zu investieren mag sicherlich richtig sein, doch Sie stoßen schnell an Ihre Grenzen, wenn die Familie oder der Partner darunter leiden. Wenn Sie sich zu wenig um Ihre Gesundheit kümmern oder Ihre Hobbys und sozialen Kontakte bisher auf der Strecke geblieben sind, dann sollten Sie auch dort ansetzen und für eine Balance sorgen.

Was nicht bedeutet – um bei den genannten Lebensbereichen zu bleiben – jeweils 20 Prozent für jeden anzustreben. Das ist realitätsfern und kaum machbar. Suchen Sie daher einen ausgewogenen Mix für sich, mit dem Sie zufrieden sind und leben können. Doch vor allem: Schieben Sie die Veränderung nicht auf die lange Bank, denn die hat manchmal kein Ende.

Viel Erfolg beim Umsetzen!
Ihr Burkhard Krupa
Experte für Zeitmanagement

Bildnachweis: VadimGuzhva / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Burkhard Krupa