Zeitmanagement

So legen Sie Ihren inneren Schweinehund an die Leine

geschrieben von Burkhard Krupa

Den inneren Schweinehund kennt jeder von uns und doch ist es nicht ganz so einfach, ihn in den Griff zu bekommen. Auch wenn viele Dinge sich durchaus ohne Zeitdruck und ohne Aufwand erledigen ließen, ist die leise aber überzeugende Stimme in Ihrem Inneren dennoch sehr hartnäckig – und leider meistens siegreich. Ich gebe Ihnen hier drei Strategien an die Hand, mit denen Sie Ihren eigenen Schweinehund endlich an die Leine legen.

1. Strategie: Fangen Sie einfach an!

Lassen Sie sich von Ihrem inneren Schweinehund überzeugen, hat das in der Regel gleich mehrere Gründe: Vor allem entstehen Zweifel und Ihnen fallen dutzende Einwände ein, warum Ihr Vorhaben schiefgehen könnte. Vielleicht setzen Sie sich sogar noch dem Gespött der Leute aus. Hinzu kommt, dass Sie glauben, dass Sie Ihr Ergebnis nicht so perfekt erreichen können, wie es Ihnen vorschwebt.

Hören Sie auf sich über diese Sachen den Kopf zu zerbrechen, sondern fangen Sie mit der Arbeit an, selbst wenn Sie noch nicht wissen, was im ersten Schritt dabei herauskommen wird. Lassen Sie nicht zu, dass Sie sich erst durch erheblichen Leidensdruck bewegen. Denken Sie über die künftige Situation nach und was Ihnen alles passieren kann, wenn Sie nicht loslegen. Was kostet Sie das Aufschieben und welche Konsequenzen drohen? Sind diese gerechtfertigt? Im Umkehrschluss erkennen Sie recht schnell die positiven Aspekte Ihres Handelns. Warten Sie deshalb nicht auf den richtigen Zeitpunkt, der in den meisten Fällen sowieso nie kommt. Durch zaudern und abwarten verstreicht wertvolle Zeit, die Sie an anderer Stelle besser einsetzen können. Denn eine unangenehme Aufgabe verliert durch Nichtstun nicht ihren Schrecken.

2. Strategie: Stärken Sie Ihre Selbstdisziplin!

Das ist vor allem dann notwendig, wenn Sie es mit Aufgaben zu tun haben, die zwar langweilig oder unangenehm sind, die aber trotzdem erledigt werden müssen. Sobald Ihr innerer Schweinehund sich bei diesen Aufgaben, die aber dennoch dringenden sind, meldet, setzen Sie ihm ein klares „Stopp“ entgegen. Sagen Sie es ruhig laut, sobald Sie den Verführer in sich aufkommen spüren.

Das stärkt auf der einen Seite Ihre Selbstdisziplin und schützt Sie auf der anderen Seite davor, doch etwas aufzuschieben bzw. sich ablenken zu lassen. Blocken Sie ihn ab, bis die Steuererklärung fertig, das schwierige Telefonat geführt oder die Vorbereitungen für den Quartalsbericht abgeschlossen sind. Setzen Sie für sich vorher schon eine kleine Belohnung fest, wenn Sie standhaft bleiben. Und dann genießen Sie Ihren Erfolg und freuen sich darüber, dass Sie schon wieder eine unangenehme Aufgabe von Ihrer Liste streichen können.

3. Strategie: Lassen
Sie ihn auch mal gewähren!

Auch wenn es Ihnen vielleicht seltsam erscheint, aber lassen
Sie sich auch mal ablenken. Wenn Sie gegen Ihren inneren Schweinehund wirklich
gar nicht mehr ankommen, weil er einfach alle Register zieht, um Sie zu
überzeugen, geben Sie ihm ab und zu mal nach.

Erlauben Sie sich eine Ablenkung, machen Sie eine kurze
Pause oder lassen Sie andere Unterbrechungen zu. Das hilft sogar manchmal der
Konzentration auf die Sprünge. Achten Sie nur darauf, dass Sie die Dauer
begrenzen, denn der Schweinehund gibt nicht von allein auf. Beschränken Sie
sich beispielsweise auf eine Viertelstunde und dann gehen Sie mit neuer
Motivation an Ihre nächsten Aufgaben. Entwickeln Sie dafür eine Regelmäßigkeit,
dann wissen Sie beim nächsten Mal, wann Sie eine Pause machen und sich der
Ablenkung nicht widersetzen. Das hat den Vorteil, dass Sie zu diesem Zeitpunkt
nicht lange überlegen müssen, ob der jeweilige Augenblick passt oder nicht.

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Burkhard Krupa

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