Zeitmanagement

Diese drei Hauptursachen führen zu Aufschieberitis

Diese drei Hauptursachen führen zu Aufschieberitis
geschrieben von Wera Nägler

Aufschieben von Aufgaben ist ein weit verbreitetes Phänomen, und dennoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn auf der einen Seite kostet es viel Zeit, Vorgänge immer wieder unvollendet an die Seite zu legen. Andererseits zermürbt es auch das eigene positives Selbstbild. Vielleicht finden Sie sich in der analytischen Herangehensweisen wieder, wenn Sie die Hauptgründe für das Aufschieben jetzt lesen.

Aufschieben ist weit verbreitet

Kennen Sie das? Sie rufen Ihre E-Mails ab. Dabei fällt Ihr Blick auf die Anfrage eines Kollegen. Mit schlechtem Gewissen denken Sie daran, dass die Mail schon seit zwei Tagen in E-Mail Postfach ist. Unschlüssig beginnen Sie zu lesen. Als das Telefon klingelt, schließen Sie mit erkennbarer Erleichterung die E-Mail. „Mach ich morgen“, denken Sie und greifen zum Telefon.

Oberflächlich betrachtet, scheint es 1000 Gründe für das Aufschieben von Aufgaben zu geben. Tatsächlich gelten die drei folgenden Gründe als Hauptursachen:

  • Dinge werden als unangenehm empfunden
  • Dinge werden als schwierig empfunden
  • Dinge die (harte) Entscheidungen erfordern

Selbstcheck: Welches ist Ihre Hauptursache?

Legen Sie sämtliche Vorgänge, die Sie aufschieben, auf einen Stapel. Wahlweise schreiben Sie kleine Zettel mit Stichworten als Platzhalter für Vorgänge, die nur elektronisch vorliegen. Teilen Sie nun in drei Stapel ein: 1. unangenehm, 2. schwierig, 3. entscheiden.

Wenn Sie Ihr Ergebnis mit diesen drei Stapeln betrachten, zu welchem Schluss kommen Sie dann? Gibt es einen Favoriten? Sind es zwei Hauptgründe oder sind Sie ein „Mischtyp“?

Was müssten Sie in Zukunft anders machen?

Fakt ist: Unangenehmes wird nicht plötzlich gut. Schwieriges wird durch Aufschieben nicht leichter. Und Entscheidungen vermeiden führt durch Aufschieben nicht plötzlich zu Entscheidungen.

Die Frage ist also, was brauchen Sie, um in Zukunft unangenehme, schwierige oder entscheidungsreife Aufgaben nicht mehr aufzuschieben? Sammeln Sie doch gemäß ihrer Auswertung erste Ideen. Sie wissen ja jetzt, auf welchen Stapel Sie sich vor allem konzentrieren sollten. Was könnte anders laufen? Was müssten Sie tun oder lassen, um anstehende Aufgaben zu erledigen? Notieren Sie ihre Eindrücke.

Tipps, um unangenehme Aufgaben zu erledigen

Sie könnten sich eine (kleine) Belohnung in Aussicht stellen, wenn Sie die unangenehme Aufgabe erledigt haben. Lob motiviert immer mehr als Schuldgefühle oder sich selbst Vorwürfe zu machen, weil man aufschiebt.

Sie könnten sich auch klare Erledigungszeiten setzen, die in Ihrem Terminkalender wie ein Geschäftsbesuch eingetragen sind. Auch Regeln und Regelmäßigkeiten sind hierbei oft hilfreich. Beispielsweise die Regel: Morgens als erstes und direkt vor der Mittagspause sind 20 Minuten für unangenehmer Aufgaben reserviert.

Impulsfragen, um schwierige Aufgaben zu enttarnen

Bei schwierigen Aufgaben habe ich nicht direkt Tipps für Sie, sondern Fragen zur Klärung. Denn bei schwierigen Aufgaben gilt es, die eigene Situation noch etwas genauer zu analysieren. Am besten beantworten Sie die Fragen schriftlich.

  • Welche Aufgaben oder Themen überfordern Sie konkret?
  • Welche Fähigkeiten vielen Ihnen konkret? Wie könnten Sie hier nachbessern?
  • Wer oder was könnte Sie unterstützen?

Wissen Sie, wie Sie schwierige, neue, große Aufgaben anpacken sollten? Wenn nein, woher können Sie dieses Wissen bekommen?

Entscheidungsschwäche hat Gründe

Die meisten Menschen tun sich schwer mit dem Treffen von Entscheidungen. Doch wenn keine Entscheidungen getroffen werden, dann geht es auch nicht voran. Machen Sie sich auch hier wieder klar, welches die Gründe für Ihre Entschlusslosigkeit sind. Einige Denkanstöße für Sie:

  • Besitzen Sie die Entscheidungsbefugnis und Kompetenz, um eine Entscheidung zu treffen?
  • Brauchen Sie mehr Informationen oder Wissen, um zu entscheiden?
  • Gibt es weitere, äußere Gründe, die verhindern, dass Sie Entscheidungen treffen? Welche sind das?

Liegt es vor allen Dingen an Ihnen selbst? Dann informieren Sie sich an anderer Stelle, wie Sie besser mit Ihrer Entschlusslosigkeit umgehen können. Denn je länger Sie Entscheidungen hinausschieben, desto stärker untermauert dies ihr Selbstwertgefühl.

Jetzt sind Sie dran – Aufschieberitis ade

Aufschieben löst keine Probleme, das wissen Sie ja sicher selbst. Denn schwieriges wird nur durch Erledigen leichter. Und Unangenehmes muss manchmal schlicht und ergreifend einfach und pragmatisch erledigt werden. In dem Sinne: Packen Sie’s an! Gutes Gelingen!

Bildnachweis: Rostislav Sedlacek / stock.adobe.com

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Wera Nägler