Büroorganisation

Aufgeräumter Schreibtisch: Ordnung in den Schubladen

Aufgeräumter Schreibtisch: Ordnung in den Schubladen
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geschrieben von Wera Nägler

Sie fischen einen Stift aus Ihrem Stiftebecher und Büroklammern und Gummis tauchen auch gleich mit auf. Sie recken sich zum Locher, denn der steht hinter der Rechenmaschine, die Sie für die Monatsabrechnung benötigen. Und waren Briefmarken in der ersten oder zweiten Schublade?

Damit Sie effizient und ohne Ablenkungen arbeiten können, sollten Sie einen optimal aufgeräumten Schreibtisch anstreben. Doch das ist für viele leichter gesagt als getan. Aufräumen fällt schwer, eine dauerhafte Ordnung scheint schier unmöglich. Doch Ordnung ist nicht nur eine Form der Ästhetik. Selbst für die sogenannten „Chaoten“ gilt: Wenn auf Ihrem Schreibtisch zu viele Dinge stehen, schadet das Ihrer Konzentration.

Der Schreibtisch sollte aufgeräumt sein

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die einen aufgeräumten Schreibtisch ablehnen, weil sie kein „pingeliger Buchhalter“ sind und das Chaos auf Ihrem Schreibtisch für ein Sinnbild ihrer Kreativität halten: Geben Sie sich eine andere „Spielwiese“ für den Ausdruck Ihrer Lebendigkeit und Kreativität. Schaffen Sie eine Pinnwand dafür oder ein extra Regal, in dem Sie die kreativ-verspielte Seite Ihrer Persönlichkeit ausleben. Aber Ihr Schreibtisch sollte immer und zu jeder Zeit eine aufgeräumte, geordnete Arbeitsplattform darstellen.

Das Prinzip der Reichweite beim aufgeräumten Schreibtisch

Alles, was Sie häufig benötigen, sollte in bequemer Reichweite sein. Alles, was Sie selten benötigen, kann in Schubladen oder auf oder in einem Sideboard oder Regal untergebracht werden. Die Rechenmaschine, die nur einmal monatlich gebraucht wird, hat auf dem Schreibtisch nichts zu suchen! Sie kann auf ein Sideboard oder Regal oder in eine Schublade. Auf dem aufgeräumten Schreibtisch nimmt sie – gemessen an ihrem Einsatz – völlig unnötig Platz ein.

Sicher werden Sie Stifte in bequemer Reichweite ansiedeln wollen. Wenn Sie einen Brieföffner haben, den Sie fast nie gebrauchen, weil die Post bereits geöffnet bei Ihnen eintritt, dann braucht der Brieföffner nicht in den Stiftehalter. Auch die Schere, die Sie fast nie brauchen, kann in eine Schublade. Ein Griff und sie wird herausgenommen und nach Gebrauch wieder weggelegt.

Mit System einen aufgeräumten Schreibtisch erhalten

Ein Problem der Büroordnung: Die meisten Schreibtische und Rollcontainer haben mehrere Schubladen. Da verliert man unter Umständen schnell die Übersicht. Was ist in welcher Schublade? War die Briefwaage in der mittleren Schublade oder ganz unten? Sind die Prospekthüllen in der zweiten oder dritten Schublade? Das führt dazu, dass die Versuchung groß ist, alles gut sichtbar wieder auf den nun aufgeräumt Schreibtisch zu stellen. Und schon wird der immer voller und unübersichtlicher. Dabei gibt es ein ganz einfaches System. Das Prinzip der Reichweite besagt:

  • Alles, was häufig gebraucht wird, hat den schnellsten und direktesten Zugriff.
  • Was weniger häufig eingesetzt wird, ist weiter weg angeordnet oder untergebracht.

Aufgeräumter Schreibtisch plus Ordnung in den Schubladen

Ordnen Sie in die oberste Schublade alles, was Sie am häufigsten gebrauchen. Das ist sozusagen Ihre Standardschublade am Schreibtisch im Büro. Hier kann meist alles an kleinen Arbeitshelfern hinein, was bisher auf Ihrem Tisch herumlag. Hier wäre der Platz für Schere, Cutter, Brieföffner, Korrekturband etc. Hier könnte der neue Platz nicht ständig benötigter Utensilien wie Locher, Tacker, Tesaabroller, Klebestift, kleiner Taschenrechner sein.

Um den aufgeräumten Schreibtisch zu erhalten, kommt in die unteren Schubladen alles, was nur für spezielle Aufgaben benötigt wird. Das gleiche Prinzip wie beim Schreibtisch aufräumen gilt innerhalb jeder einzelnen Schublade: Vorn ist alles, was oft gebraucht wird, in den schwer erreichbaren Tiefen sind die seltener verwendeten Dinge.

Meist lässt sich für einen aufgeräumter Schreibtisch im Büro in einer Schublade nur dauerhaft Ordnung halten, wenn Sie sie unterteilen. Setzen Sie dazu offene Schachteln, flache Sortierkästen und andere Elemente ein. Dies verhindert, dass alles durcheinander rutscht und Sie doch immer wieder suchen und kramen müssen.

Schaffen Sie Themenfelder in den Schubladen

Wenn Sie Dinge, die thematisch zusammen gehören, in einer Schublade sammeln, werden Sie automatisch Ihren aufgeräumten Schreibtisch erhalten, weil Sie auf alles einen schnellen Zugriff haben. Sie haben einen kleinen Vorrat häufig gebrauchten Büromaterials? Dann alles zusammen in eine Schublade. Briefwaage, Briefmarken, Umschläge, Kurzmitteilungen für handschriftliche Ergänzungen könnten zum Thema „Post-Schublade“ gehören. Digitalkamera, USB-Stick, Akkus und Ladegerät könnten sich in einer anderen Schublade gemeinsam einrichten.

Jetzt sind Sie dran

Überprüfen Sie für sich die vorgestellten Tipps. Suchen Sie sich die Punkte heraus, die Sie umsetzen wollen. Überlegen Sie, wie die ersten drei Schritte dazu aussehen und wann Sie sie umsetzen. Schaffen Sie Ordnung und ein System, das gut zu Ihnen passt: Ordentlich, aber nicht penibel. Freuen Sie sich darüber, wie viel Platz auf Ihrem aufgeräumten Schreibtisch ist und wie schnell Sie die Dinge zum Arbeiten zur Hand haben.

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Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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