Office

Bei LibreOffice gilt es diese 5 Punkte zu beachten

Bei LibreOffice gilt es diese 5 Punkte zu beachten
geschrieben von Burkhard Strack

LibreOffice ist eine Zusammenstellung freier Software, die sich für typische Arbeiten im Büro oder privaten Haushalten eignet. Der Funktionsumfang kann mit dem von Microsoft Office verglichen werden, sich selber sieht LibreOffice aber als der legitime Nachfolger von OpenOffice.

Das Entwicklerteam ist damals (09/10) von diesem abgespalten. Diese fünf Punkte gilt es bei LibreOffice zu beachten.

  1. Komponenten installieren
  2. Programmübergreifende Funktionen
  3. Wissenschaftliche Arbeiten
  4. Hohe Auflösung
  5. PNG-Dateien

1. Komponenten können einzeln oder komplett installiert werden

Das Office-Paket ist, wie auch schon OpenOffice, in modularer Form aufgebaut. Es können also einzelne ausgewählte Programme genutzt werden, statt einem großen Programm installieren zu müssen. Zum März 2016 umfasst die LibreOffice Zusammenstellung insgesamt sechs Programme: Writer, Calc, Impress, Base, Draw und Math. Writer ist ein Textverarbeitungsprogramm, Calc hingegen ähnelt Excel, während sich Impress zum Erstellen von Präsentationen eignet.

Das Datenbankmanagementsystem liefert Base, Draw hingegen ähnelt als Grafikprogramm Paint und Math ist ein Formeleditor. Math ist in diesem Fall aber weniger ein eigenständiges Programm als eine zusätzliche Hilfe, mit der Formeln für Writer, Calc oder Impress erstellt werden können. Alle Komponenten lassen sich ansonsten unabhängig voneinander installieren.

2. Programmübergreifende LibreOffice-Funktionen

Wegen des modularen Aufbaus sind einzelne Funktionen und Komponenten in den jeweiligen Programmen abgetrennt und werden auch in anderen LibreOffice Bestandteilen genutzt. Deutlich wird das beispielsweise anhand der Rechtschreibprüfung, welche in Calc oder in Impress auch dann angeboten wird, wenn das eigentliche Textverarbeitungsprogramm Writer nicht installiert wurde. Ähnlich verhält es sich mit dem Thesaurus.

Diese programmübergreifende Funktionalität soll Anwendern die modulare Anwendung des Office-Paketes erleichtern, da einzelne Funktionen nicht eingeschränkt werden, wenn das primäre Produkt dazu nicht installiert ist. Bei dem Office-Paket erhalten Sie in der Praxis also einen tatsächlichen modularen Aufbau, wo jedes Programm unabhängig voneinander funktioniert.

3. Das kostenfreie LibreOffice-Paket eignet sich auch für wissenschaftliche Arbeiten

Auch wenn sich die Menüpunkte gegenüber dem Branchenführer Microsoft Office unterscheiden, so sind sie in dem freien Office-Paket dennoch vorhanden. Für wissenschaftliche Arbeiten werden alle notwendigen Instrumente zur Verfügung gestellt, darunter auch eine Zitat-Funktion mit entsprechend einheitlich formatierten Querverweisen, Kopf- und Fußnoten und die automatische Anfertigung eines Inhaltsverzeichnisses.

Bei den Fußnoten können Sie sogar bestimmten, ob diese am Ende der Seite oder am Ende des Dokumentes (auf der letzten Seite) aufgeführt werden. Viele der wissenschaftlichen Instrumente finden Sie im Menü unter Einfügen -> Feldbefehl. Hier können Sie ein Dokument auch als Autor signieren.

4. LibreOffice ist ausgerichtet auf eine Auflösung von mindestens 1024 x 768

LibreOffice fordert dem PC nicht viel Leistung ab, die Oberfläche wurde jedoch auf eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten oder höher eingestellt. Für Notebooks mit sehr kleinem Display eignet sich das Office-Paket daher unter Umständen nicht, da Sie sonst häufiger scrollen müssen und sich einzelne Elemente überschneiden können. Abgesehen von der Auflösung ist das Office-System aber sehr flexibel, was größtenteils dem offenen Quellcode zu verdanken ist. Sie können folglich auch eine Installation auf den eher seltener genutzten Unix-Betriebssystemen oder auf Linux vollziehen. Für Windows wird jede Version ab XP unterstützt. Ein Windows 2000 Support wird nicht mehr gewährleistet.

5. PNG-Dateien werden erst in den aktuellen LibreOffice Versionen unterstützt

Ab der Version 5.1.0, die im Februar 2016 erschien, können auch png-Dateien in Calc, Impress und Writer eingelesen werden. Dieses Format eignet sich vor allem für hochauflösende Grafiken oder für bearbeitete Bilder. Nutzen Sie eine ältere Version vom LibreOffice (vor 5.1.0), müssen Sie entsprechende Grafiken in das jpg-Format umwandeln, um diese in Ihren Libre-Office-Dateien integrieren zu können. Es empfiehlt sich daher das kostenfreie Update auf die aktuelle Version.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

Leave a Comment