Kundenbindung

3 erfrischende Wege für Ihre Reputation

3 erfrischende Wege für Ihre Reputation
Hanspeter Reiter
geschrieben von Hanspeter Reiter

Für gute Kundenbewertungen lassen sich Unternehmen heutzutage eine Menge einfallen: Vielfach poppt „Umfrage“ am Bildschirm auf, Gutscheine werden versprochen, Identifikations-Subjekte geboten, nämlich bekannte Persönlichkeiten, denen „man“ gerne nacheifert …

1. Sagen Sie „danke“ statt etwas zu versprechen

Natürlich können Sie zögernde Kunden anstoßen, ihre positive Bewertung abzugeben, etwa durch einen Gutschein, Bargeld, konkreten Gegenstand. Doch gerade die zufriedensten Kunden, Ihre besonders loyalen, reagieren kaum auf derlei extrinsische Motivation – oder stehen solchen Angeboten sogar ablehnend gegenüber: Altruismus basiert auf intrinsischen Motiven!

Willkommen ist jedoch in aller Regel, wenn (und dass!) Sie „Dankeschön!“ sagen. Ob nun schriftlich, evt. verbunden mit Blumenstrauß oder einer Flasche Wein – oder mündlich bei einem Treffen – oder bei besonders wichtigen Empfehlern gar mit einer Veröffentlichung. So ist es bei US-Privatunis gang und gäbe, Spendern einen Eintrag in eine Tafel zu widmen, die deutlich sichtbar angebracht wird. – Wobei auch hier gilt, viele werden lieber anonym aktiv. Was bei Empfehlungen kaum möglich ist, bei Bewertung in Summe durchaus.

2. Empfehlen Sie sich selbst!

Ach, auf einmal – und sonst heißt es immer, die Stimme eines neutralen Dritten sei besonders wertvoll, denn Mitarbeitende sprechen natürlich pro Unternehmen, erst recht der Unternehmer selbst? Nun, drehen Sie den Spieß mal um – und nehmen sich ein Beispiel bei Unternehmern wie Claus Hipp (Babynahrung), Wolfgang Grupp (Trigema Kleidung) oder Friedemann Kunz (Scanhaus Marlow Fertighäuser): Sie nehmen die Rolle des ehrbaren Kaufmanns ein, der für die Qualität seiner Ware persönlich einsteht.

Und diese Art der „Empfehlung“ kommt offenbar gut an, bei potenziellen Kunden, die eben noch nicht wissen, was auf sie zukommt. Muss dann nur auch passen …

3. Fragen Sie – nach Negativem …

Wie bitte, wird’s jetzt abstrus? Ziel muss doch sein, möglichst viele positive Bewertungen zu erhalten? Im Prinzip ja – doch es gibt mindestens drei Gründe, auch die negativen zu provozieren:

  1. Die Menge macht’s – d.h. je mehr Bewertungen Sie zeigen können, desto eher kaufen Menschen bei Ihnen – es dürfen auch negative sein, besser als keine oder wenige!
  2. Ihre Bewertungen insgesamt werden glaubhafter. Kaum ein (Neu-)Kunde unterstellt, dass Sie nahe an 100% zufriedene Kunden haben können – da machen sich (einige) negative durchaus gut!
  3. Wenn Sie fragen „Was hat Ihnen weniger gefallen?“ denken die Menschen auch darüber nach, was sie gut fanden – und äußern das. Womit Sie aus negativen auch positive Bewertungen schaffen. – Übrigens, für Sie intern: Sie können eine Menge lernen, aus diesen eher negativen Reaktionen, nämlich „Was können wir besser machen?“. Gratis!

Fazit für Sie?

Und was sagen Sie jetzt? Mal einen anderen Blickwinkel eingenommen, schon wird „ein Schuh“ daraus, anders vorzugehen als all die anderen im Markt … Viel Erfolg damit wünsche ich Ihnen …

Bildnachweis: ibreakstock/Adobe Stock

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Hanspeter Reiter

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