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Hausbau: Preissenkungen für Hausbaukunden nicht in Sicht

Die Preissituation, die im Moment herrscht, spielt manchem Haus- und Wohnungsbauer regelrecht in die Karten, mag der Bauinteressent glauben. Die genaue Analyse weist sehr schnell auf andere wirtschaftliche Zusammenhänge und Notwendigkeiten hin. Welche das sind und was Sie jetzt bei der Preiserhöhung im Hausbau tun können, erfahren Sie in dieser Artikelserie.

Auch wenn der Bauunternehmer jetzt nach langer Zeit des Wartens aus Ihrer Sicht in die Lage versetzt wird, seine Preise zu erhöhen und dadurch bessere Deckungsbeiträge zu erzielen: Mit dem Hausvertragsabschluss zu warten, bis sich eine günstigere Preisgestaltung einstellt, lohnt für die absehbare Zukunft nicht.

Aufwärtstrend der Preise im Haus und Wohnungsbau nicht aufzuhalten

Die Hausbau-Branche erfreut sich seit längerer Zeit der sicheren, sogenannten Vollauslastung. Das wiederum zieht sich durch nahezu alle Gewerke. Bei den Profis in der Szene, die auch schon in der Vergangenheit auf eine gute Nachfrage blicken konnten, wird sich das Angebot zwangsläufig weiter verteuern.

Haus-Kalkulation verteuert sich

Die Handwerkspartner müssen Lohnsteigerungen und Preiserhöhungen bei den eingesetzten Produkten weitergeben.

Höhere Tarifabschlüsse, die endlich auch mal den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Handwerksfirmen zugutekommen, führen zwangsläufig zu einer Preiserhöhung der Einstandspreise beim Hausbau-Unternehmer und diese muss weitergegeben werden.

Nachfrage und Auslastung verknappen zusätzlich das Angebot

Eine Spitzenauslastung der Profifirmen im Handwerk und die insbesondere im Bauträgerbereich gestiegene Nachfrage führen außerdem zu einer lange nicht gekannten Verknappung verfügbarer Handwerksleistungen.

Das wiederum treibt die Preise im Einkauf von Subunternehmerleistungen nach oben und verteuert Ihren Bauwunsch. 

Einzelne Gewerke besonders gefragt

Einzelne Gewerke wie Heizung/Sanitär oder Wärmedämmverbundsysteme sind besonders drastisch verknappt und erleben im Moment ein echtes, jahrelang nicht gekanntes Hoch.

Anstieg der Industriepreise für Markenartikel kommt dazu

Nach Jahren rückläufiger Preisentwicklung bis 2011 dreht sich hier seit gut 2 Jahren das Blatt zum Nachteil für den Häuslebauer. Preiserhöhungen bei nahezu allen Markenartikeln, die im und am Haus verbaut werden, sind die Folge. Die Industrieunternehmen haben aus ihrer Sicht lange genug auf diesen Moment gewartet. Viele Fusionen werden erst jetzt durch die eintretenden Markterfolge in Sachen wirtschaftlichen Erfolges belohnt.

Preisentwicklungen zweistellig

Bei einem Hauspreis von etwa 250.000,00 Euro machen die genannten Preisverteuerungen nach unseren Kenntnissen schnell eine Summe von 5 % und mehr oder 10.000,00 bis 15.000,00 Euro pro Haus aus.

Deckungsbeitrag unberücksichtigt

Wohlgemerkt: Wir reden bis hierhin nicht von einer Steigerung des Deckungsbeitrages für das Hausbau-Unternehmen, sondern nur von der Weitergabe branchenüblicher Kostensteigerungen, die letzten Endes alle Hausbauer zu verkraften haben.

Ende der Preisspirale nicht in Sicht

Ein Ende dieser Preisspirale ist momentan und für die überschaubare Zukunft aus unserer Kenntnis nicht abzusehen, da die grundsätzliche Situation sich soweit überschaubar nicht verändern wird.

Lesen Sie bitte auch die weiteren Teile zu diesem Thema, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

Beste Grüße aus Meerbusch und viel Erfolg beim Abschluss Ihres Bauvertrages wünscht Ihnen

Theo van der Burgt (c/o Bauherrenreport)

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