Stress

Wenn krankhafte Eifersucht die Beziehung belastet

Wenn krankhafte Eifersucht die Beziehung belastet
geschrieben von Jutta Baur

Eifersucht ist ein Beziehungskiller. Sie ersetzt die Gemeinsamkeit der beiden Partner durch den Stress von Misstrauen und Kontrolle.

Ein wenig Eifersucht ist ja ganz nett. Hat man doch das Gefühl, dass man dem Partner nicht gleichgültig ist. Das schmeichelt. Dieses Quäntchen Eifersucht fördert das Bemühen umeinander, darf jedoch niemals einengen. Ein Hauch von Eifersucht macht deutlich, dass man lieb Gewonnenes gerne behalten möchte.

Stress mit dem Partner durch krankhafte Eifersucht

Ganz anders sieht es aus, wenn einer der beiden Partner an übermäßiger oder krankhafter Eifersucht leidet. Wenn er kontrolliert, erdrückt und immer wieder Stress macht, ist das zerstörerisch für die Beziehung. Dabei liegt ein Zuviel an Eifersucht für jeden an anderer Stelle. Sobald also einer der beiden Partner unter der Situation leidet, muss die Eifersucht unbedingt thematisiert werden.

Was tun, wenn die Eifersucht zu Stress in der Beziehung führt?

Der Königsweg ist der, die Eifersucht zuzugeben. Das ist schwer, denn es bedeutet im Klartext, sich einzugestehen, dass man kontrolliert, nachspioniert, misstraut und verdächtigt. Alles Dinge, die möglicherweise nicht ins Selbstbild passen. Man möchte doch viel eher liebevoll, herzlich und zärtlich sein.

Stattdessen erfährt man in Phasen der Eifersucht, wie destruktiv man sich tatsächlich verhalten kann. „Es gibt ja einen Grund für die Eifersucht“, lautet dann oftmals die Entschuldigung für den Partner, aber ganz besonders auch die Ausrede vor sich selbst. Eine Chance, die krankhafte Eifersucht zu überwinden hat man nur, mit der richtigen Portion Ehrlichkeit.

Kommunikation mit dem Partner bei krankhafter Eifersucht.

Ist man sich selbst darüber im Klaren, dass man an übermäßiger Eifersucht leidet, sollte man dies auch mit dem Partner besprechen. Damit hat der Andere die Möglichkeit nicht mehr länger das Opfer der Eifersucht zu sein, sondern seinerseits Verständnis zu zeigen.

Gemeinsam kann man überlegen, ob eventuell professionelle Hilfe empfehlenswert ist. Das ist immer dann der Fall, wenn die krankhafte Eifersucht zu stark belastendem Stress oder sogar Gewalt in der Beziehung führt. Eine Verhaltenstherapie zeigt hierbei gute Erfolge.

Übrigens hat die Humboldt-Universität in Berlin im Rahmen einer Studie festgestellt, dass Frauen das eifersüchtigere Geschlecht sind. Frauen reagieren auch mit Eifersucht, wenn der Partner zuviel Aufmerksamkeit einer anderen Frau widmet. Diese „emotionale Untreue“ spielt beim Mann dagegen kaum eine Rolle.

Bildnachweis: anyaberkut / stock.adobe.com

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Jutta Baur