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So kommen Sie mit einem Choleriker zurecht

So kommen Sie mit einem Choleriker zurecht
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geschrieben von Christoph Eichhorn

Im Idealfall gehen Sie mit Menschen offen, ehrlich, höflich, rücksichtsvoll und gleichberechtigt miteinander um. Die Wirklichkeit sieht aber manchmal anders aus. Es gibt leider einige Menschentypen, die recht unangenehm und schwierig sein können – zum Beispiel der Choleriker. Der Choleriker regt sich über nahezu alles auf und wird schnell ausfallend – bis hin zur persönlichen Beleidigung. Sie und Ihr Verhalten sind dabei nur ein willkommenes Ventil für seine Wut. Die eigentlichen Ursachen liegen aber fast immer ganz woanders – zum Beispiel in einer negativen Lebenseinstellung des Cholerikers.

Umgehen mit einem Choleriker

Eigentlich kann es Ihnen ja egal sein, ob sich ein Mensch nun schnell aufregt oder nicht – solange Sie nicht selber betroffen sind. Denn mit einem cholerischen Menschen aneinander zu geraten, bedeutet auch immer, dass Sie persönlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Sie ärgern sich, werden aggressiv und bekommen schlechte Laune. Das muss aber nicht sein – wenn Sie die folgenden drei Regeln zum Umgang mit einem Choleriker berücksichtigen.

Warten Sie ab

Bei einem Choleriker heißt es zunächst einmal „stillhalten“ – auch wenn das nicht immer leicht ist. Spätestens nach ein paar Minuten hören die Schimpftiraden meist ganz von alleine wieder auf. Wenn Sie zwischendurch etwas sagen – egal was!!! – liefern Sie dem „Wüterich“ nur neue Munition.

Praxis-Tipp:

Bagatellisieren Sie auf keinen Fall. Ein Choleriker regt sich aus seiner Sicht völlig zu Recht auf. Bemerkungen wie „Wer wird sich denn gleich so aufregen?“ signalisieren nur „Ich nehme dich nicht ernst“ und machen alles nur noch schlimmer.

Ziehen Sie sich aus der Situation heraus

Angebrüllt und beschimpft zu werden ist äußerst unangenehm. Erst recht, wenn Sie ja eigentlich nichts Schlimmes gemacht haben. Lassen Sie sich aber trotzdem nicht von einem Choleriker provozieren. Schalten Sie ab und bleiben Sie ruhig. Sagen Sie sich:

  • „Ich habe nichts gemacht. Ich bin an dieser Reaktion nicht schuld.“
  • „Ich kann an der Schimpfkanonade sowieso nichts ändern.“
  • „Gleich ist es vorbei.“

Halten Sie sich vor Augen, dass ein Choleriker eigentlich ein ganz armer Mensch ist, der mit seinem Leben nicht klarkommt und seinen Frust und seine Aggression an anderen auslassen muss. Dann wechselt Ihre persönliche Perspektive oft vom „Unterlegenen“ zum „Überlegenen“.

Praxis-Tipp:

Wenn Sie können, ergreifen Sie ruhig die Flucht vor einem Choleriker. Lassen Sie ihn einfach ohne jeden Kommentar stehen. Das hat auch nichts mit „verlieren“ oder „feige sein“ zu tun. Denn es gehört sehr viel mehr menschliche Größe dazu, auf Beleidigungen und Brüllereien nicht zu reagieren, als einfach zurückzubrüllen.

Verblüffen Sie den „Wüterich“

Wenn sich der Choleriker ausgetobt hat und Sie sich mit ihm auseinandersetzen wollen, leiten Sie ein freundliches und sachliches Gespräch ein. Das bewirkt in vielen Fällen, dass Ihrem Gegenüber sein Auftritt peinlich wird. Kaum jemand rechnet damit, dass er auf einen Angriff eine freundliche Reaktion erhält.

Sie sollten sich nicht entschuldigen oder gar rechtfertigen. Denn dann beginnen die Wutausbrüche in der Regel sofort wieder von Neuem. Auch Bemerkungen, die Ihr Gegenüber als Ironie auffassen könnte, sollten Sie vermeiden.

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Bildnachweis: peshkova / stock.adobe.com

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