Stress

Der Adrenalin-Junkie: Süchtig nach Stress

Adrenalin kann wie eine Droge wirken. Der Kick, den dieses Hormon bei Stress verschafft, lässt den Körper auf Hochtouren laufen und ihn dann in ein erschöpftes Loch fallen. Wer diesen Effekt immer wieder braucht, um sich lebendig zu fühlen, ist süchtig: ein Adrenalin-Junkie.

Die alltägliche Dosis Adrenalin
Ob Bungee-Springen oder Freestyle-Klettern, wer den Begriff "Adrenalin-Junkie“ hört, denkt zu allererst an Menschen, die sich in Extremsituationen immer wieder neu beweisen müssen. Der Stress gefährlicher Aktivitäten wird zum Lebensgefühl.
Doch auch im Alltag kann man eine Sucht nach Stress entwickeln.

Weit weniger spektakulär als beim Klettern durch Wasserfälle, aber dennoch ähnlich wirksam. Stress verursacht die Ausschüttung von Adrenalin. Es folgt ein Leistungs- und Stimmungshoch, recht schnell die Ermüdung und das Verlangen nach erneutem Antrieb.

Woran erkennt man einen Adrenalin-Junkie?
Ein Adrenalin-Junkie ist fast ständig von Stress umgeben. Wenn dieser nicht von außen kommt, wird er dafür sorgen, selbst Stress zu verursachen. Damit puscht er das Adrenalin im Körper und versucht es auf einem, für ihn angenehmen Niveau zu halten.
Folgende Zeichen können, müssen aber nicht bei einem Adrenalin-Junkie vorkommen.

  • immer unter Volldampf stehen
  • stets neue Aufgaben an sich ziehen
  • bis zur letzten Minute warten und damit Zeitdruck erzeugen
  • Stress durch Konflikte mit anderen herbeiführen
  • nicht bewusst abschalten und entspannen können
  • sich in Ruhe schlecht fühlen 

Nicht jeder, auf den diese Punkte zutreffen, ist süchtig nach Stress und Adrenalin. Und nicht jeden, der ein aufregendes Leben hat, kann man als Adrenalin-Junkie bezeichnen. Aber jeder, der süchtig nach Stress ist, gefährdet seine Gesundheit. 

Was tun, wenn man als Adrenalin-Junkie süchtig nach Stress ist?
Neigen Sie dazu, mehr Dramen in Ihrem Leben auszulösen, als wirklich notwendig sind, helfen Ihnen vielleicht diese Überlegungen:

  • Beobachten Sie Ihr Verhalten bei Stress. Ist er vor allem hausgemacht und von Ihnen selbst verursacht?
  • Überlegen Sie, wie Sie Dinge spannend erhalten, ohne sich zu sehr unter Druck zu setzen.   Können Sie etwas „Luft aus der Sache lassen “?
  • Fragen Sie sich, warum Sie den Stress und das damit verbundene Adrenalin brauchen.
  • Suchen Sie sich notfalls fachliche Hilfe. Dauernder Stress macht körperlich krank. 

Wir alle sind in gewissem Maße Adrenalin-Junkies. Ohne den Kick würden wir unter Stress kaum funktionieren. Die Menge macht’s – wie meistens. Hören Sie also auf Ihren Körper. Wenn das Adrenalin bei Stress zu Ihrem Motor wird, ist es an der Zeit ebendiesen Stress herunterzufahren.

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Jutta Baur