Stress

Woran Sie Stress bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze erkennen

Woran Sie Stress bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze erkennen
geschrieben von Jutta Baur

Stress ist auch bei Hund und Katze weit verbreitet, genau wie bei uns Menschen. Oft ist das jedoch nicht auf Anhieb ersichtlich. Woran merkt man eigentlich, dass Stress hinter den Veränderungen bei Ihren vierbeinigen Lieblingen steckt? Beobachten, heißt die Devise. Denn Hund und Katze sagen ja nicht Bescheid, wenn sie sich belastet fühlen.

Wir Menschen geben unsere Gefühle, Gedanken und Befindlichkeiten zwar durch Sprechen weiter, ein Großteil der Kommunikation findet jedoch darüber hinaus nonverbal statt. Zwischen Mensch und Tier spielt sich eine Verständigung ausschließlich über diese nonverbale Schiene ab. Darum liegt Ihre Chance, Stress bei Hund und Katze zu erkennen, im genauen Wahrnehmen von Unterschieden zum normalen Verhalten.

Stress erkennen: Ungewöhnliches Verhalten bei Hund und Katze

Die meisten Haustiere zeigen arttypische Verhaltensweisen unter Stress. Der Hund schüttelt sich beispielsweise, hechelt sehr stark oder gähnt, um die körperlichen Symptome von Stress abzubauen. Eine Katze putzt sich, vor allem wenn eine akut belastende Situation vorbei ist.

Daneben gibt es auch noch so viele unterschiedliche Varianten, wie es unterschiedliche Tiere gibt. Der eine Hund zeigt sich bei Stress unterwürfig, der andere aggressiv. Genauso ist es bei einer Katze. Während sich die eine Samtpfote verkriecht, fährt die andere die Krallen aus. Achten Sie darum genau darauf, in oder nach welchen Situationen Ihr Haustier anders als in entspanntem Zustand reagiert.

Haustiere verändern Ihre Nahrungsaufnahme bei Stress

Hund und Katze zeigen ihren angespannten Zustand beim Fressen. Auch bei den Haustieren funktioniert die körperliche Reaktion auf Stress ähnlich, wie beim Menschen. Der Kampf- oder Fluchtreflex wirkt auf den Verdauungsapparat. Wer Stress hat braucht Muskelkraft und keine Fettreserven.

Darum werden Magen- und Darmtätigkeit heruntergefahren. Bei Hund oder Katze bedeutet das, weniger Fressen bis hin zur Verweigerung und dazu noch weicher Stuhl, weil alles hinausbefördert wird.

Selbstverletzung bei extremem Stress

Bei dauerhaftem, extremem Stress kann es dazu kommen, dass sich Hund oder Katze selbst Schaden zufügen. Man kennt das von Tieren, die längere Zeit in sehr schlechter Haltung zugebracht haben. Tierheimtiere aus dem Ausland, die mit vielen anderen Artgenossen zusammengepfercht waren, sind ein Beispiel dafür.

Eine Katze kann sich die Haut blutig lecken oder kratzen, ein Hund sich selbst in Schwanz oder Bein beißen. Auch wildes Um-sich-selbst-drehen bis zum Umfallen kommt vor. Haustiere, die liebevoll untergebracht sind, haben solche übermäßigen Reaktionen nur ganz selten.

Bellen, miauen und andere Töne von Hund und Katze

Auch Tiere haben eine Reihe von Lauten zu Verfügung, um ihren emotionalen Zustand kundzutun. Normalerweise kennt der Besitzer von Haustieren das Repertoire seines Lieblings. Änderungen im Typ der Töne oder in der Frequenz können ein Hinweis auf Stress bei Hund und Katze sein.

Der aufmerksame Halter stellt solche Auffälligkeiten in der Regel sehr schnell fest. Wenn kein Stress als Ursache zugrunde liegen kann, ist es auch möglich, dass Ihr Haustier Schmerzen hat. Darum ist ein Besuch beim Tierarzt angeraten.

Hund und Katze brauchen ein sicheres Umfeld. Sorgen Sie dafür, dass sie Rückzugsmöglichkeiten haben, in denen sie komplett ungestört sind. Das sind beispielsweise eine Box für den Hund oder eine Höhle für die Katze. Respektieren Sie dieses Gebiet, indem Sie nie dort hinein fassen, wenn Ihr Haustier drinnen ist.

Vermeiden Sie zu viele belastende Reize hintereinander. Ein dauerhaft gestresstes Haustier leidet nicht nur unter dem Stress selbst, sondern entwickelt Folgekrankheiten. Ganz wichtig: Gehen Sie immer zum Tierarzt, wenn Sie unsicher darüber sind, woher die Veränderungen bei Hund und Katze kommen.

Bildnachweis: jomkwan7 / stock.adobe.com

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Jutta Baur