Stress

Spinnenphobie: Wie Sie Ihre Ängste in den Griff bekommen

Spinnenphobie: Wie Sie Ihre Ängste in den Griff bekommen
geschrieben von Jutta Baur

Alleine ihr Anblick lässt bei manchen Menschen den Schweiß ausbrechen: Spinnen. Für denjenigen, der an einer Spinnenphobie leidet, bedeutet die Begegnung mit diesem Tier den blanken Stress. Doch gerade solche, an bestimmte Gegenstände oder Tiere gebundenen Ängste, lassen sich gut behandeln. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, wie Therapien erfolgreicher werden.

Die Konfrontationstherapie hilft

Bisher haben sich Verhaltenstherapien als besonders hilfreich erwiesen. Dabei wird der Patient mit dem Angstauslöser, beispielsweise einer Spinne, konfrontiert und lernt, dass nichts Schlimmes passiert. Was sich für einen Angstpatienten anfangs möglicherweise brutal anhört, läuft in der Praxis natürlich weitaus moderater ab. Niemand muss fürchten, plötzlich mit einer Spinne alleine gelassen zu werden.

In verschiedenen, aufeinander aufbauenden Schritten führt der Therapeut den Patienten an das Objekt seiner Angst heran und gibt ihm Mittel an die Hand, diesen Stress zu verarbeiten. So wird beispielsweise geübt, wie die Gedanken verändert werden können. Auch Entspannungstechniken können erlernt werden.

Mit diesen Hilfsmitteln stellt sich der Patient seiner Angst auslösenden Situation. Er lernt mithilfe des Therapeuten, dass nicht nur nichts geschieht, sondern auch, dass er die Angst vor der Angst und damit seine Stresssymptome, in den Griff bekommt.

Ergänzende Verfahren erleichtern und verbessern den Therapie-Erfolg

Amerikanische Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass Patienten, die extrem kurz ein Bild einer Spinne zu sehen bekamen, besonders schnell ihre Angst loswurden. Im Gegensatz zu einer Kontrollgruppe, denen ein Bild länger vorgeführt wurde, zeigten die Teilnehmer, die die Spinne nicht wahrnehmbar für 25ms anschauten, weniger Stress bei der Konfrontation mit einer echten Spinne.

Was können Sie konkret tun?

Eine Phobie kann das Leben einschränken. Wenn Sie also Leidensdruck entwickelt haben, sollten Sie sich einen Therapeuten suchen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Besserung. Machen Sie sich klar, dass 80 bis 95 Prozent aller Patienten später ohne Angst, Vermeidungsverhalten und Stress leben. Eine Therapie wird in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darum bekommen Sie auch dort eine Liste mit zugelassenen Psychologen. Sie brauchen für ein Erstgespräch nur Ihr Versichertenkärtchen.

Bildnachweis: fovito / stock.adobe.com

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Jutta Baur