Stress

Prokrastination: Die Gründe für Aufschieberitis

Prokrastination: Die Gründe für Aufschieberitis
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geschrieben von Jutta Baur

Warum leiden Sie eigentlich an Aufschieberitis, was sind die Gründe dafür? Denn die Prokrastination verursacht Stress. Nicht nur der Zeitdruck, in den man unweigerlich gerät, sondern auch das ungute Gefühl, bestimmte Aufgaben hinausgezögert zu haben, lassen den Stress in die Höhe schnellen.

Bei Aufschieberitis bleiben wichtige Dinge liegen

Natürlich ist nichts verkehrt daran, hin und wieder dem Alltag ein wenig zu entfliehen. Mal ein paar Minuten in den Tag hinein zu träumen oder einem Lied zu lauschen. Aufschieberitis beginnt dann, wenn wichtige Dinge liegen bleiben, während unwichtige Aufgaben vorgezogen werden.

Die drei häufigsten Gründe für Aufschieberitis

Etwas anderes zu tun, als das, wozu man eigentlich verpflichtet wäre, schafft in der Regel ein unbehagliches Gefühl. Eigentlich sollten wir eine wichtige Sache erledigen und eigentlich sollten wir mit dem, was wir stattdessen tun, sofort aufhören. Wir fühlen uns schuldig, werden unruhig und spüren Stress aufsteigen.

Damit wir damit umgehen können, finden wir gute Gründe für die Aufschieberitis. Wir entschuldigen uns vor uns selbst für unsere Prokrastination und versuchen damit unseren unterschwelligen Stress zu reduzieren.

Entschuldigung Nr. 1 für Aufschieberitis: Wir haben besseres zu tun.

Beispiele:

  • Man sollte dringend damit anfangen, Sport zu treiben? Im Moment gibt es jedoch so viel Arbeit, da ist einfach keine Zeit.
  • Man hat mit dem Projekt in der Firma noch immer nicht angefangen? Der tägliche Papierkrieg lässt einfach keine Zeit, um jetzt einen Projektplan zu erstellen.

Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:

  • Ich beginne sofort, wenn ich hiermit fertig bin.
  • Sobald ich zeitlich mehr Luft habe, fange ich an.
  • Heute lohnt es sich nicht mehr, loszulegen, darum mache ich lieber…

Entschuldigung Nr. 2 für Aufschieberitis: Wir sind noch nicht soweit, um anzufangen

Beispiele:

  • Um Sport zu treiben, müsste man erst einmal die richtige Ausrüstung besorgen. Man müsste auch einen passenden Verein finden. Dazu fehlt jetzt die Zeit.
  • Für einen Projektplan brauche ich noch weitere Informationen. Darüber hinaus, sollte ich noch eine Schulung machen, um fit zu sein.

Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:

  • Ich kann noch nicht anfangen, weil mir etwas dazu fehlt.
  • Erst muss ich noch meinen Haushalt machen/ meinen Schreibtisch aufräumen.
  • Ich bin noch nicht genügend vorbereitet.

Perfektionismus ist eine der häufigsten Ursachen für Stress, besonders wenn er in Zusammenhang mit Aufschieberitis stattfindet.

Entschuldigung Nr. 3 für Aufschieberitis: Wir haben noch viel Zeit.

Beispiele:

  • Es reicht, wenn ich im Sommer mit dem Sport beginne. Dann ist das Wetter besser und es macht mehr Spaß.
  • Das Projekt muss erst in drei Monaten beendet werden. Bis dahin kann sich noch viel ändern.

Die typischen Sätze für die Aufschieberitis sind in diesem Fall:

  • Es ist besser anzufangen, wenn ich in Stimmung bin
  • Ob ich das heute oder morgen erledige, ist egal
  • Unter Stress arbeite ich sowieso besser

Stress aus Zeitnot ist so gut wie vorprogrammiert.

Entschuldigungen für Aufschieberitis beinhalten einen großen Teil Wahrheit

Genau darin liegt auch die Schwierigkeit, Prokrastination von Tatsachen zu unterscheiden. Es ist keine Aufschieberitis, wenn man sich müde fühlt und lieber morgen weitermachen möchte. Es ist auch keine Aufschieberitis, wenn man noch verschiedene Dinge braucht, um zu starten.

Wie so oft: Die Masse macht es. Darum sollte man sich einmal Gedanken darüber machen, welche Entschuldigungen für Aufschieberitis man selbst gerne und häufig nutzt.

Die nächste Folge dieser Reihe beschäftigt sich mit den Konsequenzen von Aufschieberitis und dem Stress, der daraus entsteht.

Bildnachweis: ig-fotografie.de / stock.adobe.com

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