Stress

Baldrian: Natürlich gegen Stress

Baldrian: Natürlich gegen Stress
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geschrieben von Jutta Baur

Baldrian ist ein altbekanntes, gut bewährtes Heilmittel gegen die Auswirkungen von Stress. Noch heute gilt es als milde Alternative zu chemischen Beruhigungsmitteln. Lesen Sie, wie man Baldrian anwendet, über seine Wirkung und mögliche Nebenwirkungen.

Baldrian: Seit Jahrhunderten verwendet bei Aufregung und Stress

Baldrian kommt in ungefähr 200 verschiedenen Arten vor. Für medizinische Zwecke eignet sich am ehesten der Echte Baldrian, der vor allem in Europa beheimatet ist. Der mexikanische Baldrian, der auch hin und wieder angeboten wird, sollte wegen seiner möglichen zellschädigenden Nebenwirkungen eher nicht verwendet werden.

Welche Wirkung hat Baldrian?

Die Wirkung von Baldrian ist nicht zweifelsfrei geklärt. So gibt es Pharmakologen, die ihn immer noch in eine Reihe mit Placebos stellen. Dagegen spricht, dass Baldrian Valepotriate enthält. Diese pflanzlichen Inhaltsstoffe wirken beruhigend bei Aufregung und aktivierend bei Müdigkeit.

Traditionell setzt man Baldrian bei Unruhezuständen, wie sie besonders nach Stress vorkommen, ein. Auch bei nervös bedingten Einschlafstörungen kann sich die Wirkung von Baldrian entfalten. Im Gegensatz zu chemischen Schlafmitteln, erzwingt Baldrian keinen Schlaf, sondern erleichtert das Einschlafen durch eine allgemeine Entspannung.

Wichtig bei der Wirkung von Baldrian ist die Tatsache, dass man eine genügend hohe Dosis davon über einen genügend langen Zeitraum einnehmen muss. Bei einer einmaligen Gabe ist eine medizinische Wirkung nicht zu erwarten. Wer dennoch etwas spürt, macht sich den Placeboeffekt zunutze.

Wie wendet man Baldrian gegen Stress an?

Grundsätzlich sollte man Baldrian als Kur verwenden. Dabei sind standardisierte Tabletten am sinnvollsten, da diese die bereits beschriebenen Valepotriate enthalten. In Tees und Tinkturen sind nur noch die Abbauprodukte enthalten, die deutlich schwächer helfen. Zudem schreckt der eigentümliche Geruch von Baldrian leicht ab.

Für akute Einschlafstörungen kann Baldrian als Badezusatz genutzt werden, da das warme, nicht zu heiße Wasser einen zusätzlichen, entspannenden Einfluss auf den Körper hat. Wer zu nervösen, durch Stress verursachten, Verkrampfungen im Magen-Darm-Bereich neigt, kann Baldrian auch als Tee zu sich nehmen.

Ob als Wurzelmischung oder aus Tinktur   (5 – 10 Tropfen auf ein Glas Wasser) hergestellt: Drei mal täglich eine Tasse getrunken lindert die Verspannung des Verdauungstraktes.

Gibt es Nebenwirkungen durch Baldrian?

Wie bei allem, das Wirkung zeigt, kann es auch Nebenwirkungen geben.
Baldrian macht nicht süchtig. Wer jedoch glaubt, ohne dieses Beruhigungsmittel nicht mehr auszukommen, kann durchaus eine Sekundärsucht entwickeln. Er fühlt sich abhängig davon. Dies kann auch bei Baldrian vorkommen.

Auch Überdosierungen können durchaus negative Nebenwirkungen haben. Die Valepotriate sind im Übermaß verwendet zytotoxisch, zellschädigend. Bei bestimmungsmäßigem Gebrauch entsteht dadurch anscheinend kaum Gefahr.
Ebenso ist eine Anwendung über 4 Wochen hinaus noch nicht hinreichend untersucht. Nach dieser Zeit sollte also eine Pause bei der Gabe von Baldrian gemacht werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Baldrian: Ein nützliches Heilmittel

Baldrian ist in vielen Fällen der Wirkung von chemischen Beruhigungsmitteln sicher überlegen. Die Nebenwirkungen sind relativ gering. Bei Phasen von erhöhtem Stress ist Baldrian durchaus eine Alternative. Vor der Verwendung sollten Sie jedoch, wie bei allen Arzneistoffen mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, um mögliche persönliche Faktoren durch die Einnahme abzuklären.

Bildnachweis: Daniel Vincek / stock.adobe.com

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