Stress

Achtsamkeit lernen: Im Augenblick leben und Stress abbauen

Achtsamkeit lernen: Im Augenblick leben und Stress abbauen
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geschrieben von Jutta Baur

Achtsamkeit ist weniger eine Technik, als vielmehr eine Lebenshaltung. Je mehr man sie verinnerlicht, desto leichter entgeht man dem alltäglichen Stress. Das Schöne ist, dass man Achtsamkeit lernen kann. Einen Anfang dazu finden Sie in dieser Artikel-Serie.

Gefühle durch Achtsamkeit erkennen.

Bei dieser Übung wartet eine Vielzahl von Eindrücken auf Sie. Erinnern Sie sich bitte noch einmal an die Aktivität, mit der Sie die Achtsamkeit Ihrer Sinne trainiert haben. Legen Sie Ihre Aufmerksamkeit heute auf das Fühlen. Erspüren Sie Wärme und Kälte. Fühlen Sie Wind oder Regen. Spüren Sie den Belag unter Ihren Füßen. Gehen Sie bergan? Werden sie müde?

Dieser Teil unserer Schulung der Achtsamkeit gilt nicht nur Ihren Hautrezeptoren, sondern auch Ihren Empfindungen.

Manchmal entwickelt man eine Abneigung, um eine bestimmte Straßenecke zu gehen. Man empfindet Stress. Oder man mag eine bestimmte Stelle des Weges ganz besonders. Beim Zähneputzen reagiert ein Zahn auf Kälte oder beim Duschen fröstelt man wohlig im warmen Wasser. Je nachdem, was Sie ausgewählt haben, stellen Sie unterschiedliche sinnliche Wahrnehmungen fest. Achten Sie darauf, ohne sie zu bewerten. Stellen Sie die Existenz dieser Gefühle fest, mehr nicht.

Achtsamkeit: Sinneswahrnehmungen geschehen immer im Hier und Jetzt

Wenn Sie etwas riechen, etwas hören oder schmecken, dann ereignet sich das im jeweiligen Augenblick. Das Vorher und das Nachher sind Erinnerungen, Vorfreude vielleicht auch Furcht und damit Stress. Bewusstes Wahrnehmen findet ausschließlich jetzt statt.

Durch die Übungen für Ihre einzelnen Sinne beschränken Sie sich auf den gegenwärtigen Zeitpunkt. Sie trainieren Ihre Konzentration auf den aktuellen Moment.

Wie lernen Sie weiterhin Achtsamkeit?

Sicherlich wissen Sie, dass Stress in erster Linie im Kopf stattfindet. Wir bewerten manche Situationen so, dass sie belastend werden. Wir glauben z. B. alles perfekt machen zu müssen und geraten zwangsläufig in Zeitnot. Dies geschieht, weil wir uns nicht auf die derzeitigen Aufgaben konzentrieren, sondern mit unseren Gedanken bereits anderswo sind. Dann sind wir un-„achtsam“. Mit Achtsamkeit fokussieren wir uns auf das Wesentliche.

Praktische Achtsamkeit gegen Stress

So, wie Sie Ihre Achtsamkeit im Verlauf der Übungen auf eine bestimmte Situation gelenkt haben, können Sie auch bei jeder anderen Gelegenheit verfahren. Beobachten Sie, was Sie in diesem Moment erleben. Sie haben viel zu tun? Dann konzentrieren Sie sich auf den Ablauf Ihrer Tätigkeit. Werden Sie Ihrer möglichen Gedanken von Stress bewusst, aber halten Sie sich nicht fest. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf Ihre Beschäftigung.

Achtsamkeit schließt gleichermaßen Unschönes wie Angenehmes in die Wahrnehmung ein.

Üben Sie, so oft es geht:

  • Wahrnehmen – ohne zu beurteilen
  • Beschreiben – was man gerade erlebt, auch Gefühle
  • Konzentrieren – Gedanken ziehen lassen und zur eigentlichen Aufgabe zurückkehren
  • Teilnehmen – mit allen Sinnen und ohne über die Vergangenheit und Zukunft nachzudenken

Je öfter man Achtsamkeit praktiziert, desto häufiger findet man neue Gelegenheiten, um sich aufmerksam zu verhalten. Wie eine kleine Pflanze wächst die Achtsamkeit im Alltag und verdrängt mehr und mehr unseren hausgemachten Stress.
Ich wünsche Ihnen Achtsamkeit, Präsenz und die Akzeptanz, die Sie brauchen, damit sich Ihr Stress verabschiedet.

Bildnachweis: Jeanette Dietl / stock.adobe.com

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