Stress

Bluthochdruck: Ist zu viel Stress schuld?

Bluthochdruck: Ist zu viel Stress schuld?
geschrieben von Jutta Baur

Bluthochdruck hat verschiedene Ursachen. Ob Stress dazu gehört, ist nicht sicher. Wissenschaftler sind sich darüber längst nicht mehr einig. Lesen Sie hier Details.

Unter Stress produziert der Körper eine Vielzahl von Hormonen. Diese Botenstoffe haben die Aufgabe, den Menschen für Kampf oder Flucht vorzubereiten (mehr dazu im Artikel: Kampf oder Flucht). Sie wirken dabei auch direkt auf den Blutdruck ein. Das Herz schlägt schneller und die Blutgefäße verengen sich. Dadurch entstehen sogenannte Bluthochdruck-Spitzen – zeitlich begrenzter, hoher Blutdruck.

Von Bluthochdruck-Spitzen zu dauerhaftem hohen Blutdruck?

Es gibt keinen Hinweis, dass Stress alleine zu ständigem Bluthochdruck führt. Vielmehr sind damit einhergehende Verhaltensweisen Ursachen für eine solche Kreislauferkrankung. Wer vor lauter Hektik zu viel isst, wenig schläft, raucht oder Alkohol trinkt, riskiert, seinen Blutdruck dauerhaft in die Höhe zu treiben.

Nicht anders ist es mit psychischem Missbehagen, das oft durch zu viel Stress entsteht. Wer zum Beispiel unter Depressionen leidet, wenig soziale Kontakte pflegt oder Ängste hat, ist eher geneigt, sich selbstschädigend zu verhalten. Das wiederum lässt Herz und Kreislauf anhaltend krank werden.

Stress allein ist nur indirekte Ursache für Bluthochdruck

Die Blutdruck-Spitzen mögen im Einzelfall durchaus eindrucksvoll sein. Solange sie in Maßen vorkommen, schädigen sie einen gesunden Menschen nicht.

Nach einer stressbehafteten Situation normalisieren sich in der Regel die Werte wieder auf ein normales Level. Schwierig wird es, wenn der Stress zu häufig entsteht. Auch dann geht der Blutdruck üblicherweise zurück. Gibt es aber zu wenige Erholungszeiten zwischen den Belastungen, haben die Bluthochdruck-Spitzen ähnlich negative Auswirkungen, wie ein ständiger hoher Blutdruck.

Kann man etwas gegen die Ursachen von zeitweiligem Bluthochdruck unternehmen?

Auf den ersten Blick mag es spitzfindig erscheinen. Ist es nicht egal, welche Art von Bluthochdruck Ursache für weitergehende Erkrankungen ist? Nein. Denn die gute Nachricht daran lautet, dass Sie genau an dieser Stelle für Ihre Gesundheit aktiv werden können.

Auch wenn Strategien gegen Stress nicht direkt auf den Blutdruck einwirken, so helfen diese doch, Ihre allgemeine Befindlichkeit zu verbessern und Risikofaktoren zu minimieren. So sehen es auch Mediziner der renommierten Mayo Klinik in Rochester.

Stress reduzieren und die Ursachen für Bluthochdruck vermindern.

Bei der Suche nach der für Sie passenden Methode, um Ihren Stress in den Griff zu bekommen, steht Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten offen. Einige davon sind:

  • Treiben Sie Sport: Durch Bewegung bauen Sie Stresshormone schneller ab. Ihre Muskeln verbrauchen Kohlenhydrate und Sie senken Ihren Blutzucker- und Cholesterinspiegel. Damit verbessern Sie die Blutzirkulation und wirken dem Bluthochdruck entgegen.
  • Entschleunigen Sie Ihren Tag: Achten Sie darauf, die wichtigen Dinge zuerst zu erledigen. Nebensächliches wird entweder ganz am Schluss bearbeitet oder völlig aussortiert.
  • Lernen Sie Entspannungstechniken: Neben autogenem Training ist PMR eine der sinnvollsten Maßnahmen. Aber auch Meditation oder Yoga beruhigen Ihren Körper und Geist.
  • Schlafen Sie ausreichend: Sicherlich fällt es nicht leicht abzuschalten, wenn man voller Stress ist. Mit der richtigen Schlafhygiene und ein paar Tricks (Vom Stress, nicht einschlafen zu können), kann man den Schlaf durchaus fördern.

Bildnachweis: interstid / stock.adobe.com

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Jutta Baur