Stress

Bei stressbedingten Kopfschmerzen kann manchmal der Zahnarzt helfen

Bei stressbedingten Kopfschmerzen kann manchmal der Zahnarzt helfen
geschrieben von Jutta Baur

Stress führt bei vielen Menschen zu Spannungskopfschmerzen. Das ist allgemein bekannt. Dass aber eine völlig andere Ursache dies überhaupt erst möglich macht, ahnen wenige von uns. Und daran, dass dann der Zahnarzt der richtige Ansprechpartner bei stressbedingten Kopfschmerzen ist, denkt kaum jemand.

Kennen Sie das auch?

Immer wenn es hoch her geht, wenn Termine drücken oder die Aufgaben zu viel werden, machen Kopfschmerzen die Situation noch unangenehmer. Hals und Nacken verspannen und der Kopf beginnt zu dröhnen. Wer häufiger damit zu tun hat, sollte einen Besuch beim Zahnarzt in Erwägung ziehen. Immer wieder sind Fehlfunktionen des Kiefergelenks oder Zähneknirschen der Grund für den erhöhten Muskeltonus. Kommt dann noch Stress hinzu und lässt den Bewegungsapparat weiter anspannen, sind Kopfschmerzen beinahe zwangsläufig die Folge.

Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen: Die Bissgenauigkeit ist wichtig

Der Körper kann eine Menge ausgleichen. Darum dauert es manchmal Jahre, bis sich mögliche Fehler in der Kauhaltung der Zähne durch Verspannungen bemerkbar machen. Fast immer stellt man dies als Patient durch andere Symptome fest. Da ist der Kopfschmerz oder Rückenschmerz bei Stress aber auch Störungen im Ohr wie Schwindel oder ein Tinnitus. Neben der Untersuchung bei anderen Ärzten, sollte immer auch der Besuch bei einem geeigneten Zahnarzt oder Kieferorthopäden auf dem Plan stehen.

Diese Ärzte können durch eine Funktionsanalyse herausfinden, ob Störungen beim Kauen und Beißen vorliegen. Das kann manuell geschehen, also indem der Mediziner ohne weitere Apparate den aktuellen Zustand des Geschehens untersucht. Dabei sieht er sich nicht nur die Zähne selbst an, sondern bewertet auch die Bisskraft, eventuelle Schmerzen, Geräusche beim Beißen und die Beweglichkeit des Kiefergelenkes. Dazu gehört natürlich ein gutes Maß an Erfahrung.

Die zweite Variante ist die elektronischen Axiographie. Durch ein computergestütztes Modell werden hier der Winkel im Gelenk und weitere Fakten ausgewertet. Leider wird diese Methode in der Regel nicht von den Krankenkassen getragen.

Sanierung oder Biss-Schiene: Die Therapie bringt meistens schnelle Erfolge

Ist der Übeltäter gefunden, beispielsweise eine zu hohe Krone, kann schnelle Abhilfe geschaffen werden. Damit wird dann auch die angespannte Muskulatur entlastet. Der Stress alleine kann dann nicht mehr zu Kopfschmerzen führen.

Auch die Biss-Schiene hat einen ähnlichen Effekt. Zwar knirscht man damit nach wie vor. Die Belastung auf Zähne, Gelenk und Muskulatur lässt aber nach.

Bildnachweis: Knut Wiarda / stock.adobe.com

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Jutta Baur