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Psychologie der Kleidung: Wie Kleidung Ihr Denken beeinflusst

Lesezeit: 2 Minuten Kleider sagen einiges über unseren Charakter aus, doch damit nicht genug: Wer bestimmte Kleidung trägt, verändert seine Attitüde oft auch demgemäß, was er trägt – und wirkt entsprechend anders auf andere.

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Psychologie der Kleidung: Wie Kleidung Ihr Denken beeinflusst

Psychologie der Kleidung: Wie Kleidung Ihr Denken beeinflusst

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Kleidung beeinflusst das Denken – und umgekehrt

Männer in Anzügen sehen nicht nur schick, elegant und oftmals gebildet aus, sie fühlen sich tatsächlich auch so. Teilnehmer einer US-Studie sollten zunächst bewerten, wie formell sie angezogen sind, und im Anschluss eine Reihe von Tests bearbeiten. Im zweiten Teil wurden die Probanden schließlich explizit dazu aufgefordert, in formeller Kleidung zu erscheinen. Nachdem sie erneut eine Reihe von Tests durchlaufen hatten, deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass sie Informationen besser verarbeiten und abstrakter denken konnten, wenn sie im Anzug zu den Aufgaben erschienen.

Formelle Kleidung beeinflusst also die Sichtweise: Die Probanden betrachteten Sachverhalte stärker aus der Vogelperspektive, wenn sie formeller gekleidet waren. Überdies nehmen Männer und Frauen in Anzug oder Kostüm Kritik weniger stark persönlich. Und Kleidung wirkt sich nicht nur auf die eigene Person, sondern auch auf andere aus. So werden besser gekleidete Schüler oft als intelligenter beurteilt und maskulin angezogene Frauen mit eher dunklem Timbre als kompetenter erachtet.

Umgekehrt beeinflusst die eigene Sichtweise auch, welche Kleidung wir tragen. Die Psychologin Jennifer Baumgartner meint zum Beispiel, dass Kleidung reflektiert, was wir denken und fühlen. Mit ihr kommunizieren wir, was wir der Welt eigentlich sagen wollen. Mark Zuckerberg, der sehr häufig öffentliche Auftritte im grauen T-Shirt hat, sagte einmal in einem Interview, dass er so viele Entscheidungen treffen müsse, dass er nicht auch noch stundenlang vor seiner Garderobe ausharren wolle, um sich das passende Outfit herauszusuchen. Einer der reichsten Menschen der Welt zeigt sich also bodenständig und will dies an seine Umwelt kommunizieren. Genau darin wirkt er authentisch.

Nicht verkleiden, sondern typgerecht einkleiden

Typgerecht einkleiden bedeutet, Kleidung sowohl seinem Figurtyp als auch seinem Charakter entsprechend zu wählen. Bei Männern wie Frauen gibt es vier verschiedene Figurtypen:

  • A (oben schmal, unten breit)
  • H (gerade)
  • Y (oben breit, unten schmal)
  • I (sehr schlank und gerade)

Um seine Proportionen im bestmöglichen Licht erscheinen zu lassen, sollten Personen des Typs A vor allem weite Oberteile tragen, Personen des Typs Y eher weite Hosen oder Röcke und die anderen beiden Typen generell Kleidung, die Volumen schafft. In Shops wie Peter Hahn werden sowohl Männer als auch Frauen jedes Figurtyps fündig.

Wer sich einer sozialen Gruppe zugehörig fühlt, möchte sich auch optisch entsprechend anpassen. Ob ganz in Schwarz, konservativ mit steifem Hemdkragen oder in Baggyhosen und Kapuzenpulli – gängige Klischees treffen in der Realität meist tatsächlich zu. Der eigene Stil entwickelt sich in der Regel zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Es scheint also durchaus ein Zusammenhang zwischen der Festigung des Charakters und Mode zu bestehen. Es gibt jedoch keinen Grund, sich für frühere Modesünden zu schämen. Schließlich spiegeln sie schlicht den eigenen Charakter zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben wider – und das ist der beste Tipp in Sachen Mode.

Bildnachweis: pikselstock / stock.adobe.com

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