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Back to the roots – Den Hund mittels der BARF-Methode ernähren

Lesezeit: 2 Minuten Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Sicherlich sind auch Sie darauf bedacht, dem Tier ein perfektes Leben zu ermöglichen. Von der besten Ernährung bis zum gemütlichste Hundebettchen - Hundebesitzer und -Besitzerinnen sind bereit, einiges in das Tier zu investieren. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der BARF-Fütterer immer stärker zu. Hierbei steht BARF für "bones and raw food" oder zu Deutsch "Knochen und rohes Futter". Das Konzept hinter diesem Fütterungsstil vereint ein sehr natürliches Fressverhalten mit der Zugabe von rohem Gemüse und Obst. Doch worauf müssen Sie achten, wenn Sie Ihren Hund auf diese Weise ernähren möchten? Welche Vor- und Nachteile kommen auf Sie zu?

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Back to the roots – Den Hund mittels der BARF-Methode ernähren

Back to the roots – Den Hund mittels der BARF-Methode ernähren

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Wie funktioniert das Barfen?

Beim Barfen gibt es im Vergleich zu anderen Fütterungsmethoden, keine Fertigprodukte, die Sie im Supermarkt erwerben können. Vielmehr sind Sie darauf angewiesen das Futter für den Hund selbst herzustellen. Damit geht einher, dass Sie genau im Blick behalten, welche Nahrungsmittel das Tier gefüttert bekommt. Um die Rohfütterung nicht mit Gefahren zu verbinden, bieten zahlreiche Futterhäuser mittlerweile einzelne Komponenten der Rohfütterung sowie tiefgekühltes Fleisch an. Somit können Sie sichergehen, dass die Zutaten für die Mahlzeiten auf das Tier abgestimmt sind.
Das Rohfleisch verfüttern Sie natürlich nicht am Stück an den Hund. Gerade für kleinere Hunderassen, jüngere Hunde oder alte Hunde mit Kaubeschwerden, benötigen Sie zur Zubereitung einen Fleischwolf. Durch diesen drehen Sie das Fleisch bis es angenehme Kaugrößen aufweist. Das Gemüse und die Getreidebestandteile des Futters sollten Sie vor der Verfütterung in einem Mixer oder mittels eines Pürierstabes zermahlen.

Absprache mit dem Tierarzt

Bevor Sie Ihren Hund barfen, sollten Sie mit einem Tierarzt oder einem Experten für die Rohverfütterung sprechen. Schließlich ist es wichtig, dass der Hund alle benötigen Nährstoffe durch die Nahrung erhält. Zudem müssen Gefahren aus dem Weg geräumt werden, die mit der Verfütterung von Rohfleisch einhergehen. So können Salmonellen in rohem Fleisch zu einem schweren Befall von Salmonellen führen. Der Hund leidet dann unter schwerem durchfall sowie Magenschmerzen. Ebenso gilt es mit dem Einsatz von Schweinefleisch vorsichtig zu sein. Denn in diesem befindet sich der Aujeszky-Erreger. Hierbei handelt es sich um einen Virus, der zu einer Infektion mit tödlichem Verlauf führen kann.

Obst auf dem Speiseplan?

Beim Barfen bestehen kleine Anteile des Ernährungsplans aus Obst. Hierbei sollten Sie zu überreifen früchten greifen, die besser verträglich sind. Auf keinen Fall sollten Weintrauben, Rosinen oder Sultaninen verfüttert werden, da diese zu einem Nierenversagen mit Vergiftungserscheinungen führen.

Knochen gezielt auswählen

Möchten Sie Ihrem Hund beim Barfen auch Knochen zum Kauen und Snacken geben, müssen diese nach besonderen Kriterien ausgewählt werden. Stammen die Knochen von alten Tieren oder von kleinem Geflügel, kann es zu einem Splittern kommen. Die feinen Splitter bleiben dem Hund in der Luft- oder Speiseröhre stecken, was zu schwerwiegenden Verletzungen führen kann. Wählen Sie Knochen von jungen Schlachttieren aus. Diese sind meist etwas weicher, sodass sie nicht zum Splittern neigen. Der Vorteil von Knochen als Snacks: Hunde können hieran ihren Zahnbelag abreiben und erhalten die zahlreichen Mineralstoffe, die in dem Knochen enthalten sind.

Tipps für den BARF-Erfolg

  • Ob Sie Ihren Hund barfen können oder nicht, sollten Sie in Absprache mit einem Tiermediziner entscheiden.
  • Bei der Zubereitung von Rohfleisch muss unbedingt auf die Hygiene geachtet werden. Wird Fleisch gekocht, sterben die Bakterien ab – dies ist beim Barfen nicht der Fall.
  • Beobachten Sie das Verhalten des Tieres in den nächsten Wochen nach dem BARF-Beginn genau. Liegen negative Veränderungen in seinem Kotverhalten vor?
  • Eine Futterration sollte nicht nur aus Fleisch bestehen. wichtig ist, dass Sie jede Ration in eine optimale Kombination aus Fleisch und Ballaststoffe darstellt.
  • Knochen sollten nur in seltenen Fällen und nach präziser Auswahl verfüttert werden. Röhrenknochen stellen hierbei eine absolute Gefahr dar.

Bildnachweis: annaav / stock.adobe.com

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